Hoover Dam und Grand Canyon

Nach einem lazy morning auf dem Lake Mead Campingplatz, so heißt der gestaute Colorado River / Der Damm-See vorm Hoover Dam, fuhr ich rüber zu eben diesem gigantischen Bauwerk. Erstmal $10 fürs Parken und dann nochmal $15 für eine Tour zu den Turbinen. Aber hat sich gelohnt! Man guckt erst einen kleinen Film und läuft dann durch Katakomben, sieht eines der 4 Rohre und letztendlich die Turbinen selbst. Ich habe mal die Schematik hier mit rein. Das ganze Teil funktioniert so: Die 4 seltsamen Türme vorne sammel das Wasser, jagen es durch 4 dicke Rohre (eins im Bild unten) und verteilen es dann in je 4 kleinere Rohre (kleiner = mehr Druck) welche dann zu den Generatoren gehen. Das ganze ist fair aufgeteilt in 8 auf Nevada Seite und 8 auf der von Arizona. Laut Video versorgt das Teil ~1 Million Menschen mit Strom. Aktuell laufen aber nur die 1/2 (leuchtende Lampen oben am Generator) weil die Hauptaufgabe ist nicht die Energieerzeugung sondern Überflutungen abzufangen und Wasser für die umliegende Region bereitzustellen. Interessant finde ich wie niedrig das Damm-Level ist. Wahrscheinlich ist Las Vegas und alles hier drumrum in 50 Jahren eine Geisterstadt… Wer weiß…

Auf jeden Fall ein sehr erstaunliches Bauwerk und auch über den Bau lernt man bei der Tour so einiges. Mitunter dass die Arbeiter damals so 4$ am Tag verdient hatten, was damals echt gut war. Oder dass zur Kühlung von dem Beton lauter Rohre eingebaut wurden durch welche permanent Wasser floss: Ein riesen Wärmetauscher sozusagen.

Nach dem Damm ging es weiter gen Grand Canyon und ich suchte mir einen Campingplatz eine Stunde entfernt aus. Das erste Mal mit warmer Dusche UND Internet! WOW! Direkt die nächste Nacht hinterher gebucht! Zeit ist aktuell eins meiner kleinsten Probleme – Ich war doch echt schnell, ja zuuuu schnell unterwegs.

Am nächsten Morgen um 6:30 Uhr wieder los und ab zum Canyon. Vielleicht klappt das mit dem Eintritt ja wieder. Um kurz nach 7 am Gate. Denkste. Scheinbar stehen die Arizonaner früher auf als die Kalifornier. Also $35 geblecht und erstmal zu dem Wanderweg ohne Menschen den ich mir im Internet vorher ausgesucht habe. Mit einer Schüssel Müsli in der Hand die INJURY & DEATH Warnungen gelesen. Hmmm, nicht maintained der trail. Damals von Mienenarbeitern angelegt. Naja, ich guck mir das mal an… Eigentlich wollte ich bis auf dieses Hufeisen, das 2. Bild „Horseshoe Mesa“. 5km und 700m runter. Klang machbar. Der Weg an sich war auch ganz ok. Ja, es ging steil runter und ein falscher Schritt und man ist tot. Aber so ist das halt. Aber es war weitaus weniger rutschig (eigentlich gar nicht) als der im Yosemite Park. Nach einer halben Stunde vorsichtigen Abstiegs sah ich dann vor mir wie verdammt weit es noch weiter geht. PUUUH! Und ich scheine hier echt KOMPLETT ALLEINE zu sein. Außerdem sollen es so um die 40°C heiß werden und ich weiß nicht wie lange ich hoch brauche. „Ach Mist. Ich breche den Pfad ab und mach die Tourie Nummer oben!“ Auf dem Weg hoch kam mir ein Mädel – auch alleine – entgegen. Hmpf. Wär ich doch nicht der einzige Mensch auf dem Pfad und jemand könnte Hilfe holen wenn was passieren sollte. Aber ne, jetzt war ich schon wieder so weit hoch… Ich brauchte 30min runter und 45min hoch. Und fuhr zum Visitor Center. Mittlerweile nach 10 Uhr bereute ich die Entscheidung SO RICHTIG. Siehe Bild 4! Aber: Keine 200m den horizontalen Wanderweg weiter waren es dann doch nur noch eine Handvoll Leute. Diese Amis und Chinesen ey… Raus ausem Auto, Foto machen, rein ins Auto. Google meint ich wäre 3h zu Fuß unterwegs gewesen. Das stimmt nicht. Ich bin fast den ganzen South Rim Pfand entlang bevor die Hitze doch echt schlimm wurde. Ab dann in ich doch auch wie 1 echter Tourist mit dem Shuttlebus von Point zu Point. Ja doch, auch dort waren ein paar schöne Aussichten dabei! Siehe die letzten 4 Bilder. Und auch wenn die Fotos das kaum einfangen können: Das konnte es das Auge vor Ort auch nicht. Es sah für mich aus wie eine gigantische 2D Fototapete. Man kann hier einfach nicht einschätzen wie weit das eigentlich ist!

Dennoch: Ich glaube der Horseshoe Pfand wäre machbar gewesen. Ich muss zugeben: So sehr ich „laufen“ ja hasse und Radfahren bevorzuge: Eine Wanderung in solch einer Gegend mit Zelt dabei und unten übernachten hätte durchaus auch mal was! Vielleicht auf der nächsten Tour Mausie?! 😉

Las Vegas und Valley of Fire

In Las Vegas hatte ich ein billiges Hotelzimmer für $65 die Nacht. Erstaunlich groß mit 2 Zimmern und sogar mit Pool war es doch das komfortabelste was ich die Woche hatte. Dennoch: Sicher hab ich mich hier nicht gefühlt. Die Rezessionen sprachen dann doch mal von aufgebrochenen Autos und auch die anderen Gäste… Nunja. Nächstes mal doch für $200 ins Bellagio! Nach etwas relaxen am Pool, während ich auf mein Zimmer warte, dem Versuch nochmal ne Runde zu pennen und nachdem ich mich endlich, nach 2 Tagen ohne Dusche und mit bestimmt 6 Lagen Mix aus Sonnencreme und Scheiß vom Death Valley, frisch machen konnte bin ich dann so gegen 18 Uhr in die Stadt der Sünde rein gelaufen. Ich bin fast den kompletten Strip einmal rauf und runter und war in etwa 4 oder 5 Hotel-Casinos & Einkaufszentren. Es ist anders als ich es mir vorstellte: Ich dachte es gibt Hotels und es gibt Casinos. Aber dass jedes Hotel sein eigenes Casino im EG hatte wusste ich bisher nicht. Im Vergleich zu dem in Melbourne waren die aber alle eher winzig. Jedes hatte genau die selben Automaten und nur ein Handvoll Roulette und Karten-Tische. Das war in Melbourne anders. Wie alles in Australien größer. Mehr „Auswahl“.

Die Stadt selbst polarisiert ja sehr stark: Es gibt Leute die lieben sie und es gibt Leute die hassen diese übertriebene, dekadente und künstliche „Scheiße“. Ich fand es eigentlich ganz interessant und denke auf einem Junggesellenabschied oder einem Firmenmeeting – wie wir es in San Francisco hatten – kann man hier echt richtig, RICHTIG Spaß haben. Vorausgesetzt mal will ein paar Dollar los werden 😉 (und dafür besoffen ins Bett).

Ich dennoch hatte an dem Abend so überhaupt GAR KEINEN Bock auf Konsum. Es gab unendlich Restaurants, unendlich Cocktails und Bier-Stände. Alles sah lecker aus. Aber ich hatte weder hunger (schließlich hatte ich an dem Tag schon ein Müsli und 2 Scheiben Käse-Paprika-Toast) noch den Bock alleine zu saufen. Immerhin eine 4$ Cola gönnte ich mir. Auf alleine zocken – ja, man könnte selbst entscheiden wo/wie lange/wie viel ohne dass jemand genervt neben dran steht, ohne dass mein seine „Strähne“ unterbrechen muss – war mir aber irgendwie auch nicht. Und ich hatte ja auch schon in Melbourne $100 in 10 Minuten gelassen. Es gab auch mindestens zwei Arcade „Hallen“ mit Flippern und lustigen Spielbuden Automaten. Auch einen Guitar Hero Arcade an dem ich etwas verweilte und ein paar Songs anderen Leuten zuschaute. Auf den hatte ich dann noch mit am meisten Bock. Aber solo für $1 pro Song? Näh. Ich hab das Spiel daheim kostenlos! Und Leute die mit zocken? Well, alle, ALLE waren dort als Gruppe oder eher noch: Als Pärchen unterwegs. Nach ein paar Stunden wurde ich immer genervter von Pärchen, von bekifften, von betrunkenen Leuten, von fetten Ami-Tussies die sich in viel zu enge Kleider pressen (wer will denn sowas sehen???), von Typen die mir Kärtchen von Nutten zustecken wollten, von diesen „Opfern“ die rauchend wie Zombies am Einarmigen Bandit saßen und von Ami-Slang-Blabla aus jeder Ecke. Letztendlich fand ich eine Parkbank direkt vor dem Exkalibur-Casino – wohl zwischen Valet Parkdeck und Straße – an dem keine Menschen waren. Endlich mal Ruhe! Nun saß ich da und dache darüber nach was ich hier eigentlich gerade mache. Immerhin konnte ich meiner Freundin daheim schreiben wie scheiße es allein in der Partystadt Vegas ist und nach ein paar verdrückten Tränen merkte ich, dass ich knapp dran bin um den Vulkanausbruch vorm Mirage zu sehen. Also runter schlucken und auf geht’s! Ein letztes Ziel für den Abend und dann doch schon um 11 ins Bett. Wie lahm! Die Google Maps Prognose mit 33 Minuten zu Fuß rechnete nicht MILLIONEN VON CHINESEN UND BESOFFENEN AMIS mit ein. Ellbogen vor und Gas! 5 Minuten vor der letzten Show war ich dann da. Ja und hat sich gelohnt: Eine Mischung aus beleuchteten Wasser- und Flammenwerfern (letztere leuchten von selbst) simulieren einen Vulkanausbruch. Das ganze geht dann so 5 Minuten. Sehenswert! Etwas aufgemuntert doch noch was cooles gesehen zu haben bin ich dann nochmal ins Mirage rein, holte mir einen Serious Strawberry für $7 beim Starbucks und überlegte ob ich nicht doch kurz an einem Kartentisch Platz nehmen will. Aber das Publikum. Ne. Ich fand niemanden der sympatisch aussah. Weder von den Dealern – Die gucken alle als haben sie MEGA FREUDE an ihrem Job – noch an den Spielern. Chinesen, aufgetakelte Pärchen, graue Haare, oder aufgepumpte Ami-Machos.

Also ab ins Bett. Las Vegas… Mit ner Gruppe zum Party machen: Gerne. Als Paar vielleicht auch – wobei ich nicht sicher bin was man dann hier will? Wenn man komplett irre ist und denkt mit spielen reich werden zu können: Ab hin da. Aber alleine? Nope.

Am nächsten Morgen ging es dann verhältnismäßig spät los Richtung Valley of Fire. Keine gute Idee. Es waren irgendwas über 35°C und UV Index EXTREM. Ich verstehe woher der Name kommt: Nicht von den roten Steinen, sondern von dem FEUER was von oben, unten, der Seite – eigentlich von ÜBERALL auf einen brennt! Ich ließ mich aber dennoch nicht davon ab fast jeden der „kurzen“ 1 mile hiking trails zu machen. Und es hat sich auch gelohnt. Eine fette Eidechse und jede Menge rote oder andersfarbige Steine. Ein Freund meinte „rote Steine halt… meh“. Maus meinte „Der Hit! Musste sehen!“. Ich muss zugeben: Ja doch, Steine halt, aber besser als Bäume halt. Ein paar der doch sehr bunten Formationen lockten mich dann trotz der 35°C näher an sich ran. Ich scheine mehr ein Stein-Fan als ein Baum-Fan (Sequoia) zu sein 😛 – wobei letztere immerhin Schatten spendeten. Aber Steine bieten auch mehr Chance auf Eidechsen, Schlangen und Spinnen. 😉

Total verschwitzt und mit den bekannten 6 Lagen Sonnencreme freute ich mich auf den kostenlosen Campingplatz den ich in der WikiCamps App fand. 30 Minten fahrt stand ich vor dem Lake Mead. Ja, schön! Aber… Was machen die fetten schwarzen Allrad RAM Karren hier? Was machen ne handvoll Typen hier und ne handvoll da? Was macht die offene Sporttasche mit Klamotten und Bikini daneben auf dem Boden fernab vom See, fernab von Autos? Nope. Das war evt einer der Momente wo alleine reisen sicherer als in ner Gruppe sein kann. Man traut sich weniger und fährt ganz nach: Better be safe than sorry und hau hier schnell wieder ab! Also doch nochmal ne Stunde fahrt zum nächsten Government Campingplatz für $20 die Nacht. Letztendlich war dieser auch kostenlos wein der Empfangsbereich neu zementiert wurde. Cool 😀 Ab in See, leider keine Dusche. Abendessen und ab ins Bett. Morgen dann zum Grand Canyon oder so…

Schießen, Sequoia und Death Valley

Für alle die sich fragen ob ich das Schießen mit dem Kollegen aus/in Fresno überlebt hab: Ja 🙂
Irgendwie hatte er ja erst was von einer Shooting Range zwischen irgendwo und irgendwo erzählt, wir waren dann aber doch bei der, in der er als 10j Junge (damals waren die Gesetze noch anders, normal ab 12) das Erste mal Ballern war. Mit Zeitungsartikel etc. Dabei hatten wir seine 2 alten Dienstwaffen (Ja, ich habe interessante Arbeitskollegen :)), eine Glock 45 und eine Glock 9mm. Nicht so ganz das erste mal eine Waffe in der Hand, hatte die Teile schwerer in Erinnerung. Aber das erste mal eine geladene! Scheiße ey, mit dem Teil kann man Menschen töten! (Nagut, kann man mit einem Kugelschreiber auch…) aber you know what I mean. Er mir kurz gezeigt wie man lädt und auf was es so ankommt. Immer nach vorne, Finger erst an den Abzug wenn man am zielen ist etc. Also erstmal laden, kennt man ja aus Spiel und Film, klick klick klick klick. Voll. DENKSTE! Die erste Patrone geht ja leicht, aber dann. Diese verdammte Feder wird mit jeder Kugel immer fieser. Also für mehr als 6 muss man schon echt Muskeln im Daumen haben! Dann der erste Schuß. BAM. Direkt in die Brust von dem Papiermännchen. Scheiße ey, noch nie geschossen und ich hätte direkt aus ~3m Entfernung jemand töten können. :-O Über die Magazine hinweg haben wir versucht meinen „immer zu weit links unten“-Fehler zu verbessern. Fester greifen, Daumen etwas mehr hoch, Abzug sanfter drücken, irgendwie erfolgslos. Wahrscheinlich war das Teil einfach nur verstellt 😛 Dennoch. Mausetot und ein paar Headshots waren dabei. Und verdammt. So real wie es sich am Anfang angefühlt hatte wurde es nach ein paar Minuten schon mehr ein Spiel, wie eben Dart. Wie kann ich meine Technik verbessern um noch besser in den Hirnstamm (Sein Zitat: „That shoot was a direct kill!“) zu treffen?! Wer macht mehr „Punkte“. Nochmal die 9mm vergleichen… Doch sehr krass wie eine Waffe, gebaut zum Töten hier als Hobby, als „Spiel“ als „Man freut sich schon total drauf es den eigenen Kindern beizubringen“ (Ich habe ihn gefragt) gehandhabt wird. Und zugegeben: Es hat mir auch Spaß gemacht. Aber ich bleibe dann daheim doch mehr bei meinen Killerspielen als einen Jagdschein zu machen (Braucht man doch in Deutschland um im Schießstand zu schießen, oder?). Und ich hoffe die Sprengstoffkontrolle am Flughafen dreht nicht am Rad. Ich hatte meine Cam mit im Schießstand. Vielleicht nicht ganz so klug…

Die Nacht vor dem Sequoia National Park (und nicht Forest, das sind 2 unterschiedliche Gegenden) ließ ich mich erstmal von winzigen roten Ameisen, die auftauchten nachdem ich dort vor dem Camper stand, in den Fuß beißen. Google sagt Red Fire Ants – LECK MICH SO KLEIN UND SO AUA! Drecksviecher! Zum Glück aber keine Australischen 😉

Die Nacht hatte ich dann auch direkt einen Pistolen Albtraum: Ich hatte mit dem Schuss der Pistole auf irgend so ein Holzschild gezeigt/geschossen und die Kugel ist weiter in ein offenes Fenster und hat einen dicken Mann getroffen. Die Klage und Ermittlungen zogen sich danach ewig hin ob es ein Unfall war oder nicht. Scheiß Waffen!

Mit wenig Schlaf ging es dann in aller Früh nach einer kalten Dusche in den Sequoia Park. Gate nicht besetzt, beim rausfahren zahlen. Selbes Spiel wie beim Yosemite. Parkplatz kein Problem. Ich wanderte zu dem größten Baum der Welt, nicht höchsten und auch nicht dicksten aber der mit dem meisten Holz. Aha. Hatte mir den größer vorgestellt. So gehyped wie der war. Nach diesem hab ich mir dann noch einen leichteren Wanderweg aus dem Park rausgesucht und bin doch wieder 4 Stunden zwischen Bäumen entlang gelaufen. Und ja: Diese Sequoias sind doch eindrucksvoll groß! Mir kamen andere auch größer als dieser Hype-Baum da vor. Also für mich spielt da doch die Länge eine Rolle 😛 Dennoch, nach ein paar Stunden hatte ich dann doch die Schnauze voll vom Hals nach oben strecken und von großen roten Bäumen. Irgendwie glaube ich viel mehr kann man in dem Park auch nicht machen. Ok, die Bäume sind über 3000 Jahre alt. Sehr eindrucksvoll. Aber… Kein Wasserfall, nur kleine Bäche, nix zum drin schwimmen. Ich glaube 5-6 Stunden war ich in dem Park, dann bin ich am frühen Nachmittag wieder ins Auto und habe fies die Meilen geschruppt.

Ich glaube ich habe 5 Stunden lang nur Autobahn mit Büscheln und viel von nichts rechts und links gesehen. Immerhin mein erstes Tumbleweed! Gekommen bin ich bis ins:

TAL DES TODES!

Ich hatte mir einen hochgelegenen, kostenlosen Campingplatz ausgesucht und kam kurz vor dünster dort an. Kurz mit den „Nachbarn“ gequatscht. (Insgesamt waren vielleicht 4-5 Autos auf dem ganzen Platz.) und nach ein bisschen Sterne gucken direkt hingelegt. Die Sterne von dort sind wie… ihr kennt es aus Australien. Seen that, checked.

Wieder um 5:30 wach bin ich frierend bei 12°C aufgewacht und wollte nichts wie runter in dieses Death Valley wo es soooo schön warm ist. (Hochgelegen ist kälter… Warum?). Wieder mal viel zu früh angekommen, der Pool mit Dusche für $4 hatte noch über eine Stunde zu. Dafür auch das $20 Gate 😉 Also weiter gefahren, Sanddünen, mehr Nichts und Aussichten auf Nichts mit Felsen. Langsam wurde es auch immer wärmer und wärmer. Und mein letztes Ziel sollte das Badwater Basin sein. Damals wollte wohl jemand seinen Esel trinken lassen, dieser wollte nicht weil es salzig war und der Typ meinte „This is bad water“. Der Ort ist dennoch interessant, da er mit 855m unter dem Meeresspiegel der tiefste – und damit heißeste – Punkt im Death Valley ist.

So gegen 11 rum bin ich dann letztendlich wieder ins Auto und habe mich auf nach Las Vegas gemacht. Hier hatte ich ein billiges Hotel gebucht und mir den Abend für Irrsinn vorgenommen.

Yosemite Park – No pain no gain

Mittlerweile sind wieder 2 Tage rum. Montag war ja etwas scheiße, Dienstag dafür ganz cool. Am Mittwoch bin ich dann von der Küste weg und Richtung Yosemite Nationalpark gefahren. Ich dachte meine SIM Karte geht im Big Sur Park nicht weil dieser am Arsch der Zivilisation war. Doch als ich dann wieder dort ankam wo ich die erste Nacht gepennt hatte (Da hatte ich LTS und WLAN vom Hotel nebenan) merkte ich: Mit der SIM stimmt was nicht. Also nochmal im Hotel WLAN eingeloggt und zuerst der Maus Bescheid gesagt, dass es mir gut geht. Schließlich war ich mittlerweile fast 2 Tage offline. Endlich hatte ich wieder Netz und alles Emails kamen rein. Die Abrechnung von der Tankstelle fehlte aber, bzw nur 85 Cent statt $73 – Hab ich jetzt die Tanke geprellt? Anrufen geht ja nicht: Die SIM verbindet ja nicht. hmpf. Also rein ins Hotel und dort gebeten bei der Tanke anzurufen: Jaja, die 85 Cent sind Autorisierung, der Rest kommt später. 2 Tage sind rum: Nix. Keine Ahnung.

Nächstes Problem: SIM Karte, Y U NO WORK?! Die vom Kollege versucht: Nix. Im Hotel gefragt wo ein T-Mobile Laden ist: Aha, im Ort um die Ecke. Hin und gefragt was da los ist. „SIM updated“ stand im System. Registriert auf eine seltsame Firma. Er könne nix machen. Ok, scheißt drauf. Neue Karte für $50 gekauft. Die 55€ für die Karte die 30 Tage gehen sollte und nur 14 ging hol ich zurück: Pro Tip: Einfach im Land eine Karte kaufen, nicht auf Empfehlungen von Freunden von Freunden vertrauen!

Also wieder online und mit vollem (noch unbezahlten) Tank ab Richtung Yosemite. Die Landschaft änderte sich auf den 218 Meilen mehrere male sehr Eindrucksvoll. Von Küste mit Meer zu Landwirtschaft zu wuscheligem Weideland mit einem riesen See – oh wow: Plötzlicher Drohnen-Stop mit RETURN HOME ASAP Warnung wegen Wind. Aber trotzdem eine geile Aufnahme! Schlussendlich wurde es wieder grüner und mehr Bäume. Gegen Abend kam ich dann auf einem Campingplatz kurz vor dem Yosemite Park an – natürlich wieder offline.

Da ich mittlerweile ein Frühaufsteher bin ging es Donnerstag um 5:30 los Richtung Yosemite Park. Kostet ja nochmal $30 Eintritt. Scheinbar nicht wenn man vor der Öffnungszeit am Gate ist. „Closed. Pass through.“ Well. Ok 🙂

Ab hier wurde es dann wirklich eindrucksvoll! Die Straße schlängelt sich an einem Fluss entlang und rechts und links klaffen steile Felswände empor. Dort wo ein Redwood Baum wachsen kann tut er es auch. Mitunter halt auch mal auf der Straße 🙂 Nach etwa einer Stunde fahrt kam ich dann am Picknickplatz im Park an und stand neben zwei weitern Autos und 2 Rangern alleine dort. Erstmal Frühstück mit Blick auf den Yosemite Wasserfall! Eindrucksvoll! Fest entschlossen zu wandern quatschte ich die Nachbarn im Jucy Camper an, die hatten eine Karte und empfohlen einen easy walk am Fluss entlang. Klingt langweilig. Ich will zu dem Wasserfall! 4 Meilen. Was soll schon kommen?!

Fucking hell! Mit Rucksack, 2L Wasser, Sonnencreme und Foto-Equipment bewaffnet dachte ich nach einer Stunde bergauf ich sterbe. Interessanterweise hatte ich hier überall LTE Empfang und konnte immer schön mit Leuten quatschen oder auf Google Maps sehen wie weit ich bin. Ca 1/10 geschafft. Ach du Scheiße! Egal, es ist 8 Uhr und ich habe den ganzen Tag! Es wurde steiler und steiler. Ich machte mehr und mehr Pausen. Radfahren über Stunden: Kein Ding. Aber bergauf laufen? Puuuh! Nach halber Strecke dann endlich der Wasserfall direkt vor mir: OMG! Leider konnte man nicht „rein“. Aber dafür weiter hoch. OK, let’s do this! Es brauchte weitere 2 Stunden in der prallen Sonne. Aber letztendlich kam ich oben an. Fucking Upper Yosemite Falls! Und es hat sich gelohnt! Die Aussicht auf das ganze Valley, der Half Dome direkt vor einem, der Wasserfall mit Regenbogen im Sonnenschein. Eigentlich unbeschreiblich! Die Bilder können es auch kaum wiederspiegeln!

Nach etwa einer halben Stunde oben ging es dann den ganzen Weg wieder runter. Diesmal nicht auf Lunge und Ausdauer aber verdammt! Meine Knie! Insgesamt war ich hoch und runter 6 Stunden unterwegs. 1300m hoch und 1300m wieder runter. Wieder unten angekommen dann ein Sprung in den eiskalten Fluss und kurz am Strand gechillt. Die Dämmerung stand an und so fuhr ich noch beim Tunnel View vorbei zum Glacier Point um den Sonnenuntergang am Half Dome zu bewundern. Auf dem Weg leuchtet plötzlich die Reifendruck-Warnlampe auf. UND ZWAR BLINKEND mit BEEPS. Geil. Reifenwechseln im dunkeln mit Schwarzbären nebenan. Na das wird ein Spaß. Angehalten, nichts gesehen, wieder rein und vorsichtig weiter gefahren: Lampe aus. Alles super. US-Cars. Jaja.

Mittlerweile 22 Uhr, stockdunkel und der Campingplatz zu weit entfernt stoppte ich am Highway 41 und nächtigte neben einem Hiking-Trail mit Mountain Lion Warnschild. Welch eine tolle Nacht! So auch der nächste morgen. 5:30 schnell wieder ins Auto bevor der Löwe mich frisst und Richtung Fresno. Dort wohnt ein Arbeitskollege. Aber wohl noch am pennen. Also kurzer Stop an einem Park. Mittlerweile doch schon 7 und angeblich sollte das Gate zum Park ab 7am offen sein. War es nicht. Naja, mal hinten im Auto warten, vielleicht kommt ja jemand. Tat es auch. Und zwar eine Frau mit Auto, welche Fotos von mir machte und sagte „no parking, I’ll call the Sherrif“. WTF? Alles klar, weg hier!

Mittlerweile sitze ich bei meinem Arbeitskollegen, hatte eine Dusche und einen Kaffee und fühle mich wieder wie ein Mensch! Heute wollen wir schießen gehen und heute Abend wahrscheinlich dann zum Sequoia National Forest und mir 3000 Jahre alte Bäume angucken.

Road tripping

Das letzte Wochenede im Luxus ist vorbei. Mittlerweile bin ich seit 2 Tagen on the road again.

Nach der Woche Business hatte ich noch eine Wanderung zum Coit Tower angetreten und bin dabei die 400 Stufen der Filber Steps hoch und später die Greenwich wieder runter. Lohnt sich definitiv! Wie eigentlich immer dieses „hoch“.

Am Montag hab ich dann zusammen mit Jan und Sina meinen Jucy Trainlblazer abgeholt. Zusammen sind wir dann noch zum geschlossenen Nasa Center und zum Google Gelände gefahren. Kiss and bye am Airport ein wenig später war ich dann ganz auf mich gestellt. Ich muss zugeben ich hatte ja doch ganz schön Panik davor nach diesem unwirklich unmenschlichem San Francisco. Aber hey, ich hab ein halbes Jahr Australien überlebt! Meine größte Sorge sind ja wirklich Entscheidungen ganz alleine fällen und keine Campingplätze zu finden…
Entscheidung Nummer 1: Fahre ich direkt zum Yosemite oder erstmal an die Küste? Auf Bildern sah die Küste irgendwie lahm aus. Aber warum wird der Highway 1 immer so hoch gelobt? Ach ne. Direkt zum ausgebuchten Yosemite! Doch als ich dann so am Flughafen war entschied ich mich doch nochmal um: Ab ans Meer!

Kurzentschlossen bin ich dann also Montag am späten Nachmittag nach einem Grund-Einkauf doch Richtung Highway 1. Ich wollte bis Big Sur kommen. War dann wohl aber nix. Auf einmal war es schon 19:30 und der Sonnenuntergang stand vor der Tür. Ich war allerdings noch 2 Stunden entfernt. So spät bis in die Puppen eine Küstenstraße entlang wollte ich dann auch nicht, also fuhr ich an den Strand bei Marina und beobachte den Sonnenuntergang über dem Meer. Archivement unlocked! Doch wo pennen? Nebenan war ein Campingplatz. Aber alles voll, nur ein full hooked für $95! Nein Danke! Nach einem plausch mit einem Einwohner vom Platz hab ich mich dann einfach auf der Straße zwischen Camping und Hotel niedergelassen. Nach anfänglichen Sorgen ob ich hier abgeschleppt werde schlief ich dann aber doch ganz gut durch.
Dienstag war dann sozusagen mein zweiter Tag im Camper aber eigentlich der Erste richtige Tag auf Tour! Ab auf den Highway 1 gen Süden und dabei den 17 miles drive gemacht – eine Straße für die man $10,25 zahlen muss. Aber hat sich gelohnt, viele schöne Aussichtspunkte. An einem kamenmir die Tränen als ich Krabben und anderes Getier im Meer beobachte und mich daran erinnerte wie die Maus in Australien damit Stunden verbrachte. Aber die kleinen Eichhörnchen konnten mich wieder etwas aufmuntern. Am besten ich lasse ein paar Fotos sprechen:

Weiter nach Süden! Ab zu den McWay Falls. Ein Wasserfall am Strand. Wo gibt’s denn sowas? Ich war fest entschlossen hier mit der Drohne zu fliegen und nachdem dies schon 2 Leute getan haben: Ab hinterher! Der erste echte Flug an einer Sehenswürdigkeit. Ein paar Sekunden schönes Material habe ich. Aber irgendwie auch nicht mehr.
Mittlerweile gut durchgebraten und doch ein paar Stunden im Auto überlegte ich ob ich noch die 3h Richtung Yosemite machen soll oder…. Ach, ich fahr mal zu dem Campingplatz bei Big Sur. Vielleicht kann ich ja mal duschen!
Günstige $35 ärmer hatte ich dann ab 14 Uhr einen Platz auf dem Pfeiffer Big Sur Campingplatz bis zum nächsten noon. Was tun mit meiner Freizeit? Klar, erstmal den hiking trail. Der kurze war zu langweilig, also doch mal den mit den 4 Meilen Bergauf. Wie weit sind 4 Meilen überhaupt? Zu lange für mich heute. Bis zum Ende habe ich nicht durchgehalten, die Sonne war einfach auch zu brutal so ganz ohne Wind! Der gesamte Kalifornische Wind ist nämlich NUR in San Francisco! Eine schöne Blase hab ich mir trotzdem gelatscht. Aber eine ebenso schöne Aussicht hatte ich auch! Eindrucksvoll hoch oben! Zurück am Campingplatz hab ich mir dann leckeres Chicken Curry gekocht und bin erstmal direkt 2 Stunden eingeschlafen. Jetzt um 21 Uhr sitze ich in meinem Penthouse (so nennt Jucy das Schlafabteil auf dem Dach) und tippe diesen Eintrag. Offline. Ganz schön K.O. mit Blase am Fuß und Kopfschmerzen und bin ich nun am zweifeln ob ich soviele Erfahrungen noch 12 weitere Tage durchstehe… Mal sehen wie weit und wohin ich noch so komme bevor ich sage „Ich nehm mir jetzt ein AirBnB und zocke mit Wlan, Dusche und gewohntem Luxus bis zum Heimflug!“ – Die Option gibt es ja auch noch. Aber weg vom Luxus: rein ins Abenteuer; das war ja eigentlich mein Plan.

San Francisco: checked

Tag 3 und 4, also das Wochenende waren wir etwas gemütlicher unterwegs. Viel Busfahren und etwas im Golden Gate Park wandern:

Schließlich stand der Umzug in das Hotel an und nun neigt sich eine ereignisreiche Woche dem Ende zu. Ich habe mittlerweile auch das Gefühl ich habe mehr in San Francisco gesehen als daheim.

Doch fangen wir vorne an:

Montag war introduction und das erste Mal dass man alle neuen Kollegen in einem Raum gesehen hat. Wow. Die Firma ist groß geworden! Das bekommt man aus seinem homeoffice so gar nicht mit. Danach hatten wir dann einen Ausflug mit einem cable car. Nichts ahnend hatte ich die Cam natürlich zuhause gelassen, schließlich kenne ich die Ecke ja schon. Tja. Nur hatte es kein Kabel sondern einen Motor und ist einmal durch die ganze Stadt und sogar über die Golden Gate Bridge gefahren. Ich habe mich geärgert, aber einfach mal die Aussicht wirken lassen statt immer Fotos machen ist ja auch schön!

Dienstag war Hotel und Meeting only day.

Mittwoch stand ja eh noch ein Ausflug an. Und japs hier hatte ich die Cam dabei. Wir fuhren wieder über die Brücke und waren 2 Stunden wandern im Tennessee Valley. Danach ging es zum Weinanbaugebiet Napa Valley und wir probierten Weine für $48 die Flasche. Unter uns: 3€ Dornfelder mag ich lieber. Abendessen gab es dann auch sozusagen im Weinfeld mit Sonnenuntergang. Nicht sehr spektakulär aber dafür kalt. Wie schnell es hier abends abkühlt!

In der Weinregion Napa Valley konnte ich auch mal die Drohne fliegen, mit Blick auf das Weingut V. Sattui. Noch keine Videos. Die kommen noch…

Donnerstag hatten wir interessante Vorträge von Leuten aus der Szene und das typische Firmen-Programm mit Abendessen und Alkohol.

So in etwa dann auch am Freitag mit Team Meeting im Hotelpool.

Tag 2 in San Francisco

Tag 2 ist rum, bzw eigentlich Tag 3 angebrochen. Geschlafen von 23-8 Uhr: Der Jetlag scheint überwunden. Das ging schneller als erwartet!

Gestern waren wir im Stadtkern etwas shoppen und etwas Tourie-Sightseeing. Gesehen haben wir das Ferry Building, Alcatraz von weitem, Robben am Pier 39, Fisherman’s Wharf, die Lombard Street, sind kurz mit dem überfüllten Cable Car gefahren und liefen durch das schon geschlossene Chinatown. Dann auf dem Heimweg einkaufen im Whole Foods und dank Amazon Prime 10% Rabatt bekommen – Verrückt! Auf jeden Fall hat sich gestern das MUNI Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel gelohnt.

Auch auf dieser Tour, vielleicht sogar noch mehr als vorher, haben wir überall Obdachlose gesehen. Arm und reich direkt nebeneinander. Als Offenbacher/Frankfurter kennt man ja den ein oder anderen Obdachlosen. Aber hier ist das doch noch mal eine ganz andere Nummer. 🙁

Etwas schöner und ausgeschmückter hat das Sina in ihrem Blog.

Die nächsten Tage werden wahrscheinlich etwas ruhiger in den Blogs. Die ersten Kollegen sind gelandet und wahrscheinlich wird man sich mit diesen treffen. Spätestens Sonntag ziehen wir um ins Hotel – wo ein Frühstück $50 kostet!

Jetzt laber net so viel, zeig uns Bilder:

California here I come

Da bin ich nun – in Kalifornien! – mit 2 Arbeitskollegen/Freunden 4 Tage vor dem Business Meetup meiner Firma.

Aber erst nochmal zurück; warum überhaupt: Zweimal im Jahr plant die Firma ein Meeting mit allen Angestellten und Freiberuflern – damit man sehen kann wie groß neue Gesichter in diesem RL sind. Dieses mal stand – wegen einem neuen Investor – San Francisco auf dem Plan. Ja geil! Aber nur für ein 5 Tage langes Meeting 22 Stunden im Flieger sitzen und mich mit Jetlags quälen? Das lohnt doch nicht! Also spontan noch 4 Tage davor (mit meinen besten Kollegen) und sage und schreibe 2 Wochen hintendran (solo) gepackt. Mein Erster Urlaub so ganz allein… Wie das wohl wird? Aber dazu kommen wir in einer Woche…

Der 11 Stunden Flug war super angenehm. Felix – der Glückliche – hatte mal wieder Glück und 2 freie Sitzplätze neben sich. Dank der neuen Kopfhörer mit ANC fühlte sich es diesmal auch an: wie fliegen! Kein permanentes dröhnen mehr im Kopf! Jeden Euro wert!

Als Start der Reise wählten wir ein AirBNB zwischen Flughafen und Stadtkern. Für hiesige Verhältnisse günstig, zumindest wesentlich günstiger als das Hotel in das es nächste Woche geht. Der Gastgeber hatte uns vorab schon vor der „rude neighborhood“ gewarnt. Naja, wir sind ja zu Dritt. Was soll schon passieren?! Zugegeben: Bisher absolut gar nichts. Aber so ganz wohl fühle ich mich draußen irgendwie auch nicht…

Die Erste Nacht war dementsprechend kurz: Was war das für ein Geräusch? (Die Eingangstür führt direkt in mein Schlafzimmer) Warum ist das Licht draußen an gegangen? Wie viel Uhr ist es überhaupt? Die 9 Stunden in die Vergangenheit merkt man doch… Ich zumindest.

Mit einer Handvoll Stunden Schlaf ging es dann heute – Donnerstag – zu Fuß durch die Stadt. Auf dem Programm standen:

Balmy Alley – Graffity an Garagentoren

Mission Dolores Park – Park mit Hundefreilauf und Sonnenbad

Rainbow Crosswalk – Wie der Name es sagt, gelegen im „Gay Pride“-Viertel (@Maus – Das Bild ist gestellt, keine Angst 😉 )

Corona Heights Park – steep climb aber jeden Meter wert! Eukalyptus-Duft von den Bäumen und tolle Aussicht!

Buena Vista Park – Wildes Wäldchen mitten in der City mit – Achtung – Coyoten! (Und wir haben einen gesehen!)

Haight Ashbury – Das Alternativen-Viertel. Bisher mein Favorit vom Publikum her. Endlich „satan is my spirit animal“ auf T-Shirts statt 90er Baggy Pants 😉

Painted Ladies – Häuschen. Warum? Häuschen halt. Ok, schön sehen sie aus mit der Skyline im Hintergrund.

Unterm Strich viele, doch sehr unterschiedliche Ecken! Von arm und dreckig bis sehr wohlhabend mit Blümchen vorm Haus, mexikanisch, Gay Pride und alternativ. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Immer und überall ein Hauch von Marihuana in der Luft.

Morgen steht dann die Skyline von Nahem und der Hafen auf dem Plan.

Insgesamt von 11-18 Uhr, 12km zu Fuß unterwegs. Wetter 16°C mit 40km/h Wind – Wir haben alle Sonnenbrand. Gelungener Ausflug!

19.12. bis 07.01.2016 – Von Lamington zu bunten Himmeln bis hin zu Abschieden

Nun ist es soweit: ;( Wir sitzen am Airport Melbourne und warten auf unseren Rückflug… eigentlich wollen wir doch alle hier bleiben. Vielleicht…….

Aber kommen wir dazu, was die letzten… hmm… Wochen(?) so passiert ist. Viel zu schnell ging es rum. Viel zu viele km (3800) sind wir gefahren. Viel haben wir gesehen und doch Vieles war irgendwie erstaunlich ähnlich! Strände, Wälder, Straßen und Dörfer. Doch erstaunlich, wie wenig sich trotz der vielen Kilometer unterscheidet. Im Grunde bleibt halt alles schön. 😉 Die Bilder helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge:

Im Lamington Nationalpark waren unsere ersten 2 Nächte in der Wildnis mit unserem Camper. Dies nutzten wir für unsere bisher längste und steilste Wanderung. 14km, 800m runter und wieder rauf. Einen echten Weg gab es nicht, viel mehr nur einen Pfad. Dafür sahen wir Eidechsen und blaue Krebse… (mjam! Die kann man essen wie uns erzählt wurde)

Zwischen dem Park und Sydney spielen sich in meinem Gedächtnis viele Orte mit Strand ab. Byron Bay, Emerald Beach, Coffs Harbour, Port Macquarie, Newcastle, Blacksmiths. Alles ähnelt der Sunshine Coast, oder der Gold Coast, oder der ganzen Ostküste? Viele Strände, viele Touristen, viele Einheimische auf Surfbrettern und verdammt teure Campingplätze! Stimmt, es war Hochsaison und außerdem dieses Weihnachten! Ja, Weihnachten. Am Strand! Ups… eher im Regen. 2 Tage verbrachten wir mehr oder minder im Camper, trotzdem hatten wir ein schönes Fest und verdammt leckeren, selbst gebraten Fisch und Garnelen. 😉

Allmählich lernten wir, wie man verboten wildcampt ohne erwischt zu werden und sparten jede Menge Kohle mit kalten Duschen und bereiteten uns somit auf Sydney vor. Aber vorher ging es dann doch noch einmal vom Strand weg in die Blue Mountains. Dort gibt es einen absolut wahnsinnigen Ausblick! Nur nicht für uns. Denn irgendwie sahen wir exakt 47,3cm weit (siehe Jana im Nebel). Schade eigentlich. Immerhin der touristische Ausblick bei den Three Sisters war möglich, wenn man sich an TAUSENDEN Chinesen entlang kämpfte. Wahnsinn wie viele Mensch sich gleichzeitig 3 Steine anschauen! Irgendwo auf dem Weg gab es dann noch Delphine (eigentlich sahen wir sie an vielen Stellen, surfend mit den Wellen), Koalas in einem Koala-Hospital ;( – Tolle Arbeit, die die Leute da für die Opfer von Hunden, Autos, Feuer oder Chlamydien leisten! -, Alpakas und lustige Steinformationen durch welche die Wellen schlagen.

Angekommen in Sydney war unser erstes Ziel eine Stelle für Silvester ausfindig zu machen. Also ab zu Macquaries Chair. Schön da! Aber an New Years Eve sicher die Hölle! Mal sehen was man sonst noch so findet… Aber wenn man schon einmal da ist: Wir sind ins Aquarium und hoch auf den Tower. Lohnt finde ich. Alleine das Becken mit den Haien! Beeindruckende Tiere! Weiter zum NYE-Spot. Insgesamt 5 Stellen haben wir uns angeschaut und zum Schluss dann doch relativ zufällig eine super Stelle gefunden. Hier stand der Camper 2 Tage an einer kostenlosen Stelle und unser Zelt sicherte zusammen mit Decken und Handtüchern einen Platz mit der Perfekten Aussicht. Gut, dass wir so früh da waren. Wie sich die nächsten 2 Tage herausstellte, fanden noch mehr Leute die Stelle gut! Pretty voll hier, aber alles in allem sehr entspannt. Ein gesicherter Platz bleibt gesichert und selbst beim Feuerwerk kann man sitzen bleiben. Das dachte ich nicht! Dafür dachten wir, dass das Feuerwerk selbst länger geht! Kaum hat man angestoßen und eine Handvoll Fotos gemacht war es nach 12,5 Minuten auch schon vorbei :-O. Und dafür warteten wir jetzt 2 Tage und 2 Nächte hier? Nagut. Es waren 6 Stellen am Himmel erleuchtet und das mit einer Menge an bisher nie gesehenen Formationen und Farben. Einmal im Leben! *check*

NYE war vorbei und noch einiges an Weg stand vor uns. Also ab in den Van und km schruppen! Vorbei an einem riesen Merino (Die Australier haben quer verteilt „Big Things“. Die spinnen! Aber gut, hier ist ja eh alles größer als man es kennt.) und einer Statue von Ned Kelly. Ab in die Haupstadt des Kontinents, aha, langweilig hier, und weiter zu den 12 Aposteln, dem zweit meist fotografierten Motiv in Australien. Unten 2 von den noch stehenden 8, hier ist das Meer schöner, weil ausnahmsweise mal die Sonne heraus kam. Ja, irgendwie war es verdammt kalt! Was ist los?! Australischer Sommer? Regen, Wind, kalt. Fast die Hälfte der Tour war das Wetter nicht auf unserer Seite. Man merkt, dass die Regenzeit hier anfängt. Vielleicht besser abzuhauen, bevor die wirklichen Unwetter hier anfangen…

Kurz vor Schluss machten wir noch eine Detour zu einem „Koalas in the trees“-Spot in WikiCamps. Oha! Bestimmt 20 Stück waren hier in den Bäumen entlang der Straße verteilt! Schön zu sehen. Es gibt also doch noch mehr als man auf den ersten Eindruck denkt! Ein paar km weiter auf der Great Ocean Road wütete ein Buschfeuer. Nicht dran zu denken wie viele Tiere hier… als wir da durchfuhren (als die Straße wieder offen war). So hat alles seine 2 Seiten hier down under. Trockenheit und Hitze kosten vielen Tieren und Menschen Heim und Haus. 🙁

Unsere letzte Nacht in Melbourne gingen wir noch einmal dort Essen, wo alles begann und verzockten unser letztes Bargeld im Casino. Dekadent groß! Und dekandent überhaupt…. Flammenwerfer-Türme vor der Tür z.B. Aber viel zu schnell war das Geld weg und der Traum von ein Haus am Meer war wieder etwas weiter in die Ferne gerückt.

Tja, nun sitzen wir hier und verdrängen die Gedanken, dass alles vorbei ist, denn sofort kommen die Tränen. Tröstlich ist der Gedanke, eines Tages (z.B. in 2 Monaten wenn man merkt wie scheiße das Wetter in Schland ist!) zurück zu kommen. In das Land wo alles größer, spannender und abenteuerlich ist.

14.12. bis 19.12.2015 – Sand, Sunshine Coast und volle Busse

Jo, ich bin mal wieder dran mit Blog schreiben… Viel ist passiert, viele Bilder rödeln im Hintergrund durch die Bearbeitung…

Auf jeden Fall war der Rückflug aus Neuseeland sehr entspannt und ich freute mich wieder auf das warme Wetter! Irgendwie bin ich doch mehr auf der Seite der Aussies was diese zwei Länder anbelangt. Neuseeland war für mich eine nette Abwechslung nach der langen Zeit in Australien, erinnerte mich aber durch das Wetter und die Flora zu sehr an „daheim“. Ja, angekommen fand uns mein Bro direkt im Airport in Brisbane. Das hat super geklappt, auch die Fahrt danach mit Uber lief problemlos. Gute Sache dieses Uber im Vergleich zu normalen Taxis! Den ersten Abend wollte ich dann noch Brisbane bei Nacht fotografieren und lief mit Stephan zum Fluss. Auf dem Weg die bekannten Gesichter: Possums, Flying Fox, fette Spinnen. Kenn ich. Stephan aber nicht, so erschreckte er sich erstmal, als die 1m Fledermaus über uns aus dem Baum kam 😀

Nach der ersten Jetlag Nacht, immerhin hatten auch wir 3h Zeit-Versatz und waren voll im Camping/Sonnenaufgang-Zyklus, ging es dann wieder mit Uber zum Van-Anbieter. Kleiner als gedacht! Das wird lustig zu dritt! Aber no worries! Ab zu Leon und unser Sack und Pack in den Van: VOLL. Ups! Egal, weiter zum Supermarkt und Futter, Wasser, noch mehr Campingkram gekauft und los geht es!

Unser erstes Ziel war Fraser Island. Auf dem Weg machten wir 2 Nächte halt in Noosa Heads. Fette Pelikane am Strand – Ja da ist mein OZ wieder! Jeden Tag ein neues, unbekanntes Tier mit dem ich nicht gerechnet habe! Viel machten wir hier nicht, eine kleine Wanderung zu einem Delphin-Aussichtspunkt, an dem keine Delphine, dafür wieder mal Riesenschildkröten waren und etwas entspannen, zusammen mit gefühlten 1000 Kindern von Einheimischen – denn die Sommerferien fangen hier am 14.12. an und Aussies fahren dann mit ihren Kids zum Campen! UND ZWAR ALLE!

Weiter ging es nach Rainbow Beach, wo unsere Überfahrt zu Fraser Island am nächsten Morgen um 7 Uhr auf dem Programm stand. Leider war kein Tagestrip mehr frei, deswegen nur eine eintägige Busfahrt über diese Sandinsel. Ja, BUSFAHRT IM SAND! Das muss man sich erstmal vorstellen: Vor uns dicke 4WD Autos, die sich schauckelnd im Dschungel durch puren, feinden, weißen Sand quälen und dahinter ein 40-Mann-Tourbus mit einem super lustigen Fahrer, der versucht per „sanftem hupen“ die Autos zu überreden, ihn vorbei zu lassen. Weil so ein 20 Tonnen, Doppel-Dieselmotor betriebener 4WD Bus kann mit 2cm links und rechts zu 1000 Jahre alten Bäumen schneller durch den Sand heizen (und wir zum Takt der Erhebungen dazu auf der hintersten Bank hüpfend). Danke Sicherheitsgurte! Wir hatten es ja auch eilig. Es stand Lake McKenzie, bunte Sand Pinnacles, ein 80 Jahre altes Schiffswrack, dass Japaner dort zurückgelassen haben und eine kleine Wanderung und mehr auf dem Programm. Was gibt es hier zu berichten? Das Wrack ist cool und Lake McKanzie IST DER WAHNSINN! Also Whitehaven Beach war echt schön, aber hier war es im Grunde genau so, nur dass man in reinem Regenwasser schwimmen konnte! Welch eine Wohltat nach dem Jellyfish-Salzwasser! 😀 Leider hatten wir hier nur 40 Minuten Zeit.

Ab jetzt ging die weitere Tour nur noch in Richtung Süden, weg von den Jellies zu Stränden, an denen man gefahrlos schwimmen kann, vorbei an der Sunshine Coast, durch Brisbane durch und ab an die Gold Coast. Hier machten wir einen Stop in Surfers Paradise. Trotz Wolkenkratzern eigentlich ganz schön hier! Und wie der Name es ja schon sagt, nutzte Stephan den Tag zum Surfen.