Tag 5: Höhlen und Berge

Irgendwie stehen wir immer später auf und eigentlich wollten wir ja auch noch im Montaña Caldereta auf 1-2 Vulkane wandern, aber mir war das gestern schon genug „Spazieren auf Splitt“. Ist zwar alles super schön, aber man läuft 30 Minuten und es ändert sich nichts. Keine neue Pflanze, kein Tier, nur mehr Splitt und aus geologischer Sicht noch mehr von dem schwarzen Baby-Gestein.

Also verschoben wir die Wanderung und überlegten beim Frühstück wann wir die Tour in den Nationalpark Timanfaya buchen. Huch! Die nächsten Tage alle ausgebucht! Also schnell für den Freitag gebucht. Und wenn wir schon beim buchen sind, lass uns doch heute mal in die entgegengesetzte Richtung erkunden. Nach unten. Also ab zu der Höhle Cueva de los Verdes. Wir hatten zwar schon eine absolut tolle Höhle in Sardinien (Grotte Is Zuddas) gesehen und ich glaube die hier kann da nicht mithalten. Aber wenn man schon mal da ist…

Die Höhle entpuppte sich dann doch als lohnenswert. Sie ist komplett anders. Andere Steine, andere Formen. Und am Ende etwas sehr spannendes: Einer der Besucher bekam einen Stein in die Hand, den er dann in den Abgrund werden sollte. Platsch! Der Abgrund war gar keiner. Das war ein See in dem sich die Höhlen Decke gespiegelt hat. Faszinierend.

Nach der Höhle ist vor der Höhle und so warf ich noch einen Blick in eine, die von ChatGPT empfohlen wurde, 2 Minuten nördlich der Touristen Höhle. Ohne Wege. Ohne Lampen. Ohne Touristen. Jana und Steffen trauten auch nicht, aber ich schnappte mit die Handy Taschenlampe und steckte mal meine Nase rein. Als ich dann aber merkte, dass ich ohne Taschenlampe einfach komplett blind war drehte ich lieber wieder um. Habe ich hier jetzt ein neues Hobby unlocked? Werde ich in Zukunft unbekannte Höhlen erkunden? Vielleicht vorher nochmal The Descent gucken 😂

Nach den Höhlen machten wir uns dann noch im 10 Minuten Takt zu anderen Sightseeing Spots hier im nördlichen Teil der Insel. Diese Ciudad estratificada waren Steine? Sind das Steine? Es war einfach noch mehr Splitt, den man mit den Fingern vom Konstrukt lösen konnte, was viele Besucher in Form von Schrift in den Gebilden taten. Wahrscheinlich kräht hier auch kein Hahn nach noch mehr Splitt 🙄

Den Abend ließen wir dann mit Tapas im Restaurant abklingen. Müde und ohne Whirlpool ging es recht früh ins Bett.

Tag 4: Im Vulkan

Den neuen Tag startete ich mit einem kleinen Ausflug an das ca. 5 min entfernte Ufer. Leider auch heute etwas zu bewölkt um den Sonnenaufgang einzufangen. Zurück an der Unterkunft gab es wie immer Frühstück. Im Anschluss klarte der Himmel etwas auf und wir sind das erste mal in den Pool zum Schwimmen. Auch wenn dieser beheizt ist, war es doch recht frisch, aber nach einer Weile doch ganz gut. Jana und Felix sind im Anschluss in den Whirlpool. Auch an Tag 4 haben wir es da nicht zu dritt rein geschafft 😀

Dann ging es auch schon los. Unser heutiges Ziel: Der seitlich offene Vulkan Caldera de Los Cuervos. Dieser Vulkan ist beim Ausbruch wohl seitlich aufgebrochen, so dass man komplett in ihn hineinlaufen kann. Absolut beeindruckend sich das Innere anzuschauen. Im Anschluss sind wir dann noch eine Runde um den Vulkan gelaufen, die deutlich länger gedauert hat als zunächst angenommen.

Auf dem Rückweg haben wir noch noch den Ort El Golfo mit dem Blick auf den „grünen See“ Mirador del Charco de Los Clicos angesehen. Schon nett anzusehen, aber mehr auch nicht. Dafür waren der Strand und die dort vorhandenen Wellen beeindruckend. Ich denke nicht, dass ich bisher solch mächtige Wellen live gesehen habe.

Zurück zu Hause wurde wieder gegrillt. Dieses mal leckere Burger. Ich bin dann nochmal in den Whrilpool, aber aufgrund der vielen Unternehmungen ging es doch recht früh ins Bett.

Tag 3: Las Grietas und Arrecife

Unser dritter Tag startete wieder mit einem schönen Frühstück auf der Terrasse, auch wenn das Wetter weiterhin recht bewölkt und windig ist.

Im Anschluss direkt wieder einen Plan geschmiedet: Es soll in die Hauptstadt gehen und auf dem Weg dorthin noch eine Felsspalte angeschaut werden. So starteten wir um die Mittagszeit, dieses mal über einen Passweg und nicht über die Autobahn. Bisschen kurvig und Steil, aber nichts, was wir in anderen Urlauben noch nicht gefahren waren.

Und dann waren wir bereits an unserem ersten Ziel: Las Grietas Eine wunderschöne Vulkanlandschaft mit Spalten, die man begehen kann. Durchaus eng aber faszinierend. Von diesen Spalten sind mehrere vorhanden. In der Enge geht es dann noch gut bergauf. Aufgrund des Stadtbesuchs hatten nicht die Wanderschuhe an, was durchaus sinnvoll gewesen wäre. Auf jeden Fall einen Besuch wert und ein Spot für tolle Fotos.

Im Anschluss ging es weiter Richtung der Hauptstadt Arrecife. Wir haben am Stadtrand kostenfrei geparkt und sind dann die Promenade in die Stadt gelaufen. Auf dem Weg haben die Insel Islote de Fermina besucht. Ein künstlich angelegtes Schwimmbad, das 2023 erbaut, aber nicht eröffnet wurde. Irgendwie etwas komisch, den Besuch kann man sich sparen.

Die Stadt ist ganz nett, hat aber auch sehr viele leerstehende Geschäfte und Läden. Eine kurze Pause für ein Eis haben wir bei Antiu Xixona eingelegt und sind dann zurück Richtung Auto und Unterkunft.

Am Abend wurde auf unserer Terrasse lecker gegrillt und der Abend mit der nächsten Runde des Spiels Haven beendet. Dieses Mal aufgrund von Müdigkeit sogar ohne Whirlpool. Das wird nicht nochmal passieren!

Tag 2: Haus-Vulkan

Nach der ersten mehr oder weniger unruhigen Nacht, in der sich Jana ausgesperrt hatte und von Felix dann auch wieder rein gelassen wurde, startete der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Veranda.

Erstes Ziel: Der Vulkan Montana Roja, ca. 170 Meter hoch, welcher sich direkt vor unserer Haustür befindet. Wanderschuhe an und los ging es. Der Aufstieg war okay und die Aussicht oben war schon sehr schön. Der Krater ist wunderschön grün bewachsen und allgemein ist die Insel grüner, als man gedacht hätte. Allerdings ging besonders dort oben ein heftiger Wind. Man hatte das Gefühl mit ausgebreiteten Armen jederzeit abheben zu können.

Bleibt abzuwarten ob Felix seinen Plan, zum Frühsport jeden Morgen den Berg zu besteigen, umsetzt. 😀

Zurück in der Unterkunft wurde, auch aufgrund des mäßigen Wetters, erstmal eine Runde zu spielen. Hierzu hat Felix die Hälfte seines Handgepäcks für ein komplexes Brettspiel geopfert. Wir waren gut: Die „Ratzen“ wurden direkt in der ersten Runde besiegt. To be continued…

Gegen Abend sind wir an die ca. 5 Minuten entfernte Strandpromenade und an dieser entlang Richtung einem Spot mit mehr Restaurants. Auf dem Weg dorthin direkt einem hübschen Krebs am Ufer aus vielen schwarzen Lavasteinen begegnet.

Unser Ziel: Die Pizzeria L’Artigiano Forno Ristorante, welche wir aufgrund der guten Bewertungen rausgesucht hatten. Die Pizza war tatsächlich sehr lecker, auch wenn das Ambiente eher dem einer Kantine geglichen hat.

Nach Rückkehr in die Unterkunft ging es natürlich wieder in den Whirlpool, welcher bei den eher mäßigen Außentemperaturen und vielen Wolken einfach perfekt ist um mit einem Blick aufs mehr wieder so richtig aufzuheizen. Nach ein paar Runden Karten ging es dann auch ins Bett.

Tag 1: Willkommen auf Lanzarote

Da sind wir wieder! Nach dem Seychellen Urlaub sind schon wieder zwei Jahre vergangen und wir waren seitdem zwar im Urlaub, aber nicht mehr zu dritt. Zeit für die Weiterführung des Blogs.

Wie immer startet die Reise am Flughafen in Frankfurt. Dort hinzukommen war dieses mal aufgrund von Bauarbeiten an der S-Bahn nicht so einfach. An diese Stelle vielen Dank an Ralf, der uns zum Flughafen gefahren hat. Mit Discover Airlines in der Economy Class ging es mit etwas Verspätung los. Und gut vier Stunden später sind wir auch schon hier: Auf Lanzarote, der Vulkaninsel. Shuttle von Flughafen zur Anmietstation von Avis und dort unseren Mietwagen bekommen. Einen kleinen Citroen C1. Sollte reichen 🙂

Direkt weiter zu unserem Airbnb. Eine kleine „Villa“ mit beheiztem Pool und zusätzlich einem Whirlpool. Dem Casa Olgita. Man gönnt sich ja sonst nix 😉 Vom Host Olga wurden wir freundlich empfangen. Alles sauber, modern und gut ausgestattet. Und mit direktem Blick aufs Meer.

Nachdem wir uns eingerichtet und Haus und Garten inspiziert haben ging es zum Essen nur ein paar Meter weiter zur Bar Arena. Hier gab es wirklich leckere und günstige Burger mit wirklich guten Service. Eine Art von Geheimtipp für den kleinen Geldbeutel. Am Abend wurde es doch recht kühl, besonders durch den Wind.


Also war aufwärmen im Whirlpool angesagt, was Felix und ich dann auch schnell umgesetzt haben. Sehr nice zum Aufwärmen und unter Sternenhimmel. Im Anschluss sind wir dann nach dem Reisetag doch recht schnell ins Bett.

Tag 14+15: Abschied nehmen

Den vorletzten Tag begannen wir mit einem „Reste-Frühstück“ in unserer Unterkunft. Da der vorherige Tag mit dem Tail etwas anstrengend war, ließen wir es gemütlich angehen.

Zunächst bin ich Vormittags nochmal zum Beau Vallon Beach gefahren, war etwas schwimmen und noch eine Kok(o)s!-Nuss trinken. Was wir gelernt haben: Man kann auf den Seychellen seinen Rucksack etc. auch alleine am Strand liegen lassen ohne Angst zu haben, dass dieser geklaut wird. Kriminalität haben wir in unserem Urlaub zumindest nicht mitbekommen.

Am Nachmittag ging es mit Jana nochmal zu einem neuen Strand, dem Glacis Beach. Dieser war ebenfalls ganz nett, kam aber an die anderen Traumstrände nicht ganz heran. Man sollte übrigens auch immer die Gezeiten im Plan haben, denn mit der Flut wird der ein oder andere Strand doch recht klein. Bei diversen anderen Strandbesuchern wurden schon mal die Handtücher nass oder die Schuhe weggespült.

An Strand war ein Gruppe einheimischer Jugendlicher, die ohne Furcht von einem Felsen in die welligen Fluten gesprungen sind. Ein junger Mann kam dann in unsere Nähe, sprach uns an und setzte sich zu uns. Er wohnte ganz in der Nähe und kommt jeden Tag an den Strand. Schwimmen lernte er, indem er ins Wasser geworfen wurde. Mit der Schule war er bereits fertig, sprach aber tatsächlich als einer der wenigen, die wir kennen lernten, nicht so gut Englisch und musste über die ein oder andere Vokabel nachdenken.

Er hatte sich vor 3 Monaten am Fuß verletzt und sein Knöchel war noch immer dick. Im Krankenhaus sagten sie es sei nichts gebrochen und schicken ihn wohl nach Hause. Vorher hat er als Rettungsschwimmer und im Bergbau gearbeitet, was nun nicht mehr möglich war. Wir vermuten er kommt aus eher ärmeren Verhältnissen aus der Insel. Nach dem freundlichen Gespräch hat er sich dann von uns verabschiedet.

Abends ging es dann ein letztes Mal ins Wooden House, in welchem wir wieder begrüßt wurden und in dem es so voll war, dass wir nur drinnen einen Platz bekommen haben.

Und dann war er schon da: Der Tag der Abreise. Im Vorfeld konnten wir zum Glück bereits mit Bina klären, dass wir die Unterkunft bis zu einer beliebigen Uhrzeit am Abenden nutzen konnten. So entstand zumindest kein Stress. Zum Frühstück ging es nochmals ins La Dolce vita.

Leider war Jana am Abreisetag von Kopfschmerzen und Magen-Darm beeinträchtigt und hat sich tagsüber versucht zu erholen.

Felix und ich sind ein letztes Mal an den Soleil Beach. Die Wellen waren auch aufgrund des etwas stärkeren Windes so hoch und mächtig, wie zuvor nicht. Ich schätze mal so ca. 2,5 Meter sind realistisch. Ich habe in oder unter den Wellen auf jeden Fall das ein oder andere unfreiwillige Salto geschlagen, inklusive kostenloser Mund-Nasen-Ohren Salzspülung. 😀 Der nette Mann an der Bar hat uns noch frohe Ostern und eine gute Heimreise gewünscht.

Zurück in der Unterkunft wurde dann wieder alles in die entsprechenden Rucksäcke gestopft und Abschied von unserer Hauskatze Flöhchen genommen. 🙁

Auf dem Weg zum Flughafen ging es nochmal ins Mahek zum Essen und am Flughafen wurde der Mietwagen von unserer Autovermietung Doffay Car Rental wieder ganz unproblematisch in Empfang genommen. Diesen Laden können wir auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.

Am Flughafen selbst war es dann etwas chaotischer. An den Schaltern zur Gepäckabgabe gab es kein richtiges System. Obwohl wir bereits am Vorabend online eingecheckt hatten, wurde beim Gepäck von jedem der Ausweis kontrolliert und eine zusätzliche Bordkarte wurde ausgedruckt. Selbst die Handgepäckstücke erhielten einen Anhänger. Dies führte dazu, dass wir ca. 1 Stunde anstanden um das Gepäck aufzugeben.

Die Sicherheitskontrolle fand in einem klimatisierten Raum statt, vor dem Eingang hatte sich allerdings eine lange, unorganisierte Schlage gebildet, deren Ende mit den Schlagen der Schalter kollidierte. Dann nochmal Ausweis Kontrolle und Stempel. Die Kontrolle selbst war irgendwie ein Witz. Ein- und dieselbe Person war dafür zuständig, zu helfen das Gepäck auf die Bänder zu packen, Anweisungen zu geben was ausgepackt werden muss und zugleich auf den Scan-Monitor zu schauen. So liefen etliche Rucksäcke zwar durch den Scanner, auf den Bildschirm schaute aber niemand. Der Bereich am Gate war viel zu klein für die Menge der Fluggäste. Selbst zum Stehen war nicht genug Platz. Wenn man europäische Standards gewöhnt ist, dann alles sehr chaotisch.

Hat aber trotzdem geklappt und um 23:30 war unser Abenteuer Seychellen leider beendet. 🙁

Tag 13: Coconuts for free und Trail „Anse Major“

Wir saßen morgens gemütlich auf der Terrasse, als auf einmal vor uns eine Kokosnuss vom Baum fiel. Felix schnappte sich diese und schaffte es tatsächlich sie zu öffnen. Nice, so Kokosnüsse umsonst vor der Haustüre zu haben. 🙂 (Übrigens hüteten wir uns davor, uns unter Kokosnusspalmen aufzuhalten. Das kann sehr gefährlich werden!)
Nach der Mittagshitze machten wir uns auf zu dem Anse Major Trail. Mir hat der steinige Wanderweg super gut gefallen: Man geht zwei Drittel des Pfades auf und zwischen größeren, runden, dunklen Felsen mit viel Grün drumherum, entlang.

Der Ausblick von dort oben auf die umliegenden Inseln ist wunderschön gewesen! Der Rest des Weges hat aus einer kleinen Höhle und einem Dschungelpfad mit Lagune am Meer bestanden.

Das Ziel ist ein schöner, kleiner Strand (nebenan liegt ein zweiter) gewesen. Eigentlich stand Schnorcheln mit auf dem Plan, aber es war mir etwas zu riskant mit der Brandung. Wir gingen uns abkühlen, auch weil es mal wieder kaum auszuhalten war vor lauter Feuchtigkeit.

Es fing dann plötzlich zu regnen an. Aber das kannten wir ja schon und es machte uns nicht wirklich etwas aus. Leider war die Waacha Bar an diesem Tag nicht besetzt. Diese sah aber generell sehr einladend aus.


Auf dem Rückweg mussten wir etwas vorsichtiger laufen, weil die Steine durch den Regen noch rutschiger waren, als auf dem Hinweg. Ich wollte zuerst schon eine Empfehlung für den Trail für größere Kinder und fitte, ältere Meschen abgeben, aber ich bin allein schon auf dem Hinweg hingeglitscht … Ich würde ihn ab dem Jugendalter empfehlen und vielleicht eher für die Morgenstunden.
Abends gingen wir in Beau Vallon zum dritten (!) Mal schön Essen in der Baobab Pizzeria.

Tag 11 +12: Hallöchen vom Flöhchen

Wie schön es ist mit Meeresrauschen aufzuwachen! Aufstehen, Tür öffnen, Blick auf das Meer …

… und eine Begrüßung von der freundlichen, jungen Katzi – von uns liebevoll „Flöhchen“ genannt. Hart wollte ich bleiben (nicht füttern und streicheln)! – Schon einmal vorweg genommen: Es hat nicht geklappt. Es sind eben hier diese Urlaubshaustiere überall und nein, wir haben diese süßen, anhänglichen Tiere nicht mit nach Deutschland genommen. Es sind Inseltiere.
In Beau Vallon, im Café La Dolce Vita genossen wir ein leckeres Frühstück. Dort gibt es eine internationale Auswahl an Mahlzeiten und frischen Orangensaft. Klare Empfehlung!
Noch ein kurzer Spaziergang an unserem „alten“ Strand entlang …

… und danach machte jeder an dem Tag so sein Ding: Steffen ging zu Fuß (30-Minuten-Marsch) zum Soleil Beach und nutzte dort auch die Beach Grill & Bar mit lecker Bierchen, während Felix und ich in der Unterkunft chillten.
Abends ging es in das Barefoot Restaurant. Es war ganz gut, aber kein Vergleich zu dem Buffet im Boat House. Hier oben ist die Auswahl eben auch sehr gering, was die Gastronomie angeht und man darf sich an der einen oder anderen Kakerlake im Restaurant nicht groß stören. – Kakerlaken in der Unterkunft und besonders im Schlafzimmer zu ignorieren, wird hingegen schon schwieriger …! Wir kehrten vom Essen zurück und Steffen fand in seinem Zimmer nicht nur eine Kakerlake vor, sondern auch einen Riesenläufer. Das der Hundertfüßer das giftigste Tier auf den Seychellen ist, fanden wir dann über Google heraus. Was für eine Aufregung! So langsam dämmerte uns, warum die Gastgeberin im AirBnb zuvor so krass auf Sauberkeit im und um das Apartment herum geachtet hat. (Es kam der leise Wunsch auf, wieder bei Doris zu wohnen.) Zum Glück hatten wir Flöhchen als Wachkatze vor der Tür. 😉 – Diese Nacht war mit Abstand die unruhigste und schlechteste! Ob wir uns tatsächlich bei Doris melden würden, wollten wir am nächsten Morgen entscheiden.

Nach dem Krisenstab 2.0 entschieden wir, in diesem AirBnB zu bleiben.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag einen Trail wandern, aber Felix ging es nicht so gut und so fuhren wir wieder zu dem geliebten Soleil Beach.
Steffen und Felix holten später noch bei Leo’s Food Bus (Fisch-)Burger sowie Pommes und wir ließen den Abend ausklingen.

Tag 10: Machabée – Umzug direkt ans Meer

Um 9:00 Uhr war der Check-out geplant und zeitlich hat alles gut geklappt. Die Umzüge von einer in die nächste Unterkunft sind eigentlich immer recht stressfrei, da man nicht „sinnvoll“ packen muss und zur Not alles in den Mietwagen wirft. Doris hat uns ganz herzlich verabschiedet. Wirklich eine tolle Familie. Ihre D&M Apartments können wir uneingeschränkt weiter empfehlen.

Nach kurzer Fahrt in den Norden wurden wir in Machabée von der Haushälterin Bina in unserer neuen Unterkunft Le Rocher de Machabée begrüßt. Entgegen anderer Rezensionen gab es keine Grundausstattung im Kühlschrank und ein Toaster und eine Mikrowelle musste erst noch besorgt werden. Erfreulicherweise konnten wir aber direkt einchecken, was natürlich super war.

Der Ausblick von der Terrasse ist einfach Wahnsinn. Man sitzt wirklich direkt am Meer, welches am Ufer schön mit Palmen bewachsen ist. Hier kann man sich einfach hinsetzen und genießen. Zum Einkaufen gibt es nur wenige Minuten entfernt einen kleinen Super Market mit einem sehr netten Besitzer. Kassenzettel gibt es nicht, und die Preise werden einfach mit einem Taschenrechner zusammen gerechnet. Hier muss man sich ein bisschen darauf verlassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden, aber diesen Eindruck hatten wir auch nicht.

Ich habe mich dann auf den Weg zum 2 Minuten entfernten Public Beach gemacht und wurde das erste Mal auf den Seychellen enttäuscht. Der Strand ist doch recht ungepflegt, Glas und Müll und außerdem keine Schattenplätze, was bei dem UV- Index tödlich ist. Also schnell ins Wasser gehüpft (welches auf den Seychellen immer so ca. 29-30°C hat) und dann zurück in die Unterkunft.

Deshalb sind wir mit dem Auto dann an den 5 Minuten entfernten Soleil Beach gefahren. Dieser war wieder wie auf den Seychellen gewohnt, traumhaft und sauberer und mit Schattenplätzen. Hier haben wir dann auch gleich wieder neue Freunde in Form von zwei Hunden gefunden, die auch sehr lieb und zutraulich waren. Auf das Streicheln haben wir aber aufgrund der letzten Erfahrungen verzichtet 😀 Nach dem Sonnenuntergang am Strand und kurzen Erfrischen zu Hause ging es am Abend in das Rock Pool Restaurant, welches auch lecker ist und direkt am Meer liegt.

Tag 9: Privatstrand in der Bucht „Anse Petite Marie-Louise“

Freudig lächelnd und mit Schwanzwedeln wurde ich am nächsten Morgen vor meiner Tür begrüßt. Also direkt den Hundekriesenstab einberufen. Nach kurzer Beratschlagung entschieden wir Feiniii mit dem Auto zurück an den Strand zu fahren, von welchem er uns gefolgt war. Auf der Fahrt gab es kein Bellen oder Jaulen. Am Strand angekommen, Kofferraum auf und dann mit dem Auto, mit einer Träne im Auge schnell weg.

Allgemein noch eine Anmerkung zu Straßenhunden auf den Seychellen. Es gibt hier und dort ein paar, aber nicht so extrem. Die Hunde sind alle eher schüchtern und musste in unseren Fällen nie Angst vor ihnen haben.

So waren wir zumindest früh wach und konnten uns mit dem Plan für den Tag beschäftigen. Als Ziel haben wir uns den Strand Anse Petite Marie-Louise im Süden der Insel ausgesucht. Zwar nur ca. 30 km entfernt, aber dennoch ca. 1 Stunde Fahrzeit, da bis auf wenige Ausnahmen auf der Insel ein Tempolimit von 40 km/h gilt.

Durch Google wussten wir bereits, dass der Strand etwas abseits liegt und wir ca. 10 Minuten über Waldpfade dorthin müssen. Also vor Ort geparkt und den Eingang zum Weg auch direkt gefunden. Trotzdem sind wir an einer Gabelung falsch abgebogen und erstmal zu tief in den Wald. Nachdem die Geräusche des Meers aber immer weniger wurden, kehrten wir um und nahmen dann doch den richtigen Weg.

Am Strand angekommen wurden wir nicht enttäuscht. Einfach traumhaft und komplett menschenleer. So sollte es auch die komplette Zeit bleiben. Nach etwas Schwimmen und Schnorcheln beschäftigte sich Felix mit „Steinspringern“, welche an den nassen Steinen massenhaft vorhanden, aber doch recht scheu waren. Ich nutzte die Zeit und traumhafte Fotos zu machen. Dieser Strand ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Personen, die gerne ihre Ruhe haben und einen kurzen Weg durch den Wald in Kauf nehmen.

Auf dem Rückweg sind wir in Beau Vallon an die Strandpromenade und haben bei Leo’s Food Bus Burger und Fries zum Mitnehmen geholt, welche auch sehr lecker waren. Der Strandparkplatz, der sonst nur mäßig voll war, glich an diesen Abend einer Party. Viele Autos mit Musik in Disko Lautstärke, die sich gegenseitige versuchten zu übertönen. Später haben wir erfahren, dass der Sonntag für die Einheimischen meist der freie Tag ist, und diese deshalb auf diese Art und Weise am Strand feiern.

Da am nächsten Morgen unser Umzug in die nächste Unterkunft anstand, sind wir auch recht zeitig ins Bett.