Tag 14+15: Abschied nehmen

Den vorletzten Tag begannen wir mit einem „Reste-Frühstück“ in unserer Unterkunft. Da der vorherige Tag mit dem Tail etwas anstrengend war, ließen wir es gemütlich angehen.

Zunächst bin ich Vormittags nochmal zum Beau Vallon Beach gefahren, war etwas schwimmen und noch eine Kok(o)s!-Nuss trinken. Was wir gelernt haben: Man kann auf den Seychellen seinen Rucksack etc. auch alleine am Strand liegen lassen ohne Angst zu haben, dass dieser geklaut wird. Kriminalität haben wir in unserem Urlaub zumindest nicht mitbekommen.

Am Nachmittag ging es mit Jana nochmal zu einem neuen Strand, dem Glacis Beach. Dieser war ebenfalls ganz nett, kam aber an die anderen Traumstrände nicht ganz heran. Man sollte übrigens auch immer die Gezeiten im Plan haben, denn mit der Flut wird der ein oder andere Strand doch recht klein. Bei diversen anderen Strandbesuchern wurden schon mal die Handtücher nass oder die Schuhe weggespült.

An Strand war ein Gruppe einheimischer Jugendlicher, die ohne Furcht von einem Felsen in die welligen Fluten gesprungen sind. Ein junger Mann kam dann in unsere Nähe, sprach uns an und setzte sich zu uns. Er wohnte ganz in der Nähe und kommt jeden Tag an den Strand. Schwimmen lernte er, indem er ins Wasser geworfen wurde. Mit der Schule war er bereits fertig, sprach aber tatsächlich als einer der wenigen, die wir kennen lernten, nicht so gut Englisch und musste über die ein oder andere Vokabel nachdenken.

Er hatte sich vor 3 Monaten am Fuß verletzt und sein Knöchel war noch immer dick. Im Krankenhaus sagten sie es sei nichts gebrochen und schicken ihn wohl nach Hause. Vorher hat er als Rettungsschwimmer und im Bergbau gearbeitet, was nun nicht mehr möglich war. Wir vermuten er kommt aus eher ärmeren Verhältnissen aus der Insel. Nach dem freundlichen Gespräch hat er sich dann von uns verabschiedet.

Abends ging es dann ein letztes Mal ins Wooden House, in welchem wir wieder begrüßt wurden und in dem es so voll war, dass wir nur drinnen einen Platz bekommen haben.

Und dann war er schon da: Der Tag der Abreise. Im Vorfeld konnten wir zum Glück bereits mit Bina klären, dass wir die Unterkunft bis zu einer beliebigen Uhrzeit am Abenden nutzen konnten. So entstand zumindest kein Stress. Zum Frühstück ging es nochmals ins La Dolce vita.

Leider war Jana am Abreisetag von Kopfschmerzen und Magen-Darm beeinträchtigt und hat sich tagsüber versucht zu erholen.

Felix und ich sind ein letztes Mal an den Soleil Beach. Die Wellen waren auch aufgrund des etwas stärkeren Windes so hoch und mächtig, wie zuvor nicht. Ich schätze mal so ca. 2,5 Meter sind realistisch. Ich habe in oder unter den Wellen auf jeden Fall das ein oder andere unfreiwillige Salto geschlagen, inklusive kostenloser Mund-Nasen-Ohren Salzspülung. 😀 Der nette Mann an der Bar hat uns noch frohe Ostern und eine gute Heimreise gewünscht.

Zurück in der Unterkunft wurde dann wieder alles in die entsprechenden Rucksäcke gestopft und Abschied von unserer Hauskatze Flöhchen genommen. 🙁

Auf dem Weg zum Flughafen ging es nochmal ins Mahek zum Essen und am Flughafen wurde der Mietwagen von unserer Autovermietung Doffay Car Rental wieder ganz unproblematisch in Empfang genommen. Diesen Laden können wir auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.

Am Flughafen selbst war es dann etwas chaotischer. An den Schaltern zur Gepäckabgabe gab es kein richtiges System. Obwohl wir bereits am Vorabend online eingecheckt hatten, wurde beim Gepäck von jedem der Ausweis kontrolliert und eine zusätzliche Bordkarte wurde ausgedruckt. Selbst die Handgepäckstücke erhielten einen Anhänger. Dies führte dazu, dass wir ca. 1 Stunde anstanden um das Gepäck aufzugeben.

Die Sicherheitskontrolle fand in einem klimatisierten Raum statt, vor dem Eingang hatte sich allerdings eine lange, unorganisierte Schlage gebildet, deren Ende mit den Schlagen der Schalter kollidierte. Dann nochmal Ausweis Kontrolle und Stempel. Die Kontrolle selbst war irgendwie ein Witz. Ein- und dieselbe Person war dafür zuständig, zu helfen das Gepäck auf die Bänder zu packen, Anweisungen zu geben was ausgepackt werden muss und zugleich auf den Scan-Monitor zu schauen. So liefen etliche Rucksäcke zwar durch den Scanner, auf den Bildschirm schaute aber niemand. Der Bereich am Gate war viel zu klein für die Menge der Fluggäste. Selbst zum Stehen war nicht genug Platz. Wenn man europäische Standards gewöhnt ist, dann alles sehr chaotisch.

Hat aber trotzdem geklappt und um 23:30 war unser Abenteuer Seychellen leider beendet. 🙁

Tag 13: Coconuts for free und Trail „Anse Major“

Wir saßen morgens gemütlich auf der Terrasse, als auf einmal vor uns eine Kokosnuss vom Baum fiel. Felix schnappte sich diese und schaffte es tatsächlich sie zu öffnen. Nice, so Kokosnüsse umsonst vor der Haustüre zu haben. 🙂 (Übrigens hüteten wir uns davor, uns unter Kokosnusspalmen aufzuhalten. Das kann sehr gefährlich werden!)
Nach der Mittagshitze machten wir uns auf zu dem Anse Major Trail. Mir hat der steinige Wanderweg super gut gefallen: Man geht zwei Drittel des Pfades auf und zwischen größeren, runden, dunklen Felsen mit viel Grün drumherum, entlang.

Der Ausblick von dort oben auf die umliegenden Inseln ist wunderschön gewesen! Der Rest des Weges hat aus einer kleinen Höhle und einem Dschungelpfad mit Lagune am Meer bestanden.

Das Ziel ist ein schöner, kleiner Strand (nebenan liegt ein zweiter) gewesen. Eigentlich stand Schnorcheln mit auf dem Plan, aber es war mir etwas zu riskant mit der Brandung. Wir gingen uns abkühlen, auch weil es mal wieder kaum auszuhalten war vor lauter Feuchtigkeit.

Es fing dann plötzlich zu regnen an. Aber das kannten wir ja schon und es machte uns nicht wirklich etwas aus. Leider war die Waacha Bar an diesem Tag nicht besetzt. Diese sah aber generell sehr einladend aus.


Auf dem Rückweg mussten wir etwas vorsichtiger laufen, weil die Steine durch den Regen noch rutschiger waren, als auf dem Hinweg. Ich wollte zuerst schon eine Empfehlung für den Trail für größere Kinder und fitte, ältere Meschen abgeben, aber ich bin allein schon auf dem Hinweg hingeglitscht … Ich würde ihn ab dem Jugendalter empfehlen und vielleicht eher für die Morgenstunden.
Abends gingen wir in Beau Vallon zum dritten (!) Mal schön Essen in der Baobab Pizzeria.

Tag 11 +12: Hallöchen vom Flöhchen

Wie schön es ist mit Meeresrauschen aufzuwachen! Aufstehen, Tür öffnen, Blick auf das Meer …

… und eine Begrüßung von der freundlichen, jungen Katzi – von uns liebevoll „Flöhchen“ genannt. Hart wollte ich bleiben (nicht füttern und streicheln)! – Schon einmal vorweg genommen: Es hat nicht geklappt. Es sind eben hier diese Urlaubshaustiere überall und nein, wir haben diese süßen, anhänglichen Tiere nicht mit nach Deutschland genommen. Es sind Inseltiere.
In Beau Vallon, im Café La Dolce Vita genossen wir ein leckeres Frühstück. Dort gibt es eine internationale Auswahl an Mahlzeiten und frischen Orangensaft. Klare Empfehlung!
Noch ein kurzer Spaziergang an unserem „alten“ Strand entlang …

… und danach machte jeder an dem Tag so sein Ding: Steffen ging zu Fuß (30-Minuten-Marsch) zum Soleil Beach und nutzte dort auch die Beach Grill & Bar mit lecker Bierchen, während Felix und ich in der Unterkunft chillten.
Abends ging es in das Barefoot Restaurant. Es war ganz gut, aber kein Vergleich zu dem Buffet im Boat House. Hier oben ist die Auswahl eben auch sehr gering, was die Gastronomie angeht und man darf sich an der einen oder anderen Kakerlake im Restaurant nicht groß stören. – Kakerlaken in der Unterkunft und besonders im Schlafzimmer zu ignorieren, wird hingegen schon schwieriger …! Wir kehrten vom Essen zurück und Steffen fand in seinem Zimmer nicht nur eine Kakerlake vor, sondern auch einen Riesenläufer. Das der Hundertfüßer das giftigste Tier auf den Seychellen ist, fanden wir dann über Google heraus. Was für eine Aufregung! So langsam dämmerte uns, warum die Gastgeberin im AirBnb zuvor so krass auf Sauberkeit im und um das Apartment herum geachtet hat. (Es kam der leise Wunsch auf, wieder bei Doris zu wohnen.) Zum Glück hatten wir Flöhchen als Wachkatze vor der Tür. 😉 – Diese Nacht war mit Abstand die unruhigste und schlechteste! Ob wir uns tatsächlich bei Doris melden würden, wollten wir am nächsten Morgen entscheiden.

Nach dem Krisenstab 2.0 entschieden wir, in diesem AirBnB zu bleiben.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag einen Trail wandern, aber Felix ging es nicht so gut und so fuhren wir wieder zu dem geliebten Soleil Beach.
Steffen und Felix holten später noch bei Leo’s Food Bus (Fisch-)Burger sowie Pommes und wir ließen den Abend ausklingen.

Tag 10: Machabée – Umzug direkt ans Meer

Um 9:00 Uhr war der Check-out geplant und zeitlich hat alles gut geklappt. Die Umzüge von einer in die nächste Unterkunft sind eigentlich immer recht stressfrei, da man nicht „sinnvoll“ packen muss und zur Not alles in den Mietwagen wirft. Doris hat uns ganz herzlich verabschiedet. Wirklich eine tolle Familie. Ihre D&M Apartments können wir uneingeschränkt weiter empfehlen.

Nach kurzer Fahrt in den Norden wurden wir in Machabée von der Haushälterin Bina in unserer neuen Unterkunft Le Rocher de Machabée begrüßt. Entgegen anderer Rezensionen gab es keine Grundausstattung im Kühlschrank und ein Toaster und eine Mikrowelle musste erst noch besorgt werden. Erfreulicherweise konnten wir aber direkt einchecken, was natürlich super war.

Der Ausblick von der Terrasse ist einfach Wahnsinn. Man sitzt wirklich direkt am Meer, welches am Ufer schön mit Palmen bewachsen ist. Hier kann man sich einfach hinsetzen und genießen. Zum Einkaufen gibt es nur wenige Minuten entfernt einen kleinen Super Market mit einem sehr netten Besitzer. Kassenzettel gibt es nicht, und die Preise werden einfach mit einem Taschenrechner zusammen gerechnet. Hier muss man sich ein bisschen darauf verlassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden, aber diesen Eindruck hatten wir auch nicht.

Ich habe mich dann auf den Weg zum 2 Minuten entfernten Public Beach gemacht und wurde das erste Mal auf den Seychellen enttäuscht. Der Strand ist doch recht ungepflegt, Glas und Müll und außerdem keine Schattenplätze, was bei dem UV- Index tödlich ist. Also schnell ins Wasser gehüpft (welches auf den Seychellen immer so ca. 29-30°C hat) und dann zurück in die Unterkunft.

Deshalb sind wir mit dem Auto dann an den 5 Minuten entfernten Soleil Beach gefahren. Dieser war wieder wie auf den Seychellen gewohnt, traumhaft und sauberer und mit Schattenplätzen. Hier haben wir dann auch gleich wieder neue Freunde in Form von zwei Hunden gefunden, die auch sehr lieb und zutraulich waren. Auf das Streicheln haben wir aber aufgrund der letzten Erfahrungen verzichtet 😀 Nach dem Sonnenuntergang am Strand und kurzen Erfrischen zu Hause ging es am Abend in das Rock Pool Restaurant, welches auch lecker ist und direkt am Meer liegt.

Tag 9: Privatstrand in der Bucht „Anse Petite Marie-Louise“

Freudig lächelnd und mit Schwanzwedeln wurde ich am nächsten Morgen vor meiner Tür begrüßt. Also direkt den Hundekriesenstab einberufen. Nach kurzer Beratschlagung entschieden wir Feiniii mit dem Auto zurück an den Strand zu fahren, von welchem er uns gefolgt war. Auf der Fahrt gab es kein Bellen oder Jaulen. Am Strand angekommen, Kofferraum auf und dann mit dem Auto, mit einer Träne im Auge schnell weg.

Allgemein noch eine Anmerkung zu Straßenhunden auf den Seychellen. Es gibt hier und dort ein paar, aber nicht so extrem. Die Hunde sind alle eher schüchtern und musste in unseren Fällen nie Angst vor ihnen haben.

So waren wir zumindest früh wach und konnten uns mit dem Plan für den Tag beschäftigen. Als Ziel haben wir uns den Strand Anse Petite Marie-Louise im Süden der Insel ausgesucht. Zwar nur ca. 30 km entfernt, aber dennoch ca. 1 Stunde Fahrzeit, da bis auf wenige Ausnahmen auf der Insel ein Tempolimit von 40 km/h gilt.

Durch Google wussten wir bereits, dass der Strand etwas abseits liegt und wir ca. 10 Minuten über Waldpfade dorthin müssen. Also vor Ort geparkt und den Eingang zum Weg auch direkt gefunden. Trotzdem sind wir an einer Gabelung falsch abgebogen und erstmal zu tief in den Wald. Nachdem die Geräusche des Meers aber immer weniger wurden, kehrten wir um und nahmen dann doch den richtigen Weg.

Am Strand angekommen wurden wir nicht enttäuscht. Einfach traumhaft und komplett menschenleer. So sollte es auch die komplette Zeit bleiben. Nach etwas Schwimmen und Schnorcheln beschäftigte sich Felix mit „Steinspringern“, welche an den nassen Steinen massenhaft vorhanden, aber doch recht scheu waren. Ich nutzte die Zeit und traumhafte Fotos zu machen. Dieser Strand ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Personen, die gerne ihre Ruhe haben und einen kurzen Weg durch den Wald in Kauf nehmen.

Auf dem Rückweg sind wir in Beau Vallon an die Strandpromenade und haben bei Leo’s Food Bus Burger und Fries zum Mitnehmen geholt, welche auch sehr lecker waren. Der Strandparkplatz, der sonst nur mäßig voll war, glich an diesen Abend einer Party. Viele Autos mit Musik in Disko Lautstärke, die sich gegenseitige versuchten zu übertönen. Später haben wir erfahren, dass der Sonntag für die Einheimischen meist der freie Tag ist, und diese deshalb auf diese Art und Weise am Strand feiern.

Da am nächsten Morgen unser Umzug in die nächste Unterkunft anstand, sind wir auch recht zeitig ins Bett.

Tag 8: Feiniii

Nach der gestrigen Party sind wir gemütlich in den neuen Tag gestartet. Nachdem die Mittagshitze vorüber war, sind Felix und ich erneut zum Sunset Beach. Dieses mal war der Wasserstand bedingt durch die Flut etwas höher und der Strand somit kleiner. Außerdem waren deutlich mehr Leute dort, was wahrscheinlich damit zusammen hing, dass Samstag ist und somit auch mehr Locals da waren. Felix hat beim Schnorcheln dieses mal den in den Rezensionen genannten „Hausrochen“ und noch einen zweiten gefunden.

Zum Essen sind wir wie am ersten Abend wieder ins Wooden House Cafe. Dort wurden wir gleich mit „Welcome back“ begrüßt.

Im Anschluss ging es für den Cocktailabend, den Jana und Felix mir zum Bday geschenkt hatten, zum Beach Shak an den Strand. Der Laden war voll, so dass wir ein paar Minuten auf einen Platz warten mussten. Außerdem war es wieder extrem heiß. Etwas speziell: Die Toiletten befanden sich auf der anderen Seite der Straße. Außerdem gelernt: Die Männer gehen zum Pinkeln einfach ans Meer.

Die Cocktails waren auf jeden Fall lecker und wie schon in der Karte beschrieben: Potent! Jana hatte, auch aufgrund des Nachtischs beim Essen zuvor, ein wenig Probleme mit dem Kreislauf bekommen und sich direkt vor dem Laden ans Meer gesetzt. Felix und ich haben uns dann zu ihr gesellt und plötzlich war er da: Feiniiii

Ein Straßenhund, der sich direkt zu uns in den Sand gelegt hat und zutraulich und freudig war. Ich konnte nicht anders und den Hund streicheln, was dieser auch sehr genoss. Rückblickend ein Fehler. Wir machten uns dann auf den Heimweg, ca. 1,5 km von Strand weg und den Berg hinauf. Der Hund folgte und lieb und brav bei Fuß, so wie man normal versucht einem Hund es bei zu bringen. Alle Versuche den Hund abzuschütteln blieben erfolglos.

An unserem Apartment angekommen, an welchem wir das Tor mit einer Fernbedienung öffnen und schließen können, war es gar nicht so leicht, den Hund draußen zu lassen. Der Hund saß dann winselnd vor dem Tor. Jana und Felix sind gleich ins Bett und ich noch ca. 15 min auf der Terrasse geblieben. Plötzlich kam der Hund an den Tisch gelaufen. Einige Minuten später kamen auch unsere Gastgeber zurück, während der Hund sich noch auf den Gelände aufhielt. Diese konnten sich auch nicht erklären, wie er es rein geschafft hat. Also zusammen mit ihnen Feniii wieder vor das Tor gelockt und dann schnell ins Bett. Es kam wie es kommen musste. Ein paar Minuten später saß der Hund wieder vor meiner Tür, was wir durchs Fenster beobachten konnten. Gute Nacht!

Tag 7: Welcome to the Jungle – Pitschnass ohne Regen

„Klopf, klopf“ – Steffen, der eigentlich immer relativ früh wach gewesen ist, weckte uns. Heute wollten wir den Copolia Trail wandern. Es hieß, der Weg sei mittelschwer und joar, das war er dann auch. Das Problem war weniger die Hitze und Kondition als die Luftfeuchtigkeit. Bei all dem Rumgeschwitze fragte man sich, ob man nicht am Ende als ausgedörrte Pflaume wieder aus dem Dschungel herauskommen würde. Ich empfehle den Wanderweg sehr, aber nicht für Kinder und körperlich Eingeschränkte, weil es über Stock und Stein geht. Rechts und links wachsen viele exotische Bäumen, Farn und Lianen. Man kann den Weißschwanz-Tropikvogel bewundern und einige Insekten sowie Spinnentiere entdecken. Wir sahen eine Zikade und einen giftigen Riesenläufer … uuuund natürlich die gefährlichen deutschen Touristen. 😀 Das Highlight dieses Trails war dann nicht nur die Aussicht auf die Ostküste, sondern auch Seychellen-Kannenpflanzen.


Nach dem Trail fuhren wir fix und fertig zu der Tea Factory und ließen es uns bei einem hausgemachten Eistee (die Geschmacksrichtung konnte man sich aussuchen) gutgehen. Felix genoss seine heiße, nicht leer werden wollende Kanne Schwarztee. ;-D Danach gingen wir noch einen kleinen Rundgang durch die Teeplantage und entdeckten einen wunderschönen, grünen Seychellen-Taggecko und weiteres Getiers.


Das Highlight des Tages fand aber abends statt, denn unser AirBnb-Host Doris hatte uns zu ihrem 50. Geburtstag eingeladen: Ihre ganze (große) Familie war da und es gab sehr leckeres Essen in Buffetform. Es gab viel Gegrilltes (Fisch und Fleisch), aber auch verschiedene traditionelle Currys. Anschließend gab es eine köstliche, mehrstöckige Torte und nebenher jede Menge Drinks. 😀 Auf einmal machte der DJ die Musik lauter und es ging mit Tanzen los. (Wir hatten schon über den großen Stuhlkreis spekuliert.) Die Einheimischen lieben ihren Seggae und tanzen sehr leidenschaftlich dazu. Steffen und ich ließen uns auf das Geschehen ein, während Felix gerne den „Polnischen“ gemacht hätte. Außerdem gab es auf der Party einen Onkel Steffen in Alt, der die Leute abfüllte (und sich selbst auch). 😉
Ich möchte noch hervorheben, dass die seychellischen Bewohner („Seychellois“) sehr nette und freundliche Menschen sind. So hat uns Doris Familie sehr herzlich in ihrer Runde aufgenommen. Besonders ihre Schwiegermutter hat sich gerne mit uns unterhalten. Wie wir bemerkten allerdings wie auch bei dem Pizzeria-Besitzer, dass kein/ kaum Interesse an Deutschland vorhanden gewesen ist. Ähnlich wie in Deutschland, stand irgendwann die Polizei wegen Ruhestörung vor der Tür. – Schade eigentlich.

Tag 6: Sunset Beach – Schwimmen und Schnorcheln

Am nächsten Tag wollten wir noch einen weiteren Strand erkunden – Sunset Beach (Empfehlung!).
Da Steffen, Felix und ich hier aber ziemlich gut am Speisen sind, nutzte ich morgens unseren Pool, um ein paar Runden zu schwimmen. – Wie genial ist es bitte, in einem Pool zu schwimmen, umgeben von der exotischen Berglandschaft, von Vogelgezwitscher … und eine Libelle begleitet dich beim Hin- und Herschwimmen? Einfach toll!
Generell schaue ich mir gerne genauer die Umgebungen an, in denen ich am Schwimmen bin. Genau so scannte ich vom Meer aus später die Umgebung um den relativ kleinen, empfehlenswerten Sunset Beach ab. Es hat dort ausgesehen wie man es von sämtlichen typischen Postkartenmotiven kennt: Meer, Palmen, heller Sandstrand und dann solche dunklen größeren, runden Felsen. Traumhaft schön!!! Fledermäuse waren ebenso am Start. (Übrigens sind diese am Himmel gefühlt so oft zu sehen wie Vögel.)
Der Wellengang war stark und es lagen größere Steine im Wasser, so dass wir zunächst vorsichtig waren und uns beim Schwimmen von den Steinen fernhielten. Aber später dann wurden Steffen und Felix mutiger und schnorchelten sogar bei den Steinen. Felix war nicht vom Schnorcheln bei der Felswand abzuhalten. Wie vermutet waren dort alle möglichen Fischarten vorhanden.
Auf jeden Fall sollte sich herausstellen, dass die Wellen und die Brandung nur halb so wild waren.
Wir warteten extra auf den Sonnenuntergang, aber wir hatten keine freie Sicht. Vielleicht ein anderes Mal …
Dieses Mal ohne großartigen Sonnenbrand fuhren wir zum Ferienapartment zurück und aßen später zu Abend lecker im indischen Restaurant Mahek (Empfehlung!).

Tag 5: Hindutempel in Victoria

Der heutige Tag stand im Zeichen unseres Besuchs in der Hautstadt Victoria, durch welche wir in den vergangenen Tagen mehrfach bereits durch gefahren sind. Also früher morgens los um dort zugleich zu Frühstücken.

Die Stadt ist die Einzige auf Mahe, für welche auch ein Parkschein erforderlich ist. Auf dem großen Parkplatz angekommen gab es kaum noch freie Plätze. Wir wurden von Einheimischen eingewiesen und und wurde erklärt, wo wir das entsprechende Parkticket kaufen können. In einem Kiosk gegenüber! Als wir mit dem Parkschein zurück kamen, wurde für diesen Dienst auch ein Kleingeld erwartet. Angesichts der Strafe von 1.000 SCR haben wir das dann auch gerne gegeben.

Dann los zum Frühstück zur Glorious bakery. Drinnen sitzen mit Klimaanlage auf 16°C, uns war fast kalt. Frühstück war lecker und im Anschluss ging es direkt weiter zum großen Markt der Stadt. Direkt am Eingang gab es recht große, frische Fische. Mit der Nase hätte man diese auch gefunden. Sonst viel Obst, alles etwas unübersichtlich und z.T. ohne Preisangaben. Felix kaufte eine riesen Avocado und konnte sogar noch ein bisschen handeln.

Während dessen begann es mal wieder stark zu regnen. Deshalb hielten wir uns weiter im Markt auf. Im ersten Stock gab es noch etliche Läden mit Kleidung und Souvenirs. Dann sind wir im Regen noch weiter um den Block durch die Stadt, irgendwie mehrmals im Kreis. Einheimische haben wohl immer einen Regenschirm in der Tasche. Wir waren zumindest gefühlt die Einzigen ohne Schirm. Im Regen ging es dann zum Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Temple, der eigentlich zu dieser Zeit bereist geschlossen haben sollte. Da aber ständig Leute ein und aus gingen, sind wir auch hinein. Laut Regeln natürlich ohne Schuhe. Dort war gerade eine Zeremonie im Gange. Wir vermuten in eine Hochzeit geplatzt zu sein, aber dies schien niemanden zu stören. Am Ausgang wollte dann ein sehr netter Inder unbedingt ein Foto mit mir machen. Weshalb gerade von mir, kann ich nicht sagen. Haben uns noch kurz unterhalten und dann weiter im Regen.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kamen wir noch an einer Eisdiele vorbei und gönnten uns noch ein Eis. Den Nachmittag verbrachten wir noch in der Unterkunft und am Pool. Außerdem wurden weiter Karten gespielt.

Tag 4: Fledermaus und Kokosnüsse

Der neue Tag startet wieder mit gemütlichen Frühstück auf unserer Terrasse. Allerdings standen an diesem Tag in unserer Unterkunft Arbeiten des Gärtners an. Da es keinen Rasenmäher zu geben scheint, hat dieser die gesamte Rasenfläche mit den Kantentrimmer „gemäht“ und außerdem Pflanzen und Hecken geschnitten, was doch recht laut war.

Jana hat es vom gestrigen Tag im Bezug auf Sonnenbrand am meisten erwischt und hat dem entsprechend einen Tag zu Hause eingelegt. Felix und ich sind mit Kamera bewaffnet hinunter zu unserem Strand, an welchem wir an Tag 2 schon im Regen waren. Der Strand ist wirklich sehr lang. Zum Teil kann man nur auf dem Sand laufen, weil die Strandpromenade von verschiedenen Hotels und Apartments unterbrochen wird. Hier kamen wir auch in einen Bereich, in welchem wir den Altersschnitt doch stark angehoben haben. Es war heiß und sonnig. Da ich auch etwas „angebrannt“ war, bin ich kurzentschlossen mit T-Shirt schwimmen gegangen. Aufgrund der Temperaturen auch komplett egal, ob man bei 32°C mit nasser oder trockener Kleidung herum läuft.

Am Strand entschieden wir uns dann eine Kokosnuss zum Trinken zu kaufen und wurden am Stand von einer Federmaus überrascht. Die Betreiberin des Standes hat diese als Jungtier aufgezogen und die Federmaus flogt ihr nun auch unter freiem Himmel und begleitet sie überall hin. Hier entstanden auch großartige Fotos. Außerdem wollte die Maus mir meinen Hut klauen. 😀

Felix ist dann früher zurück und ich bin noch etwas am Strand geblieben und war nochmal schwimmen. Dort wurde ich von einem Einheimischen angesprochen, der wieder Bootstouren und auch Gras verkaufen wollte. Ich lehnte dankend ab. Wir sind dann noch ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass er mit einer deutschen verheiratet war und sechs Jahre in der nähe von Hannover gelebt hat. So klein ist die Welt…

Am Abend ging es dann ins Boat House zu einem Buffet und Cocktails. Alles sehr frisch und lecker.