Tag 7: Welcome to the Jungle – Pitschnass ohne Regen

„Klopf, klopf“ – Steffen, der eigentlich immer relativ früh wach gewesen ist, weckte uns. Heute wollten wir den Copolia Trail wandern. Es hieß, der Weg sei mittelschwer und joar, das war er dann auch. Das Problem war weniger die Hitze und Kondition als die Luftfeuchtigkeit. Bei all dem Rumgeschwitze fragte man sich, ob man nicht am Ende als ausgedörrte Pflaume wieder aus dem Dschungel herauskommen würde. Ich empfehle den Wanderweg sehr, aber nicht für Kinder und körperlich Eingeschränkte, weil es über Stock und Stein geht. Rechts und links wachsen viele exotische Bäumen, Farn und Lianen. Man kann den Weißschwanz-Tropikvogel bewundern und einige Insekten sowie Spinnentiere entdecken. Wir sahen eine Zikade und einen giftigen Riesenläufer … uuuund natürlich die gefährlichen deutschen Touristen. 😀 Das Highlight dieses Trails war dann nicht nur die Aussicht auf die Ostküste, sondern auch Seychellen-Kannenpflanzen.


Nach dem Trail fuhren wir fix und fertig zu der Tea Factory und ließen es uns bei einem hausgemachten Eistee (die Geschmacksrichtung konnte man sich aussuchen) gutgehen. Felix genoss seine heiße, nicht leer werden wollende Kanne Schwarztee. ;-D Danach gingen wir noch einen kleinen Rundgang durch die Teeplantage und entdeckten einen wunderschönen, grünen Seychellen-Taggecko und weiteres Getiers.


Das Highlight des Tages fand aber abends statt, denn unser AirBnb-Host Doris hatte uns zu ihrem 50. Geburtstag eingeladen: Ihre ganze (große) Familie war da und es gab sehr leckeres Essen in Buffetform. Es gab viel Gegrilltes (Fisch und Fleisch), aber auch verschiedene traditionelle Currys. Anschließend gab es eine köstliche, mehrstöckige Torte und nebenher jede Menge Drinks. 😀 Auf einmal machte der DJ die Musik lauter und es ging mit Tanzen los. (Wir hatten schon über den großen Stuhlkreis spekuliert.) Die Einheimischen lieben ihren Seggae und tanzen sehr leidenschaftlich dazu. Steffen und ich ließen uns auf das Geschehen ein, während Felix gerne den „Polnischen“ gemacht hätte. Außerdem gab es auf der Party einen Onkel Steffen in Alt, der die Leute abfüllte (und sich selbst auch). 😉
Ich möchte noch hervorheben, dass die seychellischen Bewohner („Seychellois“) sehr nette und freundliche Menschen sind. So hat uns Doris Familie sehr herzlich in ihrer Runde aufgenommen. Besonders ihre Schwiegermutter hat sich gerne mit uns unterhalten. Wie wir bemerkten allerdings wie auch bei dem Pizzeria-Besitzer, dass kein/ kaum Interesse an Deutschland vorhanden gewesen ist. Ähnlich wie in Deutschland, stand irgendwann die Polizei wegen Ruhestörung vor der Tür. – Schade eigentlich.

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