Hoover Dam und Grand Canyon

Nach einem lazy morning auf dem Lake Mead Campingplatz, so heißt der gestaute Colorado River / Der Damm-See vorm Hoover Dam, fuhr ich rüber zu eben diesem gigantischen Bauwerk. Erstmal $10 fürs Parken und dann nochmal $15 für eine Tour zu den Turbinen. Aber hat sich gelohnt! Man guckt erst einen kleinen Film und läuft dann durch Katakomben, sieht eines der 4 Rohre und letztendlich die Turbinen selbst. Ich habe mal die Schematik hier mit rein. Das ganze Teil funktioniert so: Die 4 seltsamen Türme vorne sammel das Wasser, jagen es durch 4 dicke Rohre (eins im Bild unten) und verteilen es dann in je 4 kleinere Rohre (kleiner = mehr Druck) welche dann zu den Generatoren gehen. Das ganze ist fair aufgeteilt in 8 auf Nevada Seite und 8 auf der von Arizona. Laut Video versorgt das Teil ~1 Million Menschen mit Strom. Aktuell laufen aber nur die 1/2 (leuchtende Lampen oben am Generator) weil die Hauptaufgabe ist nicht die Energieerzeugung sondern Überflutungen abzufangen und Wasser für die umliegende Region bereitzustellen. Interessant finde ich wie niedrig das Damm-Level ist. Wahrscheinlich ist Las Vegas und alles hier drumrum in 50 Jahren eine Geisterstadt… Wer weiß…

Auf jeden Fall ein sehr erstaunliches Bauwerk und auch über den Bau lernt man bei der Tour so einiges. Mitunter dass die Arbeiter damals so 4$ am Tag verdient hatten, was damals echt gut war. Oder dass zur Kühlung von dem Beton lauter Rohre eingebaut wurden durch welche permanent Wasser floss: Ein riesen Wärmetauscher sozusagen.

Nach dem Damm ging es weiter gen Grand Canyon und ich suchte mir einen Campingplatz eine Stunde entfernt aus. Das erste Mal mit warmer Dusche UND Internet! WOW! Direkt die nächste Nacht hinterher gebucht! Zeit ist aktuell eins meiner kleinsten Probleme – Ich war doch echt schnell, ja zuuuu schnell unterwegs.

Am nächsten Morgen um 6:30 Uhr wieder los und ab zum Canyon. Vielleicht klappt das mit dem Eintritt ja wieder. Um kurz nach 7 am Gate. Denkste. Scheinbar stehen die Arizonaner früher auf als die Kalifornier. Also $35 geblecht und erstmal zu dem Wanderweg ohne Menschen den ich mir im Internet vorher ausgesucht habe. Mit einer Schüssel Müsli in der Hand die INJURY & DEATH Warnungen gelesen. Hmmm, nicht maintained der trail. Damals von Mienenarbeitern angelegt. Naja, ich guck mir das mal an… Eigentlich wollte ich bis auf dieses Hufeisen, das 2. Bild „Horseshoe Mesa“. 5km und 700m runter. Klang machbar. Der Weg an sich war auch ganz ok. Ja, es ging steil runter und ein falscher Schritt und man ist tot. Aber so ist das halt. Aber es war weitaus weniger rutschig (eigentlich gar nicht) als der im Yosemite Park. Nach einer halben Stunde vorsichtigen Abstiegs sah ich dann vor mir wie verdammt weit es noch weiter geht. PUUUH! Und ich scheine hier echt KOMPLETT ALLEINE zu sein. Außerdem sollen es so um die 40°C heiß werden und ich weiß nicht wie lange ich hoch brauche. „Ach Mist. Ich breche den Pfad ab und mach die Tourie Nummer oben!“ Auf dem Weg hoch kam mir ein Mädel – auch alleine – entgegen. Hmpf. Wär ich doch nicht der einzige Mensch auf dem Pfad und jemand könnte Hilfe holen wenn was passieren sollte. Aber ne, jetzt war ich schon wieder so weit hoch… Ich brauchte 30min runter und 45min hoch. Und fuhr zum Visitor Center. Mittlerweile nach 10 Uhr bereute ich die Entscheidung SO RICHTIG. Siehe Bild 4! Aber: Keine 200m den horizontalen Wanderweg weiter waren es dann doch nur noch eine Handvoll Leute. Diese Amis und Chinesen ey… Raus ausem Auto, Foto machen, rein ins Auto. Google meint ich wäre 3h zu Fuß unterwegs gewesen. Das stimmt nicht. Ich bin fast den ganzen South Rim Pfand entlang bevor die Hitze doch echt schlimm wurde. Ab dann in ich doch auch wie 1 echter Tourist mit dem Shuttlebus von Point zu Point. Ja doch, auch dort waren ein paar schöne Aussichten dabei! Siehe die letzten 4 Bilder. Und auch wenn die Fotos das kaum einfangen können: Das konnte es das Auge vor Ort auch nicht. Es sah für mich aus wie eine gigantische 2D Fototapete. Man kann hier einfach nicht einschätzen wie weit das eigentlich ist!

Dennoch: Ich glaube der Horseshoe Pfand wäre machbar gewesen. Ich muss zugeben: So sehr ich „laufen“ ja hasse und Radfahren bevorzuge: Eine Wanderung in solch einer Gegend mit Zelt dabei und unten übernachten hätte durchaus auch mal was! Vielleicht auf der nächsten Tour Mausie?! 😉

Ein Gedanke zu „Hoover Dam und Grand Canyon“

  1. Oh ja, der Grand Canyon ist nochmal ne höherliegende und tiefergehende Felsformation als die Schluchten der Ardèche!
    Da wird’s mir ja schon blümerant, wenn ich in die Tiefe gucke! Eindrucksvolle Fotos!

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