Da sind wir wieder! Nach dem Seychellen Urlaub sind schon wieder zwei Jahre vergangen und wir waren seitdem zwar im Urlaub, aber nicht mehr zu dritt. Zeit für die Weiterführung des Blogs.
Wie immer startet die Reise am Flughafen in Frankfurt. Dort hinzukommen war dieses mal aufgrund von Bauarbeiten an der S-Bahn nicht so einfach. An diese Stelle vielen Dank an Ralf, der uns zum Flughafen gefahren hat. Mit Discover Airlines in der Economy Class ging es mit etwas Verspätung los. Und gut vier Stunden später sind wir auch schon hier: Auf Lanzarote, der Vulkaninsel. Shuttle von Flughafen zur Anmietstation von Avis und dort unseren Mietwagen bekommen. Einen kleinen Citroen C1. Sollte reichen 🙂
Direkt weiter zu unserem Airbnb. Eine kleine „Villa“ mit beheiztem Pool und zusätzlich einem Whirlpool. Dem Casa Olgita. Man gönnt sich ja sonst nix 😉 Vom Host Olga wurden wir freundlich empfangen. Alles sauber, modern und gut ausgestattet. Und mit direktem Blick aufs Meer.
Nachdem wir uns eingerichtet und Haus und Garten inspiziert haben ging es zum Essen nur ein paar Meter weiter zur Bar Arena. Hier gab es wirklich leckere und günstige Burger mit wirklich guten Service. Eine Art von Geheimtipp für den kleinen Geldbeutel. Am Abend wurde es doch recht kühl, besonders durch den Wind.
Also war aufwärmen im Whirlpool angesagt, was Felix und ich dann auch schnell umgesetzt haben. Sehr nice zum Aufwärmen und unter Sternenhimmel. Im Anschluss sind wir dann nach dem Reisetag doch recht schnell ins Bett.
Den vorletzten Tag begannen wir mit einem „Reste-Frühstück“ in unserer Unterkunft. Da der vorherige Tag mit dem Tail etwas anstrengend war, ließen wir es gemütlich angehen.
Zunächst bin ich Vormittags nochmal zum Beau Vallon Beach gefahren, war etwas schwimmen und noch eine Kok(o)s!-Nuss trinken. Was wir gelernt haben: Man kann auf den Seychellen seinen Rucksack etc. auch alleine am Strand liegen lassen ohne Angst zu haben, dass dieser geklaut wird. Kriminalität haben wir in unserem Urlaub zumindest nicht mitbekommen.
Am Nachmittag ging es mit Jana nochmal zu einem neuen Strand, dem Glacis Beach. Dieser war ebenfalls ganz nett, kam aber an die anderen Traumstrände nicht ganz heran. Man sollte übrigens auch immer die Gezeiten im Plan haben, denn mit der Flut wird der ein oder andere Strand doch recht klein. Bei diversen anderen Strandbesuchern wurden schon mal die Handtücher nass oder die Schuhe weggespült.
An Strand war ein Gruppe einheimischer Jugendlicher, die ohne Furcht von einem Felsen in die welligen Fluten gesprungen sind. Ein junger Mann kam dann in unsere Nähe, sprach uns an und setzte sich zu uns. Er wohnte ganz in der Nähe und kommt jeden Tag an den Strand. Schwimmen lernte er, indem er ins Wasser geworfen wurde. Mit der Schule war er bereits fertig, sprach aber tatsächlich als einer der wenigen, die wir kennen lernten, nicht so gut Englisch und musste über die ein oder andere Vokabel nachdenken.
Er hatte sich vor 3 Monaten am Fuß verletzt und sein Knöchel war noch immer dick. Im Krankenhaus sagten sie es sei nichts gebrochen und schicken ihn wohl nach Hause. Vorher hat er als Rettungsschwimmer und im Bergbau gearbeitet, was nun nicht mehr möglich war. Wir vermuten er kommt aus eher ärmeren Verhältnissen aus der Insel. Nach dem freundlichen Gespräch hat er sich dann von uns verabschiedet.
Abends ging es dann ein letztes Mal ins Wooden House, in welchem wir wieder begrüßt wurden und in dem es so voll war, dass wir nur drinnen einen Platz bekommen haben.
Und dann war er schon da: Der Tag der Abreise. Im Vorfeld konnten wir zum Glück bereits mit Bina klären, dass wir die Unterkunft bis zu einer beliebigen Uhrzeit am Abenden nutzen konnten. So entstand zumindest kein Stress. Zum Frühstück ging es nochmals ins La Dolce vita.
Leider war Jana am Abreisetag von Kopfschmerzen und Magen-Darm beeinträchtigt und hat sich tagsüber versucht zu erholen.
Felix und ich sind ein letztes Mal an den Soleil Beach. Die Wellen waren auch aufgrund des etwas stärkeren Windes so hoch und mächtig, wie zuvor nicht. Ich schätze mal so ca. 2,5 Meter sind realistisch. Ich habe in oder unter den Wellen auf jeden Fall das ein oder andere unfreiwillige Salto geschlagen, inklusive kostenloser Mund-Nasen-Ohren Salzspülung. 😀 Der nette Mann an der Bar hat uns noch frohe Ostern und eine gute Heimreise gewünscht.
Zurück in der Unterkunft wurde dann wieder alles in die entsprechenden Rucksäcke gestopft und Abschied von unserer Hauskatze Flöhchen genommen. 🙁
Auf dem Weg zum Flughafen ging es nochmal ins Mahekzum Essen und am Flughafen wurde der Mietwagen von unserer Autovermietung Doffay Car Rental wieder ganz unproblematisch in Empfang genommen. Diesen Laden können wir auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.
Am Flughafen selbst war es dann etwas chaotischer. An den Schaltern zur Gepäckabgabe gab es kein richtiges System. Obwohl wir bereits am Vorabend online eingecheckt hatten, wurde beim Gepäck von jedem der Ausweis kontrolliert und eine zusätzliche Bordkarte wurde ausgedruckt. Selbst die Handgepäckstücke erhielten einen Anhänger. Dies führte dazu, dass wir ca. 1 Stunde anstanden um das Gepäck aufzugeben.
Die Sicherheitskontrolle fand in einem klimatisierten Raum statt, vor dem Eingang hatte sich allerdings eine lange, unorganisierte Schlage gebildet, deren Ende mit den Schlagen der Schalter kollidierte. Dann nochmal Ausweis Kontrolle und Stempel. Die Kontrolle selbst war irgendwie ein Witz. Ein- und dieselbe Person war dafür zuständig, zu helfen das Gepäck auf die Bänder zu packen, Anweisungen zu geben was ausgepackt werden muss und zugleich auf den Scan-Monitor zu schauen. So liefen etliche Rucksäcke zwar durch den Scanner, auf den Bildschirm schaute aber niemand. Der Bereich am Gate war viel zu klein für die Menge der Fluggäste. Selbst zum Stehen war nicht genug Platz. Wenn man europäische Standards gewöhnt ist, dann alles sehr chaotisch.
Hat aber trotzdem geklappt und um 23:30 war unser Abenteuer Seychellen leider beendet. 🙁
Um 9:00 Uhr war der Check-out geplant und zeitlich hat alles gut geklappt. Die Umzüge von einer in die nächste Unterkunft sind eigentlich immer recht stressfrei, da man nicht „sinnvoll“ packen muss und zur Not alles in den Mietwagen wirft. Doris hat uns ganz herzlich verabschiedet. Wirklich eine tolle Familie. Ihre D&M Apartments können wir uneingeschränkt weiter empfehlen.
Nach kurzer Fahrt in den Norden wurden wir in Machabée von der Haushälterin Bina in unserer neuen Unterkunft Le Rocher de Machabée begrüßt. Entgegen anderer Rezensionen gab es keine Grundausstattung im Kühlschrank und ein Toaster und eine Mikrowelle musste erst noch besorgt werden. Erfreulicherweise konnten wir aber direkt einchecken, was natürlich super war.
Der Ausblick von der Terrasse ist einfach Wahnsinn. Man sitzt wirklich direkt am Meer, welches am Ufer schön mit Palmen bewachsen ist. Hier kann man sich einfach hinsetzen und genießen. Zum Einkaufen gibt es nur wenige Minuten entfernt einen kleinen Super Market mit einem sehr netten Besitzer. Kassenzettel gibt es nicht, und die Preise werden einfach mit einem Taschenrechner zusammen gerechnet. Hier muss man sich ein bisschen darauf verlassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden, aber diesen Eindruck hatten wir auch nicht.
Ich habe mich dann auf den Weg zum 2 Minuten entfernten Public Beach gemacht und wurde das erste Mal auf den Seychellen enttäuscht. Der Strand ist doch recht ungepflegt, Glas und Müll und außerdem keine Schattenplätze, was bei dem UV- Index tödlich ist. Also schnell ins Wasser gehüpft (welches auf den Seychellen immer so ca. 29-30°C hat) und dann zurück in die Unterkunft.
Deshalb sind wir mit dem Auto dann an den 5 Minuten entfernten Soleil Beach gefahren. Dieser war wieder wie auf den Seychellen gewohnt, traumhaft und sauberer und mit Schattenplätzen. Hier haben wir dann auch gleich wieder neue Freunde in Form von zwei Hunden gefunden, die auch sehr lieb und zutraulich waren. Auf das Streicheln haben wir aber aufgrund der letzten Erfahrungen verzichtet 😀 Nach dem Sonnenuntergang am Strand und kurzen Erfrischen zu Hause ging es am Abend in das Rock Pool Restaurant, welches auch lecker ist und direkt am Meer liegt.
Freudig lächelnd und mit Schwanzwedeln wurde ich am nächsten Morgen vor meiner Tür begrüßt. Also direkt den Hundekriesenstab einberufen. Nach kurzer Beratschlagung entschieden wir Feiniii mit dem Auto zurück an den Strand zu fahren, von welchem er uns gefolgt war. Auf der Fahrt gab es kein Bellen oder Jaulen. Am Strand angekommen, Kofferraum auf und dann mit dem Auto, mit einer Träne im Auge schnell weg.
Allgemein noch eine Anmerkung zu Straßenhunden auf den Seychellen. Es gibt hier und dort ein paar, aber nicht so extrem. Die Hunde sind alle eher schüchtern und musste in unseren Fällen nie Angst vor ihnen haben.
So waren wir zumindest früh wach und konnten uns mit dem Plan für den Tag beschäftigen. Als Ziel haben wir uns den Strand Anse Petite Marie-Louise im Süden der Insel ausgesucht. Zwar nur ca. 30 km entfernt, aber dennoch ca. 1 Stunde Fahrzeit, da bis auf wenige Ausnahmen auf der Insel ein Tempolimit von 40 km/h gilt.
Durch Google wussten wir bereits, dass der Strand etwas abseits liegt und wir ca. 10 Minuten über Waldpfade dorthin müssen. Also vor Ort geparkt und den Eingang zum Weg auch direkt gefunden. Trotzdem sind wir an einer Gabelung falsch abgebogen und erstmal zu tief in den Wald. Nachdem die Geräusche des Meers aber immer weniger wurden, kehrten wir um und nahmen dann doch den richtigen Weg.
Am Strand angekommen wurden wir nicht enttäuscht. Einfach traumhaft und komplett menschenleer. So sollte es auch die komplette Zeit bleiben. Nach etwas Schwimmen und Schnorcheln beschäftigte sich Felix mit „Steinspringern“, welche an den nassen Steinen massenhaft vorhanden, aber doch recht scheu waren. Ich nutzte die Zeit und traumhafte Fotos zu machen. Dieser Strand ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Personen, die gerne ihre Ruhe haben und einen kurzen Weg durch den Wald in Kauf nehmen.
Auf dem Rückweg sind wir in Beau Vallon an die Strandpromenade und haben bei Leo’s Food Bus Burger und Fries zum Mitnehmen geholt, welche auch sehr lecker waren. Der Strandparkplatz, der sonst nur mäßig voll war, glich an diesen Abend einer Party. Viele Autos mit Musik in Disko Lautstärke, die sich gegenseitige versuchten zu übertönen. Später haben wir erfahren, dass der Sonntag für die Einheimischen meist der freie Tag ist, und diese deshalb auf diese Art und Weise am Strand feiern.
Da am nächsten Morgen unser Umzug in die nächste Unterkunft anstand, sind wir auch recht zeitig ins Bett.
Nach der gestrigen Party sind wir gemütlich in den neuen Tag gestartet. Nachdem die Mittagshitze vorüber war, sind Felix und ich erneut zum Sunset Beach. Dieses mal war der Wasserstand bedingt durch die Flut etwas höher und der Strand somit kleiner. Außerdem waren deutlich mehr Leute dort, was wahrscheinlich damit zusammen hing, dass Samstag ist und somit auch mehr Locals da waren. Felix hat beim Schnorcheln dieses mal den in den Rezensionen genannten „Hausrochen“ und noch einen zweiten gefunden.
Zum Essen sind wir wie am ersten Abend wieder ins Wooden House Cafe. Dort wurden wir gleich mit „Welcome back“ begrüßt.
Im Anschluss ging es für den Cocktailabend, den Jana und Felix mir zum Bday geschenkt hatten, zum Beach Shak an den Strand. Der Laden war voll, so dass wir ein paar Minuten auf einen Platz warten mussten. Außerdem war es wieder extrem heiß. Etwas speziell: Die Toiletten befanden sich auf der anderen Seite der Straße. Außerdem gelernt: Die Männer gehen zum Pinkeln einfach ans Meer.
Die Cocktails waren auf jeden Fall lecker und wie schon in der Karte beschrieben: Potent! Jana hatte, auch aufgrund des Nachtischs beim Essen zuvor, ein wenig Probleme mit dem Kreislauf bekommen und sich direkt vor dem Laden ans Meer gesetzt. Felix und ich haben uns dann zu ihr gesellt und plötzlich war er da: Feiniiii
Ein Straßenhund, der sich direkt zu uns in den Sand gelegt hat und zutraulich und freudig war. Ich konnte nicht anders und den Hund streicheln, was dieser auch sehr genoss. Rückblickend ein Fehler. Wir machten uns dann auf den Heimweg, ca. 1,5 km von Strand weg und den Berg hinauf. Der Hund folgte und lieb und brav bei Fuß, so wie man normal versucht einem Hund es bei zu bringen. Alle Versuche den Hund abzuschütteln blieben erfolglos.
An unserem Apartment angekommen, an welchem wir das Tor mit einer Fernbedienung öffnen und schließen können, war es gar nicht so leicht, den Hund draußen zu lassen. Der Hund saß dann winselnd vor dem Tor. Jana und Felix sind gleich ins Bett und ich noch ca. 15 min auf der Terrasse geblieben. Plötzlich kam der Hund an den Tisch gelaufen. Einige Minuten später kamen auch unsere Gastgeber zurück, während der Hund sich noch auf den Gelände aufhielt. Diese konnten sich auch nicht erklären, wie er es rein geschafft hat. Also zusammen mit ihnen Feniii wieder vor das Tor gelockt und dann schnell ins Bett. Es kam wie es kommen musste. Ein paar Minuten später saß der Hund wieder vor meiner Tür, was wir durchs Fenster beobachten konnten. Gute Nacht!
Der heutige Tag stand im Zeichen unseres Besuchs in der Hautstadt Victoria, durch welche wir in den vergangenen Tagen mehrfach bereits durch gefahren sind. Also früher morgens los um dort zugleich zu Frühstücken.
Die Stadt ist die Einzige auf Mahe, für welche auch ein Parkschein erforderlich ist. Auf dem großen Parkplatz angekommen gab es kaum noch freie Plätze. Wir wurden von Einheimischen eingewiesen und und wurde erklärt, wo wir das entsprechende Parkticket kaufen können. In einem Kiosk gegenüber! Als wir mit dem Parkschein zurück kamen, wurde für diesen Dienst auch ein Kleingeld erwartet. Angesichts der Strafe von 1.000 SCR haben wir das dann auch gerne gegeben.
Dann los zum Frühstück zur Glorious bakery. Drinnen sitzen mit Klimaanlage auf 16°C, uns war fast kalt. Frühstück war lecker und im Anschluss ging es direkt weiter zum großen Markt der Stadt. Direkt am Eingang gab es recht große, frische Fische. Mit der Nase hätte man diese auch gefunden. Sonst viel Obst, alles etwas unübersichtlich und z.T. ohne Preisangaben. Felix kaufte eine riesen Avocado und konnte sogar noch ein bisschen handeln.
Während dessen begann es mal wieder stark zu regnen. Deshalb hielten wir uns weiter im Markt auf. Im ersten Stock gab es noch etliche Läden mit Kleidung und Souvenirs. Dann sind wir im Regen noch weiter um den Block durch die Stadt, irgendwie mehrmals im Kreis. Einheimische haben wohl immer einen Regenschirm in der Tasche. Wir waren zumindest gefühlt die Einzigen ohne Schirm. Im Regen ging es dann zum Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Temple, der eigentlich zu dieser Zeit bereist geschlossen haben sollte. Da aber ständig Leute ein und aus gingen, sind wir auch hinein. Laut Regeln natürlich ohne Schuhe. Dort war gerade eine Zeremonie im Gange. Wir vermuten in eine Hochzeit geplatzt zu sein, aber dies schien niemanden zu stören. Am Ausgang wollte dann ein sehr netter Inder unbedingt ein Foto mit mir machen. Weshalb gerade von mir, kann ich nicht sagen. Haben uns noch kurz unterhalten und dann weiter im Regen.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz kamen wir noch an einer Eisdiele vorbei und gönnten uns noch ein Eis. Den Nachmittag verbrachten wir noch in der Unterkunft und am Pool. Außerdem wurden weiter Karten gespielt.
Der neue Tag startet wieder mit gemütlichen Frühstück auf unserer Terrasse. Allerdings standen an diesem Tag in unserer Unterkunft Arbeiten des Gärtners an. Da es keinen Rasenmäher zu geben scheint, hat dieser die gesamte Rasenfläche mit den Kantentrimmer „gemäht“ und außerdem Pflanzen und Hecken geschnitten, was doch recht laut war.
Jana hat es vom gestrigen Tag im Bezug auf Sonnenbrand am meisten erwischt und hat dem entsprechend einen Tag zu Hause eingelegt. Felix und ich sind mit Kamera bewaffnet hinunter zu unserem Strand, an welchem wir an Tag 2 schon im Regen waren. Der Strand ist wirklich sehr lang. Zum Teil kann man nur auf dem Sand laufen, weil die Strandpromenade von verschiedenen Hotels und Apartments unterbrochen wird. Hier kamen wir auch in einen Bereich, in welchem wir den Altersschnitt doch stark angehoben haben. Es war heiß und sonnig. Da ich auch etwas „angebrannt“ war, bin ich kurzentschlossen mit T-Shirt schwimmen gegangen. Aufgrund der Temperaturen auch komplett egal, ob man bei 32°C mit nasser oder trockener Kleidung herum läuft.
Am Strand entschieden wir uns dann eine Kokosnuss zum Trinken zu kaufen und wurden am Stand von einer Federmaus überrascht. Die Betreiberin des Standes hat diese als Jungtier aufgezogen und die Federmaus flogt ihr nun auch unter freiem Himmel und begleitet sie überall hin. Hier entstanden auch großartige Fotos. Außerdem wollte die Maus mir meinen Hut klauen. 😀
Felix ist dann früher zurück und ich bin noch etwas am Strand geblieben und war nochmal schwimmen. Dort wurde ich von einem Einheimischen angesprochen, der wieder Bootstouren und auch Gras verkaufen wollte. Ich lehnte dankend ab. Wir sind dann noch ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass er mit einer deutschen verheiratet war und sechs Jahre in der nähe von Hannover gelebt hat. So klein ist die Welt…
Am Abend ging es dann ins Boat House zu einem Buffet und Cocktails. Alles sehr frisch und lecker.
Knapp 10 Stunden Flug mit Condor und schon sind wir da! Und trotz wenig Schlaf sind wir morgens um ca. 5:45 auf dem Flughafen in Mahé gelandet. Bei Ausstieg direkt die Temperaturen von 28°C und die hohe Luftfeuchtigkeit gespürt. Einmal Stempel in den Reisepass und dann ca. 20 min auf das Gepäck warten. Jana und ich mussten natürlich erstmal eine rauchen und wurden dabei direkt von einem Regenbogen begrüßt. In dieser kurzen Zeit hat Felix bereits seine SIM-Karte für die Seychellen, welche wir vorab im Rahmen der Einreisegenehmigung für 25 € gekauft hatten am Schalter im Flughafen geholt und auch unseren Mietwagen-Übergeber gefunden. Kurze Einweisung und schon war er wieder weg.
So standen wir da erstmal – mit Offline Karten, aber ohne GPS. Also die SIM-Karten in die Handys gefummelt und direkt online. Ich habe das Fahren im Rechtsverkehr übernommen, Felix die Navigation. Dieses Mal zum Glück ein Automatik, also kein Schalten mit Links. Dafür Blinker und Wischerhebel vertauscht. Ich sag mal so, ich habe sehr viel gewischt. 😀
Der Weg in die erste Unterkunft führte uns direkt durch die Hauptstadt Victoria und dann über schmale, hügelige Straßen, mit doch mehr Steigungen als wir dachten. Da wir noch keine genaue Info hatten, wann die Unterkunft fertig ist, sind wir zunächst etwas weiter gefahren und haben dann den ersten kleinen Supermarkt aufgesucht und Wasser etc. gekauft. Dann die Info: Unterkunft in Beau Vallon ist schon deutlich früher bereit. Unser Airbnb auf einem Berg, so steil, dass der Mietwagen im ersten Versuch nicht hoch kam und ich Anlauf nehmen musste.
Vor Ort durch Doris begrüßt und dann erstmal mit Auspacken und Einrichten beschäftigt. Wir haben uns zunächst alle aufs Ohr gelegt und ein paar Stündchen geschlafen. Immerhin waren wir, abgesehen von etwas Dösen beim Flug, ca. 30 Stunden wach. Danach ging es in zwei kleine Supermärkte zum Einkaufen. Wasser, Brot, Wein, Säfte und was man sonst so braucht.
Gegen Abend sind wir dann den Berg hinunter Richtung Strand und Restaurants. Der Trubel hat uns zunächst etwas erschlagen. Gehwege gibt es keine, die Menschen und auch wir laufen auf den Straßen. Zunächst etwas skurril, aber man gewöhnt sich daran. Uns war nicht ganz klar, was nun Bar, Restaurant oder nur Take-Away war. Wir entschieden uns für das Wooden House Cafe. Es gab Cocktails, Tuna-Curry und Bailys-Eis zum Nachtisch. Die Preise sind auf jeden Fall höher als bei uns.
Den Strand und auch die Landschaft konnten wir aufgrund der Dunkelheit noch nicht sehen, nur hören. Auf dem Rückweg sind wir dann Schnecken ausgewichen und haben erstmals den Weg zur Unterkunft bergauf bei 84% Luftfeuchtigkeit und 32°C gemeistert. Ich musste kurz Pause machen, sonst wäre ich umgekippt. Zu Hause dann erstmal in den Pool um abzukühlen. Dann noch gemütlich auf der Terrasse gesessen und erstmals den Takamka-Rum der Seychellen genossen. Trotz Zeitverschiebung hat das mit dem Schlafen dann gut geklappt.
Heute
ging es für uns etwas in Landesinnere. Die Vielfalt der Insel mit
Stränden auf der einen und Gebirgen auf der anderen Seite ist schon
großartig. Nur einige Kilometer von unserer „Heimat“ in
Rethymno entfernt befindet sich die Myli-Schlucht.
Vor
einiger Zeit muss der Bach hier deutlich über die Ufer getreten
sein. An einigen Stellen ist man sich nicht sicher, wo der Bach
eigentlich verlaufen sollte. Auch die Holzbrücken sind zum Teil
stark beschädigt und laut Schildern dürfen diese nur noch von 15
Personen gleichzeitig betreten werden.
Dem
Bachlauf ins Tal folgend findet man viele Ruinen aus der
venzinianischen Zeit. Diese kann sind nicht abgesperrt und können
betreten werden, auch wenn der ein oder andere Holzbalken nicht mehr
den stabilsten Eindruck macht. Man sieht regelrecht wie sich die
Natur die Gebäude zurück holt.
Da
es doch wieder recht warm war, und wir bei unserer Wanderung
bergabwärts wusste, dass wir den Weg zurück zum Auto bis nach oben
wieder beswältigen müssen, haben wir die Tour nicht komplett
gemacht. Das war aber auch nicht notwendig, es war auch so sehr
beeindruckend und ist eine absolute Empfehlung.
Wieder
zu Hause angekommen machten Felix und ich uns ein letztes Mal auf zum
Strand und sprangen wie glückliche Kinder erneut in den schönen
Wellen herum. Felix probierte und optimierte hierbei sein „Salto
mit-/in die Welle“.
Dem
Abend ließen wir nach dem Essen im Asikiko zu Hause mit Ouzo und
Skip-Bo ausklingen.
Am
heutigen Tag hieß es Abschied aus Chania nehmen. Also morgens früh
den ganzen Kram gepackt und noch einmal ausführlich frühstücken.
Für den Pool hat es zeitlich dann leider nicht mehr gereicht. Nach
der Übergabe des Hauses ging es mit unserem 60 PS Panda wieder auf
die Straße.
Als
Zwischenziel vor der Ankunft in Rethymno haben wir uns Preveli Lake,
bzw. Beach rausgesucht. Die Fahrt führte uns gegen Ende wieder durch
enge Serpentinen, war aber im Vergleich zu Balos dann doch
entspannter. Nach der Ankunft mussten wir erst einmal den Weg zum
Strand bewältigen. Je nachdem welchen Aussagen man glaubt zwischen
300 und 500 Stufen hinab und später wieder nach oben. Wir haben
nicht nachgezählt. Der Weg hat sich definitiv gelohnt. Unten
angekommen fanden wir – wie die meisten – den Eingang zum
Palmenwald nicht direkt und haben uns so über Stock und Stein auf
der „falschen“ Seite den Fluss entlang geschlagen. Einfach
traumhaft und wohl auch einzigartig in ganz Griechenland. Felix
konnte endlich sein großes Ziel, mit den hierfür gedachten Schuhen
durch einen Fluss laufen, verwirklichen. Bei mir wurden die Adidas
Treter auf Wassertauglichkeit geprüft.
Am
Strand angekommen suchten wir uns ein hübsches Plätzchen unter
Bäumen im Schatten. Das Wasser war im Gegensatz zu den anderen
Stränden nicht ganz so warm und der Strand ein Kiesstrand. Nachdem
wir aus dem Wasser zurück waren berichtete uns Felix von
KILLERMÜCKEN, die uns alle töten würden. Jana und ich waren da
etwas entspannter. Ich versuchte mich als Künstler und was soll ich
sagen. Ich denke das Foto sagt alles 😀
Nach
dem Aufstieg (bestimmt 500 Stufen!) zogen wir weiter Richtung
Rethymno und unserer neuen Unterkunft. Der Gastgeber Dimitris, der im
übrigen sehr gut Deutsch springt da er mal in Freiburg gelebt hat,
empfing uns herzlich. Die Unterkunft ist speziell und wohl schon
einmalig. Ein über 5 Stockwerke verteiltes Haus aus dem 19.
Jahrhundert was mit viel Liebe hergerichtet wurde. An der ein oder
anderen Stelle muss man den Kopf einziehen. Dann weiter duschen und
sich bereit für den ersten Abend in der Stadt machen.
Die
Gasse sind sehr sauber und zumindest auf den ersten Blick etwas
schöner hergerichtet als in Chania. Uns zog es durch die Altstadt
runter an den Hafen. Die Auswahl an Restaurants ist auch hier wieder
erschlagend. Durch einen kleinen Fehler bei checken über Google Maps
landeten wir an dem Tisch eines Restaurants, welches alle Kriterien
für einen Fail bot. Gepolsterte Stühle, Speisekarte mit billigen
Fotos und an der Torutistenmeile am Hafen. Also aufgestanden und
weiter. In der Altstadt fanden wir dann ein Restaurant welches nur in
höchsten Tönen empfohlen werden kann, das „To Rakodikeio“. Sehr
freundlich und tolles Essen zu kleinen Preisen. Bei der Frage nach
einem Aschenbecher zauberte der Kellner diesen innerhalb einer
Sekunde aus seiner Schürze. Nach dem traditionellen Raki und einigen
Süßspeisen machten wir uns auf den Heimweg.
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