Road tripping

Das letzte Wochenede im Luxus ist vorbei. Mittlerweile bin ich seit 2 Tagen on the road again.

Nach der Woche Business hatte ich noch eine Wanderung zum Coit Tower angetreten und bin dabei die 400 Stufen der Filber Steps hoch und später die Greenwich wieder runter. Lohnt sich definitiv! Wie eigentlich immer dieses „hoch“.

Am Montag hab ich dann zusammen mit Jan und Sina meinen Jucy Trainlblazer abgeholt. Zusammen sind wir dann noch zum geschlossenen Nasa Center und zum Google Gelände gefahren. Kiss and bye am Airport ein wenig später war ich dann ganz auf mich gestellt. Ich muss zugeben ich hatte ja doch ganz schön Panik davor nach diesem unwirklich unmenschlichem San Francisco. Aber hey, ich hab ein halbes Jahr Australien überlebt! Meine größte Sorge sind ja wirklich Entscheidungen ganz alleine fällen und keine Campingplätze zu finden…
Entscheidung Nummer 1: Fahre ich direkt zum Yosemite oder erstmal an die Küste? Auf Bildern sah die Küste irgendwie lahm aus. Aber warum wird der Highway 1 immer so hoch gelobt? Ach ne. Direkt zum ausgebuchten Yosemite! Doch als ich dann so am Flughafen war entschied ich mich doch nochmal um: Ab ans Meer!

Kurzentschlossen bin ich dann also Montag am späten Nachmittag nach einem Grund-Einkauf doch Richtung Highway 1. Ich wollte bis Big Sur kommen. War dann wohl aber nix. Auf einmal war es schon 19:30 und der Sonnenuntergang stand vor der Tür. Ich war allerdings noch 2 Stunden entfernt. So spät bis in die Puppen eine Küstenstraße entlang wollte ich dann auch nicht, also fuhr ich an den Strand bei Marina und beobachte den Sonnenuntergang über dem Meer. Archivement unlocked! Doch wo pennen? Nebenan war ein Campingplatz. Aber alles voll, nur ein full hooked für $95! Nein Danke! Nach einem plausch mit einem Einwohner vom Platz hab ich mich dann einfach auf der Straße zwischen Camping und Hotel niedergelassen. Nach anfänglichen Sorgen ob ich hier abgeschleppt werde schlief ich dann aber doch ganz gut durch.
Dienstag war dann sozusagen mein zweiter Tag im Camper aber eigentlich der Erste richtige Tag auf Tour! Ab auf den Highway 1 gen Süden und dabei den 17 miles drive gemacht – eine Straße für die man $10,25 zahlen muss. Aber hat sich gelohnt, viele schöne Aussichtspunkte. An einem kamenmir die Tränen als ich Krabben und anderes Getier im Meer beobachte und mich daran erinnerte wie die Maus in Australien damit Stunden verbrachte. Aber die kleinen Eichhörnchen konnten mich wieder etwas aufmuntern. Am besten ich lasse ein paar Fotos sprechen:

Weiter nach Süden! Ab zu den McWay Falls. Ein Wasserfall am Strand. Wo gibt’s denn sowas? Ich war fest entschlossen hier mit der Drohne zu fliegen und nachdem dies schon 2 Leute getan haben: Ab hinterher! Der erste echte Flug an einer Sehenswürdigkeit. Ein paar Sekunden schönes Material habe ich. Aber irgendwie auch nicht mehr.
Mittlerweile gut durchgebraten und doch ein paar Stunden im Auto überlegte ich ob ich noch die 3h Richtung Yosemite machen soll oder…. Ach, ich fahr mal zu dem Campingplatz bei Big Sur. Vielleicht kann ich ja mal duschen!
Günstige $35 ärmer hatte ich dann ab 14 Uhr einen Platz auf dem Pfeiffer Big Sur Campingplatz bis zum nächsten noon. Was tun mit meiner Freizeit? Klar, erstmal den hiking trail. Der kurze war zu langweilig, also doch mal den mit den 4 Meilen Bergauf. Wie weit sind 4 Meilen überhaupt? Zu lange für mich heute. Bis zum Ende habe ich nicht durchgehalten, die Sonne war einfach auch zu brutal so ganz ohne Wind! Der gesamte Kalifornische Wind ist nämlich NUR in San Francisco! Eine schöne Blase hab ich mir trotzdem gelatscht. Aber eine ebenso schöne Aussicht hatte ich auch! Eindrucksvoll hoch oben! Zurück am Campingplatz hab ich mir dann leckeres Chicken Curry gekocht und bin erstmal direkt 2 Stunden eingeschlafen. Jetzt um 21 Uhr sitze ich in meinem Penthouse (so nennt Jucy das Schlafabteil auf dem Dach) und tippe diesen Eintrag. Offline. Ganz schön K.O. mit Blase am Fuß und Kopfschmerzen und bin ich nun am zweifeln ob ich soviele Erfahrungen noch 12 weitere Tage durchstehe… Mal sehen wie weit und wohin ich noch so komme bevor ich sage „Ich nehm mir jetzt ein AirBnB und zocke mit Wlan, Dusche und gewohntem Luxus bis zum Heimflug!“ – Die Option gibt es ja auch noch. Aber weg vom Luxus: rein ins Abenteuer; das war ja eigentlich mein Plan.

4 Gedanken zu „Road tripping“

  1. Weißt Du, wie viele schon ‚California‘ besungen haben….und Du?
    Erlebst das gerade. Right now! Wie cool ist das denn! 🙂

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_songs_about_California

    Das steht man nicht durch…das beweint man, wenn es vorbei ist! 😉
    Tolle Bilder! Ich wünsche Dir eine gute Zeit mit netten Begegnungen und lass mal den Stress, den so eine Tour auch mit sich bringt, nicht so an dich ran. Der Weg ist hier das Ziel!

    1. Bei mir ist eher das Ziel das Ziel und der Weg die Entspannung. Im Auto ist man sicher und hat seine Ruhe, und ne Klimaanlage. Und ja, ich hab eine California-Rocksongs Playlist. ABer die geht mir mittlerweile aufen Senkel. Ob es die Wiki Liste auch als Spotify Playlist gibt?

    1. *grummel* Fast überall wo ich gern fliegen würde steht ein Drohnen-Verboten Schild! WHAT A SHAME! Glaube so epic wird das Video dann doch nicht. 🙁

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