Yosemite Park – No pain no gain

Mittlerweile sind wieder 2 Tage rum. Montag war ja etwas scheiße, Dienstag dafür ganz cool. Am Mittwoch bin ich dann von der Küste weg und Richtung Yosemite Nationalpark gefahren. Ich dachte meine SIM Karte geht im Big Sur Park nicht weil dieser am Arsch der Zivilisation war. Doch als ich dann wieder dort ankam wo ich die erste Nacht gepennt hatte (Da hatte ich LTS und WLAN vom Hotel nebenan) merkte ich: Mit der SIM stimmt was nicht. Also nochmal im Hotel WLAN eingeloggt und zuerst der Maus Bescheid gesagt, dass es mir gut geht. Schließlich war ich mittlerweile fast 2 Tage offline. Endlich hatte ich wieder Netz und alles Emails kamen rein. Die Abrechnung von der Tankstelle fehlte aber, bzw nur 85 Cent statt $73 – Hab ich jetzt die Tanke geprellt? Anrufen geht ja nicht: Die SIM verbindet ja nicht. hmpf. Also rein ins Hotel und dort gebeten bei der Tanke anzurufen: Jaja, die 85 Cent sind Autorisierung, der Rest kommt später. 2 Tage sind rum: Nix. Keine Ahnung.

Nächstes Problem: SIM Karte, Y U NO WORK?! Die vom Kollege versucht: Nix. Im Hotel gefragt wo ein T-Mobile Laden ist: Aha, im Ort um die Ecke. Hin und gefragt was da los ist. „SIM updated“ stand im System. Registriert auf eine seltsame Firma. Er könne nix machen. Ok, scheißt drauf. Neue Karte für $50 gekauft. Die 55€ für die Karte die 30 Tage gehen sollte und nur 14 ging hol ich zurück: Pro Tip: Einfach im Land eine Karte kaufen, nicht auf Empfehlungen von Freunden von Freunden vertrauen!

Also wieder online und mit vollem (noch unbezahlten) Tank ab Richtung Yosemite. Die Landschaft änderte sich auf den 218 Meilen mehrere male sehr Eindrucksvoll. Von Küste mit Meer zu Landwirtschaft zu wuscheligem Weideland mit einem riesen See – oh wow: Plötzlicher Drohnen-Stop mit RETURN HOME ASAP Warnung wegen Wind. Aber trotzdem eine geile Aufnahme! Schlussendlich wurde es wieder grüner und mehr Bäume. Gegen Abend kam ich dann auf einem Campingplatz kurz vor dem Yosemite Park an – natürlich wieder offline.

Da ich mittlerweile ein Frühaufsteher bin ging es Donnerstag um 5:30 los Richtung Yosemite Park. Kostet ja nochmal $30 Eintritt. Scheinbar nicht wenn man vor der Öffnungszeit am Gate ist. „Closed. Pass through.“ Well. Ok 🙂

Ab hier wurde es dann wirklich eindrucksvoll! Die Straße schlängelt sich an einem Fluss entlang und rechts und links klaffen steile Felswände empor. Dort wo ein Redwood Baum wachsen kann tut er es auch. Mitunter halt auch mal auf der Straße 🙂 Nach etwa einer Stunde fahrt kam ich dann am Picknickplatz im Park an und stand neben zwei weitern Autos und 2 Rangern alleine dort. Erstmal Frühstück mit Blick auf den Yosemite Wasserfall! Eindrucksvoll! Fest entschlossen zu wandern quatschte ich die Nachbarn im Jucy Camper an, die hatten eine Karte und empfohlen einen easy walk am Fluss entlang. Klingt langweilig. Ich will zu dem Wasserfall! 4 Meilen. Was soll schon kommen?!

Fucking hell! Mit Rucksack, 2L Wasser, Sonnencreme und Foto-Equipment bewaffnet dachte ich nach einer Stunde bergauf ich sterbe. Interessanterweise hatte ich hier überall LTE Empfang und konnte immer schön mit Leuten quatschen oder auf Google Maps sehen wie weit ich bin. Ca 1/10 geschafft. Ach du Scheiße! Egal, es ist 8 Uhr und ich habe den ganzen Tag! Es wurde steiler und steiler. Ich machte mehr und mehr Pausen. Radfahren über Stunden: Kein Ding. Aber bergauf laufen? Puuuh! Nach halber Strecke dann endlich der Wasserfall direkt vor mir: OMG! Leider konnte man nicht „rein“. Aber dafür weiter hoch. OK, let’s do this! Es brauchte weitere 2 Stunden in der prallen Sonne. Aber letztendlich kam ich oben an. Fucking Upper Yosemite Falls! Und es hat sich gelohnt! Die Aussicht auf das ganze Valley, der Half Dome direkt vor einem, der Wasserfall mit Regenbogen im Sonnenschein. Eigentlich unbeschreiblich! Die Bilder können es auch kaum wiederspiegeln!

Nach etwa einer halben Stunde oben ging es dann den ganzen Weg wieder runter. Diesmal nicht auf Lunge und Ausdauer aber verdammt! Meine Knie! Insgesamt war ich hoch und runter 6 Stunden unterwegs. 1300m hoch und 1300m wieder runter. Wieder unten angekommen dann ein Sprung in den eiskalten Fluss und kurz am Strand gechillt. Die Dämmerung stand an und so fuhr ich noch beim Tunnel View vorbei zum Glacier Point um den Sonnenuntergang am Half Dome zu bewundern. Auf dem Weg leuchtet plötzlich die Reifendruck-Warnlampe auf. UND ZWAR BLINKEND mit BEEPS. Geil. Reifenwechseln im dunkeln mit Schwarzbären nebenan. Na das wird ein Spaß. Angehalten, nichts gesehen, wieder rein und vorsichtig weiter gefahren: Lampe aus. Alles super. US-Cars. Jaja.

Mittlerweile 22 Uhr, stockdunkel und der Campingplatz zu weit entfernt stoppte ich am Highway 41 und nächtigte neben einem Hiking-Trail mit Mountain Lion Warnschild. Welch eine tolle Nacht! So auch der nächste morgen. 5:30 schnell wieder ins Auto bevor der Löwe mich frisst und Richtung Fresno. Dort wohnt ein Arbeitskollege. Aber wohl noch am pennen. Also kurzer Stop an einem Park. Mittlerweile doch schon 7 und angeblich sollte das Gate zum Park ab 7am offen sein. War es nicht. Naja, mal hinten im Auto warten, vielleicht kommt ja jemand. Tat es auch. Und zwar eine Frau mit Auto, welche Fotos von mir machte und sagte „no parking, I’ll call the Sherrif“. WTF? Alles klar, weg hier!

Mittlerweile sitze ich bei meinem Arbeitskollegen, hatte eine Dusche und einen Kaffee und fühle mich wieder wie ein Mensch! Heute wollen wir schießen gehen und heute Abend wahrscheinlich dann zum Sequoia National Forest und mir 3000 Jahre alte Bäume angucken.

Road tripping

Das letzte Wochenede im Luxus ist vorbei. Mittlerweile bin ich seit 2 Tagen on the road again.

Nach der Woche Business hatte ich noch eine Wanderung zum Coit Tower angetreten und bin dabei die 400 Stufen der Filber Steps hoch und später die Greenwich wieder runter. Lohnt sich definitiv! Wie eigentlich immer dieses „hoch“.

Am Montag hab ich dann zusammen mit Jan und Sina meinen Jucy Trainlblazer abgeholt. Zusammen sind wir dann noch zum geschlossenen Nasa Center und zum Google Gelände gefahren. Kiss and bye am Airport ein wenig später war ich dann ganz auf mich gestellt. Ich muss zugeben ich hatte ja doch ganz schön Panik davor nach diesem unwirklich unmenschlichem San Francisco. Aber hey, ich hab ein halbes Jahr Australien überlebt! Meine größte Sorge sind ja wirklich Entscheidungen ganz alleine fällen und keine Campingplätze zu finden…
Entscheidung Nummer 1: Fahre ich direkt zum Yosemite oder erstmal an die Küste? Auf Bildern sah die Küste irgendwie lahm aus. Aber warum wird der Highway 1 immer so hoch gelobt? Ach ne. Direkt zum ausgebuchten Yosemite! Doch als ich dann so am Flughafen war entschied ich mich doch nochmal um: Ab ans Meer!

Kurzentschlossen bin ich dann also Montag am späten Nachmittag nach einem Grund-Einkauf doch Richtung Highway 1. Ich wollte bis Big Sur kommen. War dann wohl aber nix. Auf einmal war es schon 19:30 und der Sonnenuntergang stand vor der Tür. Ich war allerdings noch 2 Stunden entfernt. So spät bis in die Puppen eine Küstenstraße entlang wollte ich dann auch nicht, also fuhr ich an den Strand bei Marina und beobachte den Sonnenuntergang über dem Meer. Archivement unlocked! Doch wo pennen? Nebenan war ein Campingplatz. Aber alles voll, nur ein full hooked für $95! Nein Danke! Nach einem plausch mit einem Einwohner vom Platz hab ich mich dann einfach auf der Straße zwischen Camping und Hotel niedergelassen. Nach anfänglichen Sorgen ob ich hier abgeschleppt werde schlief ich dann aber doch ganz gut durch.
Dienstag war dann sozusagen mein zweiter Tag im Camper aber eigentlich der Erste richtige Tag auf Tour! Ab auf den Highway 1 gen Süden und dabei den 17 miles drive gemacht – eine Straße für die man $10,25 zahlen muss. Aber hat sich gelohnt, viele schöne Aussichtspunkte. An einem kamenmir die Tränen als ich Krabben und anderes Getier im Meer beobachte und mich daran erinnerte wie die Maus in Australien damit Stunden verbrachte. Aber die kleinen Eichhörnchen konnten mich wieder etwas aufmuntern. Am besten ich lasse ein paar Fotos sprechen:

Weiter nach Süden! Ab zu den McWay Falls. Ein Wasserfall am Strand. Wo gibt’s denn sowas? Ich war fest entschlossen hier mit der Drohne zu fliegen und nachdem dies schon 2 Leute getan haben: Ab hinterher! Der erste echte Flug an einer Sehenswürdigkeit. Ein paar Sekunden schönes Material habe ich. Aber irgendwie auch nicht mehr.
Mittlerweile gut durchgebraten und doch ein paar Stunden im Auto überlegte ich ob ich noch die 3h Richtung Yosemite machen soll oder…. Ach, ich fahr mal zu dem Campingplatz bei Big Sur. Vielleicht kann ich ja mal duschen!
Günstige $35 ärmer hatte ich dann ab 14 Uhr einen Platz auf dem Pfeiffer Big Sur Campingplatz bis zum nächsten noon. Was tun mit meiner Freizeit? Klar, erstmal den hiking trail. Der kurze war zu langweilig, also doch mal den mit den 4 Meilen Bergauf. Wie weit sind 4 Meilen überhaupt? Zu lange für mich heute. Bis zum Ende habe ich nicht durchgehalten, die Sonne war einfach auch zu brutal so ganz ohne Wind! Der gesamte Kalifornische Wind ist nämlich NUR in San Francisco! Eine schöne Blase hab ich mir trotzdem gelatscht. Aber eine ebenso schöne Aussicht hatte ich auch! Eindrucksvoll hoch oben! Zurück am Campingplatz hab ich mir dann leckeres Chicken Curry gekocht und bin erstmal direkt 2 Stunden eingeschlafen. Jetzt um 21 Uhr sitze ich in meinem Penthouse (so nennt Jucy das Schlafabteil auf dem Dach) und tippe diesen Eintrag. Offline. Ganz schön K.O. mit Blase am Fuß und Kopfschmerzen und bin ich nun am zweifeln ob ich soviele Erfahrungen noch 12 weitere Tage durchstehe… Mal sehen wie weit und wohin ich noch so komme bevor ich sage „Ich nehm mir jetzt ein AirBnB und zocke mit Wlan, Dusche und gewohntem Luxus bis zum Heimflug!“ – Die Option gibt es ja auch noch. Aber weg vom Luxus: rein ins Abenteuer; das war ja eigentlich mein Plan.

San Francisco: checked

Tag 3 und 4, also das Wochenende waren wir etwas gemütlicher unterwegs. Viel Busfahren und etwas im Golden Gate Park wandern:

Schließlich stand der Umzug in das Hotel an und nun neigt sich eine ereignisreiche Woche dem Ende zu. Ich habe mittlerweile auch das Gefühl ich habe mehr in San Francisco gesehen als daheim.

Doch fangen wir vorne an:

Montag war introduction und das erste Mal dass man alle neuen Kollegen in einem Raum gesehen hat. Wow. Die Firma ist groß geworden! Das bekommt man aus seinem homeoffice so gar nicht mit. Danach hatten wir dann einen Ausflug mit einem cable car. Nichts ahnend hatte ich die Cam natürlich zuhause gelassen, schließlich kenne ich die Ecke ja schon. Tja. Nur hatte es kein Kabel sondern einen Motor und ist einmal durch die ganze Stadt und sogar über die Golden Gate Bridge gefahren. Ich habe mich geärgert, aber einfach mal die Aussicht wirken lassen statt immer Fotos machen ist ja auch schön!

Dienstag war Hotel und Meeting only day.

Mittwoch stand ja eh noch ein Ausflug an. Und japs hier hatte ich die Cam dabei. Wir fuhren wieder über die Brücke und waren 2 Stunden wandern im Tennessee Valley. Danach ging es zum Weinanbaugebiet Napa Valley und wir probierten Weine für $48 die Flasche. Unter uns: 3€ Dornfelder mag ich lieber. Abendessen gab es dann auch sozusagen im Weinfeld mit Sonnenuntergang. Nicht sehr spektakulär aber dafür kalt. Wie schnell es hier abends abkühlt!

In der Weinregion Napa Valley konnte ich auch mal die Drohne fliegen, mit Blick auf das Weingut V. Sattui. Noch keine Videos. Die kommen noch…

Donnerstag hatten wir interessante Vorträge von Leuten aus der Szene und das typische Firmen-Programm mit Abendessen und Alkohol.

So in etwa dann auch am Freitag mit Team Meeting im Hotelpool.

Tag 2 in San Francisco

Tag 2 ist rum, bzw eigentlich Tag 3 angebrochen. Geschlafen von 23-8 Uhr: Der Jetlag scheint überwunden. Das ging schneller als erwartet!

Gestern waren wir im Stadtkern etwas shoppen und etwas Tourie-Sightseeing. Gesehen haben wir das Ferry Building, Alcatraz von weitem, Robben am Pier 39, Fisherman’s Wharf, die Lombard Street, sind kurz mit dem überfüllten Cable Car gefahren und liefen durch das schon geschlossene Chinatown. Dann auf dem Heimweg einkaufen im Whole Foods und dank Amazon Prime 10% Rabatt bekommen – Verrückt! Auf jeden Fall hat sich gestern das MUNI Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel gelohnt.

Auch auf dieser Tour, vielleicht sogar noch mehr als vorher, haben wir überall Obdachlose gesehen. Arm und reich direkt nebeneinander. Als Offenbacher/Frankfurter kennt man ja den ein oder anderen Obdachlosen. Aber hier ist das doch noch mal eine ganz andere Nummer. 🙁

Etwas schöner und ausgeschmückter hat das Sina in ihrem Blog.

Die nächsten Tage werden wahrscheinlich etwas ruhiger in den Blogs. Die ersten Kollegen sind gelandet und wahrscheinlich wird man sich mit diesen treffen. Spätestens Sonntag ziehen wir um ins Hotel – wo ein Frühstück $50 kostet!

Jetzt laber net so viel, zeig uns Bilder:

California here I come

Da bin ich nun – in Kalifornien! – mit 2 Arbeitskollegen/Freunden 4 Tage vor dem Business Meetup meiner Firma.

Aber erst nochmal zurück; warum überhaupt: Zweimal im Jahr plant die Firma ein Meeting mit allen Angestellten und Freiberuflern – damit man sehen kann wie groß neue Gesichter in diesem RL sind. Dieses mal stand – wegen einem neuen Investor – San Francisco auf dem Plan. Ja geil! Aber nur für ein 5 Tage langes Meeting 22 Stunden im Flieger sitzen und mich mit Jetlags quälen? Das lohnt doch nicht! Also spontan noch 4 Tage davor (mit meinen besten Kollegen) und sage und schreibe 2 Wochen hintendran (solo) gepackt. Mein Erster Urlaub so ganz allein… Wie das wohl wird? Aber dazu kommen wir in einer Woche…

Der 11 Stunden Flug war super angenehm. Felix – der Glückliche – hatte mal wieder Glück und 2 freie Sitzplätze neben sich. Dank der neuen Kopfhörer mit ANC fühlte sich es diesmal auch an: wie fliegen! Kein permanentes dröhnen mehr im Kopf! Jeden Euro wert!

Als Start der Reise wählten wir ein AirBNB zwischen Flughafen und Stadtkern. Für hiesige Verhältnisse günstig, zumindest wesentlich günstiger als das Hotel in das es nächste Woche geht. Der Gastgeber hatte uns vorab schon vor der „rude neighborhood“ gewarnt. Naja, wir sind ja zu Dritt. Was soll schon passieren?! Zugegeben: Bisher absolut gar nichts. Aber so ganz wohl fühle ich mich draußen irgendwie auch nicht…

Die Erste Nacht war dementsprechend kurz: Was war das für ein Geräusch? (Die Eingangstür führt direkt in mein Schlafzimmer) Warum ist das Licht draußen an gegangen? Wie viel Uhr ist es überhaupt? Die 9 Stunden in die Vergangenheit merkt man doch… Ich zumindest.

Mit einer Handvoll Stunden Schlaf ging es dann heute – Donnerstag – zu Fuß durch die Stadt. Auf dem Programm standen:

Balmy Alley – Graffity an Garagentoren

Mission Dolores Park – Park mit Hundefreilauf und Sonnenbad

Rainbow Crosswalk – Wie der Name es sagt, gelegen im „Gay Pride“-Viertel (@Maus – Das Bild ist gestellt, keine Angst 😉 )

Corona Heights Park – steep climb aber jeden Meter wert! Eukalyptus-Duft von den Bäumen und tolle Aussicht!

Buena Vista Park – Wildes Wäldchen mitten in der City mit – Achtung – Coyoten! (Und wir haben einen gesehen!)

Haight Ashbury – Das Alternativen-Viertel. Bisher mein Favorit vom Publikum her. Endlich „satan is my spirit animal“ auf T-Shirts statt 90er Baggy Pants 😉

Painted Ladies – Häuschen. Warum? Häuschen halt. Ok, schön sehen sie aus mit der Skyline im Hintergrund.

Unterm Strich viele, doch sehr unterschiedliche Ecken! Von arm und dreckig bis sehr wohlhabend mit Blümchen vorm Haus, mexikanisch, Gay Pride und alternativ. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Immer und überall ein Hauch von Marihuana in der Luft.

Morgen steht dann die Skyline von Nahem und der Hafen auf dem Plan.

Insgesamt von 11-18 Uhr, 12km zu Fuß unterwegs. Wetter 16°C mit 40km/h Wind – Wir haben alle Sonnenbrand. Gelungener Ausflug!

19.12. bis 07.01.2016 – Von Lamington zu bunten Himmeln bis hin zu Abschieden

Nun ist es soweit: ;( Wir sitzen am Airport Melbourne und warten auf unseren Rückflug… eigentlich wollen wir doch alle hier bleiben. Vielleicht…….

Aber kommen wir dazu, was die letzten… hmm… Wochen(?) so passiert ist. Viel zu schnell ging es rum. Viel zu viele km (3800) sind wir gefahren. Viel haben wir gesehen und doch Vieles war irgendwie erstaunlich ähnlich! Strände, Wälder, Straßen und Dörfer. Doch erstaunlich, wie wenig sich trotz der vielen Kilometer unterscheidet. Im Grunde bleibt halt alles schön. 😉 Die Bilder helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge:

Im Lamington Nationalpark waren unsere ersten 2 Nächte in der Wildnis mit unserem Camper. Dies nutzten wir für unsere bisher längste und steilste Wanderung. 14km, 800m runter und wieder rauf. Einen echten Weg gab es nicht, viel mehr nur einen Pfad. Dafür sahen wir Eidechsen und blaue Krebse… (mjam! Die kann man essen wie uns erzählt wurde)

Zwischen dem Park und Sydney spielen sich in meinem Gedächtnis viele Orte mit Strand ab. Byron Bay, Emerald Beach, Coffs Harbour, Port Macquarie, Newcastle, Blacksmiths. Alles ähnelt der Sunshine Coast, oder der Gold Coast, oder der ganzen Ostküste? Viele Strände, viele Touristen, viele Einheimische auf Surfbrettern und verdammt teure Campingplätze! Stimmt, es war Hochsaison und außerdem dieses Weihnachten! Ja, Weihnachten. Am Strand! Ups… eher im Regen. 2 Tage verbrachten wir mehr oder minder im Camper, trotzdem hatten wir ein schönes Fest und verdammt leckeren, selbst gebraten Fisch und Garnelen. 😉

Allmählich lernten wir, wie man verboten wildcampt ohne erwischt zu werden und sparten jede Menge Kohle mit kalten Duschen und bereiteten uns somit auf Sydney vor. Aber vorher ging es dann doch noch einmal vom Strand weg in die Blue Mountains. Dort gibt es einen absolut wahnsinnigen Ausblick! Nur nicht für uns. Denn irgendwie sahen wir exakt 47,3cm weit (siehe Jana im Nebel). Schade eigentlich. Immerhin der touristische Ausblick bei den Three Sisters war möglich, wenn man sich an TAUSENDEN Chinesen entlang kämpfte. Wahnsinn wie viele Mensch sich gleichzeitig 3 Steine anschauen! Irgendwo auf dem Weg gab es dann noch Delphine (eigentlich sahen wir sie an vielen Stellen, surfend mit den Wellen), Koalas in einem Koala-Hospital ;( – Tolle Arbeit, die die Leute da für die Opfer von Hunden, Autos, Feuer oder Chlamydien leisten! -, Alpakas und lustige Steinformationen durch welche die Wellen schlagen.

Angekommen in Sydney war unser erstes Ziel eine Stelle für Silvester ausfindig zu machen. Also ab zu Macquaries Chair. Schön da! Aber an New Years Eve sicher die Hölle! Mal sehen was man sonst noch so findet… Aber wenn man schon einmal da ist: Wir sind ins Aquarium und hoch auf den Tower. Lohnt finde ich. Alleine das Becken mit den Haien! Beeindruckende Tiere! Weiter zum NYE-Spot. Insgesamt 5 Stellen haben wir uns angeschaut und zum Schluss dann doch relativ zufällig eine super Stelle gefunden. Hier stand der Camper 2 Tage an einer kostenlosen Stelle und unser Zelt sicherte zusammen mit Decken und Handtüchern einen Platz mit der Perfekten Aussicht. Gut, dass wir so früh da waren. Wie sich die nächsten 2 Tage herausstellte, fanden noch mehr Leute die Stelle gut! Pretty voll hier, aber alles in allem sehr entspannt. Ein gesicherter Platz bleibt gesichert und selbst beim Feuerwerk kann man sitzen bleiben. Das dachte ich nicht! Dafür dachten wir, dass das Feuerwerk selbst länger geht! Kaum hat man angestoßen und eine Handvoll Fotos gemacht war es nach 12,5 Minuten auch schon vorbei :-O. Und dafür warteten wir jetzt 2 Tage und 2 Nächte hier? Nagut. Es waren 6 Stellen am Himmel erleuchtet und das mit einer Menge an bisher nie gesehenen Formationen und Farben. Einmal im Leben! *check*

NYE war vorbei und noch einiges an Weg stand vor uns. Also ab in den Van und km schruppen! Vorbei an einem riesen Merino (Die Australier haben quer verteilt „Big Things“. Die spinnen! Aber gut, hier ist ja eh alles größer als man es kennt.) und einer Statue von Ned Kelly. Ab in die Haupstadt des Kontinents, aha, langweilig hier, und weiter zu den 12 Aposteln, dem zweit meist fotografierten Motiv in Australien. Unten 2 von den noch stehenden 8, hier ist das Meer schöner, weil ausnahmsweise mal die Sonne heraus kam. Ja, irgendwie war es verdammt kalt! Was ist los?! Australischer Sommer? Regen, Wind, kalt. Fast die Hälfte der Tour war das Wetter nicht auf unserer Seite. Man merkt, dass die Regenzeit hier anfängt. Vielleicht besser abzuhauen, bevor die wirklichen Unwetter hier anfangen…

Kurz vor Schluss machten wir noch eine Detour zu einem „Koalas in the trees“-Spot in WikiCamps. Oha! Bestimmt 20 Stück waren hier in den Bäumen entlang der Straße verteilt! Schön zu sehen. Es gibt also doch noch mehr als man auf den ersten Eindruck denkt! Ein paar km weiter auf der Great Ocean Road wütete ein Buschfeuer. Nicht dran zu denken wie viele Tiere hier… als wir da durchfuhren (als die Straße wieder offen war). So hat alles seine 2 Seiten hier down under. Trockenheit und Hitze kosten vielen Tieren und Menschen Heim und Haus. 🙁

Unsere letzte Nacht in Melbourne gingen wir noch einmal dort Essen, wo alles begann und verzockten unser letztes Bargeld im Casino. Dekadent groß! Und dekandent überhaupt…. Flammenwerfer-Türme vor der Tür z.B. Aber viel zu schnell war das Geld weg und der Traum von ein Haus am Meer war wieder etwas weiter in die Ferne gerückt.

Tja, nun sitzen wir hier und verdrängen die Gedanken, dass alles vorbei ist, denn sofort kommen die Tränen. Tröstlich ist der Gedanke, eines Tages (z.B. in 2 Monaten wenn man merkt wie scheiße das Wetter in Schland ist!) zurück zu kommen. In das Land wo alles größer, spannender und abenteuerlich ist.

14.12. bis 19.12.2015 – Sand, Sunshine Coast und volle Busse

Jo, ich bin mal wieder dran mit Blog schreiben… Viel ist passiert, viele Bilder rödeln im Hintergrund durch die Bearbeitung…

Auf jeden Fall war der Rückflug aus Neuseeland sehr entspannt und ich freute mich wieder auf das warme Wetter! Irgendwie bin ich doch mehr auf der Seite der Aussies was diese zwei Länder anbelangt. Neuseeland war für mich eine nette Abwechslung nach der langen Zeit in Australien, erinnerte mich aber durch das Wetter und die Flora zu sehr an „daheim“. Ja, angekommen fand uns mein Bro direkt im Airport in Brisbane. Das hat super geklappt, auch die Fahrt danach mit Uber lief problemlos. Gute Sache dieses Uber im Vergleich zu normalen Taxis! Den ersten Abend wollte ich dann noch Brisbane bei Nacht fotografieren und lief mit Stephan zum Fluss. Auf dem Weg die bekannten Gesichter: Possums, Flying Fox, fette Spinnen. Kenn ich. Stephan aber nicht, so erschreckte er sich erstmal, als die 1m Fledermaus über uns aus dem Baum kam 😀

Nach der ersten Jetlag Nacht, immerhin hatten auch wir 3h Zeit-Versatz und waren voll im Camping/Sonnenaufgang-Zyklus, ging es dann wieder mit Uber zum Van-Anbieter. Kleiner als gedacht! Das wird lustig zu dritt! Aber no worries! Ab zu Leon und unser Sack und Pack in den Van: VOLL. Ups! Egal, weiter zum Supermarkt und Futter, Wasser, noch mehr Campingkram gekauft und los geht es!

Unser erstes Ziel war Fraser Island. Auf dem Weg machten wir 2 Nächte halt in Noosa Heads. Fette Pelikane am Strand – Ja da ist mein OZ wieder! Jeden Tag ein neues, unbekanntes Tier mit dem ich nicht gerechnet habe! Viel machten wir hier nicht, eine kleine Wanderung zu einem Delphin-Aussichtspunkt, an dem keine Delphine, dafür wieder mal Riesenschildkröten waren und etwas entspannen, zusammen mit gefühlten 1000 Kindern von Einheimischen – denn die Sommerferien fangen hier am 14.12. an und Aussies fahren dann mit ihren Kids zum Campen! UND ZWAR ALLE!

Weiter ging es nach Rainbow Beach, wo unsere Überfahrt zu Fraser Island am nächsten Morgen um 7 Uhr auf dem Programm stand. Leider war kein Tagestrip mehr frei, deswegen nur eine eintägige Busfahrt über diese Sandinsel. Ja, BUSFAHRT IM SAND! Das muss man sich erstmal vorstellen: Vor uns dicke 4WD Autos, die sich schauckelnd im Dschungel durch puren, feinden, weißen Sand quälen und dahinter ein 40-Mann-Tourbus mit einem super lustigen Fahrer, der versucht per „sanftem hupen“ die Autos zu überreden, ihn vorbei zu lassen. Weil so ein 20 Tonnen, Doppel-Dieselmotor betriebener 4WD Bus kann mit 2cm links und rechts zu 1000 Jahre alten Bäumen schneller durch den Sand heizen (und wir zum Takt der Erhebungen dazu auf der hintersten Bank hüpfend). Danke Sicherheitsgurte! Wir hatten es ja auch eilig. Es stand Lake McKenzie, bunte Sand Pinnacles, ein 80 Jahre altes Schiffswrack, dass Japaner dort zurückgelassen haben und eine kleine Wanderung und mehr auf dem Programm. Was gibt es hier zu berichten? Das Wrack ist cool und Lake McKanzie IST DER WAHNSINN! Also Whitehaven Beach war echt schön, aber hier war es im Grunde genau so, nur dass man in reinem Regenwasser schwimmen konnte! Welch eine Wohltat nach dem Jellyfish-Salzwasser! 😀 Leider hatten wir hier nur 40 Minuten Zeit.

Ab jetzt ging die weitere Tour nur noch in Richtung Süden, weg von den Jellies zu Stränden, an denen man gefahrlos schwimmen kann, vorbei an der Sunshine Coast, durch Brisbane durch und ab an die Gold Coast. Hier machten wir einen Stop in Surfers Paradise. Trotz Wolkenkratzern eigentlich ganz schön hier! Und wie der Name es ja schon sagt, nutzte Stephan den Tag zum Surfen.

 

08.12. bis 13.12.2015 – Der Herr der Hobbits

🎬 Großartig! Wir fuhren nach „Matamata“ bzw. nach „Hobbiton“ und gafften auf das Filmset von Peter Jacksons Filmen „Der Hobbit“ und „Der Herr der Augenringe“. Das Set/ die Range ist echt riesig und wurde an manchen Stellen wegen Jacksons perfektionistischen Ader richtig krass umgestaltet! Wenn man sich die anderen Touri-Gruppen weggedacht hat, schien alles wirklich wie eine andere Welt. (Leute wie Felix kamen sich groß vor; Leute wie ich fühlten sich endlich in einer angemessenen Umgebung. 😀)

💧Unser Weg führte uns zu „Lake Taupo“. Dort erwarteten uns weitere Stinkepools (mud pools). In „Taupo“ selbst ein ganzer Park davon. – Da ist nix mit frischer Luft schnuppern bei einem Spaziergang durch den Park! Auf jeden Fall wird einem dann doch klar, wie dünn die Erdkruste eigentlich ist. Ich sagte nur zu Felix: „Zum Glück sind wir nur zwei Wochen hier!“. Wer nach Taupo kommt, muss sich unbedingt die abartig eisblau-weißen“Huke Falls“ anschauen und dort auch den Wanderweg langlaufen. 👌 Also sowas haben wir farblich noch nicht gesehen.

💧Sehr schön war es auch am nächsten Tag in „Rotorua“ im „Te Puia Park“: Von einem Maori wurden wir durch die Geysirlandschaft geführt und durften ein bisschen was über die maorische Kultur erfahren. Ein bisschen albern fanden wir die nachgestellte Begrüßungszeremonie vor dem Gemeindehaus. -> zu touristisch. Interessant hingegen war die Verarbeitung von Holz(stämmen) für Figuren und die anderer Materialien für Kleidung. Beeindruckend war der „Pohutu Geysir“. Wir mussten uns ganz schön gedulden, bis der mal eine Fontäne ausstieß. Bei uns schaffte er ca. 10 Meter. (Hätte sich ja mal ein bisschen mehr anstrengen können!) Drei Mal dürft ihr raten, was wieder ohne Ende in dem Park vertreten war … Genau! Stinkepools. Aber: Don’t worries. -> Das sagen die in Neuseeland auch. Der Brüller war allerdings das Kiwi-Haus: Dort konnten wir nämlich endlich❕❗️❕ – einen Kiwi, der uns den Rücken zukehrte, live in Schwarzweiß auf einem Monitor sehen. 😏 Die Kiwis sind nämlich nicht nur nachtaktiv – was nicht so schlimm gewesen wäre, da die Käfige schwach beleuchtet waren – sondern auch sehr schläfrig, was heißt, dass sie ewig nicht aus ihren Häuschen rauskamen. Wir hatten die Viecher erstmal abgeschrieben.

🌋 🗻 Eines der tollsten Erlebnisse waren die Ausblicke auf die (Vulkan-)Berge im „Tongariro Nationalpark“!!! Endlich einmal den „Schicksalsberg“ – Morrrrrdorrrr – sehen. Dabei handelt es sich um den aktiven Vulkan „Mt. Ngauruhoe“ (2291 m). Da den Namen wohl kaum einer aussprechen kann, bleibt es bei der Schicksalsbergbezeichung. 😉 Der Schneeberg „Mt. Ruapehu“ (2797 m hoher Vulkan) gleich nebenan war auch nicht zu verachten! Gerade weil beide Vulkane saisonal relativ wenig schneebehangen waren, gefielen sie uns so gut.

👣 Wir wanderten über 20 km auf einigen der verschiedenen Wege in dieser großartig, vielfältigen Landschaft: Farblich eindrucksvoll waren die „Silica Rapids“, denn die Routen der Wasserschnellen waren vanillegelb. Das Wasser natürlich wieder glasklar! Das Ganze zwischen Vulkangesteinen und (von mir liebevoll genannten) Puscheln * (Büschen; Gräsern) eingebettet. Ein Plus bekommt ebenso der kleine Spazierweg zu den „Tawhai Falls“ (,wo Gollum Frodo den Ring abluchsen wollte). Den absoluten Höhepunkt unseres Neuseelandtrips bildeten aber die „Tama Lakes“ (Kraterseen) beim Schicksalsberg. Grandios! Die blauen Farben sind wirklich ähnlich den publizierten Bildern. 👍👍👍

Unseren letzten Tag verbrachten wir in „Otorohanga“. Wir wollten die Kiwi-Geschichte doch noch nicht so schnell aufgeben und schauten mal beim „Kiwi-House“ (eher ein Hospital) rein. Na, jetzt aber! Da wurden die Kiwis gefüttert und man konnte sie, auch wenn es stark dunkel war, richtig nah sehen. – Seltsam dieses Tier: Irgendwie war es größer als gedacht. Hm. Kann nicht fliegen, aber dann soooo einen riesen Schnabel haben. Und dann stochert es damit immer zuckelnd im Laub nach Nahrung rum. Ulkiges Vieh! Vor allem wenn es sich noch mit den staksigen Beinen an der Seite kratzt. 😂 (Bilder sind nicht erlaubt, deshalb von Felix das Bild oben vom Kiwi im Glaskasten.)

Die Zeit vor unserem Rückflug nach Brisbane vertrieben wir uns am „Queens Harbour“ (,einer der 1000 Häfen) in Aukland. – Aukland, da gibt es nicht viel zu schreiben … Die Stadt ist groß und vollgestopft mit Touris.

✈️-> Welcome back to nice and warm Australia! And welcome Felix Bro Stephan!

01.12. bis 07.12.2015 – Was für ein DieLämmer!

✈️ Nice flight nach „Christchurch“/ New Zealand. Also jetzt wirklich. 😉 Es fehlen uns nun noch mal 3 Stunden mehr, aber no worries.

Schade! Unsere Airbnb-Gastgeber haben uns doof behandelt und so war unser erster Eindruck von den Kiwis eher uähbäh.

🚐 🌄 Erstmal am nächsten Morgen den geilen Campervan von einem bestimmten Anbieter abgeholt; Felix sich an das große Vehikel gewöhnt. – Eigentlich hatte der Arme gar keine Eingewöhnungszeit. Die erste Fahrt nach „Hanmer Springs“ war seine Probestrecke. – Ging ja „nur“ ständig kurvenreich bergauf bergab … Und ich immer schön links am Abgrund sitzend! (So weit weg zu sterben ist schlecht: Da kostet entweder der Leichentransfer nach Dtl. oder die Reise der Hinterbliebenen zur Beerdigung zu viel.) Rechts und links regelmäßig MUHs und MÄHs auf quietschegrünen Weiden. Eigentlich wollten wir uns danach abends erstmal betrinken, ABER die unfreundliche Kassiererin vom „Countdown-Supermarkt“ hat wohl gemeint, sie müsse uns schikanieren (Erst wollte sie Felix Führerschein nicht akzeptieren, dann wollte sie nicht nur seinen Reisepass sehen, sondern auch meinen …) – Letztendlich ließen wir die Alte auf ihrem Alkohol sitzen! Jawohl. Und zack war der zweite Tag schon vorbei. – Wenigstens der Campingplatzbesitzer unserer ersten Campinglocation war nett. – Der nahm uns auch ohne Reisepassvorlage bei sich auf!

Am nächsten Tag gingen wir gleich in Hanmer Springs ins Thermalbad. Da es in Neuseeland hier und dort rumbrodelt, verwenden die das heiße Zeuch für verschiedene Pools von 28 bis 42 Grad. Wer auf Schwefelgeruch 🍳 steht, kommt hier voll auf seine Kosten! 😀 Urlauber, die zu einer kälteren Jahreszeit anreisen, würde ich das Bad auf jeden Fall empfehlen.

🐋Weiter ging es die Ostküste entlang zu einem Ort namens „Kaikoura“. Dort am „Ohau Point“ kann man mit etwas Glück – das wir nicht hatten – Wale beobachten und Robbenkolonien. – Das Glück hatten wir! BILDER Übrigens war der Sand dort eher grau-schwarz, also der totale Gegensatz zum Whitsunday-Sand. Später fuhren wir in Richtung „Havelock“, in den Nordosten der Südinsel, und übernachteten auf dem Campingplatz mit den meisten Insekten ever! Aber wir haben es überlebt!

🌿🌅 Yeah! Auf zum „Abel Tasman National Park“ an der Nordküste der Südinsel ging’s am darauffolgenden Tag. Wir wurden mit einem Wasser🚖 von „Marahau“ zu der Bucht „Anchorage“ gebracht. (Video) Auf dem Weg dorthin haben wir noch gedacht: „Oh Mann! Der fährt ja immer weiter und weiter! Das müssen wir alles wieder zurücklaufen!“ 😩🔫 Es sah aber alles viel weiter aus als gedacht und wir wanderten dann an der Küste entlang zurück. Also: Hammer Park mit echt schönen Wanderwegen mit vielen Aussichtspunkten auf das smaragdgrün-türkisfarbene Meer mit „goldenem“ Strand. Wir wären auch gern noch länger da geblieben, aber die Zeit drängte und so genossen wir am Folgetag noch ein paar Stunden am Strand (im Watt bei „Kaiteriteri“ und in der Bucht des „Split Apple Rock“).

🚢 Also fuhren wir nach dem schönen Abel Tasman NP nach „Picton“, wo unsere Fähre nach „Wellington“ ablegen sollte. Details dazu werden an dieser Stelle AUS DEN GRÜNDEN weggelassen.

🚐 ➡️ 🚗 Supi, auf der Nordinsel irgendwo auf dem Highway konnten wir endlich mal den self-contained Campervan nutzen und ihn für’s kostenlose Übernachten nutzen. Damit glichen wir die relativ hohen Kosten vom Camping am goldenen Oststrand aus. In einem Rutsch musste Felix die letzte Strecke abreißen? So viel zum Thema „Relocation“: Geld sparen beim Ausleihen eines Fahrzeuges ist ja gut, aber der Zeitpunkt der Abgabe sitzt einem doch ganz schön im Nacken und es wird stressig! Wir konnten den Van rechtzeitig abgeben und tauschten ihn gegen, sagen wir … ein etwas kleineres Gefährt ein.

Wie es uns in der der zweiten Neuseeland-Woche ergangen ist, berichtet Felix. 😊

21.11. – 30.11. Vom Strand ins Outback

Tja, wo soll ich da anfangen… So lange ist es her und so viel haben wir erlebt, da muss ich schon ein wenig in meinem Gedächtnis graben…

Los ging unsere Tour 300 km neben Townsville, nach Airlie Beach. Hier setzten wir nach zwei Nächten im Zelt über zu Whitehaven Beach. Dem zweit weißesten Sandstrand der Welt. Der Plan war dort 1-2 Nächte zu zelten, dementsprechend haben wir uns mit Dosenfutter und Toastbrot eingedeckt. Nach Knapp einer Stunde mit dem Speedboat kamen wir dann an den Strand:

Willkommen in einem TV-Spot für weiße Kokos-Pralinen!

Der erste Tag führte uns dann zu Fuß 3,6 km über die Insel an einen zweiten Strand. Genannt Chance Bay. Nicht ganz so weiß, dafür komplett menschenleer! Auf dem Weg Echsen in allen Größen, von 5 cm bis etwas über 1 m! Hier testeten wir dann diese tollen Stinger Suits. Echt sexy! Aber etwas sicherer fühlt man sich damit dann doch in der Quallen-Saison. So verstrich der Tag und die Nacht mit sternenklarem Himmel und nur zwei Zeltnachbarn und ein paar kleinen Segelbooten vor der Küste.

Am Zweiten Tag kam der Skipper mit vier weiteren Gästen und nahm die zwei wieder mit. Ohne uns, wir wollten noch eine Nacht länger bleiben! Seine Worte: „Ich weiß nicht ob ich morgen komme, vielleicht erst wieder übermorgen“. Wir hielten dies für ein Scherz, da wir ja für 1-2 Nächte geplant und gebucht haben… Aber No worries! Auf jeden Fall verbrachten wir diesen Tag dann komplett am Whitehaven Beach und bekamen mit, wie über den Tag verteilt gute 10 Touristenboote abwechselnd fuhren, mit jeweils mehreren hundert Touries an den Strand karrten. Die Crew baut vorher schnell ein Beachvolleyball-Netz auf und legt kaltes Wasser in den weißen Sand. Nach 1 1/2 h verlassen dann alle wieder das Paradies und die nächste Fuhre kommt an… Wir flüchteten und holten uns bei dem 14 km Fußweg zum andren Ende vom Strand und zurück unseren ersten Australien-Sonnenbrand. Aber wer kann schon behaupten, Whitehaven Beach komplett abgelaufen zu sein?

Der dritte Tag, unsere Abreise. Na, wo bleibt denn der Skipper? Tatsache er kam nicht… Ok, Zwangs-Entspannen! Tja, dumm nur, dass wir dann gemerkt haben, dass unser Toastbrot mittlerweile -Australien typisch- nach 3 Tagen komplett verschimmelt war… Es blieben noch 2 Schoko-Cookies. Für 24 Stunden… Immerhin hatten wir noch genug Wasser!

Ausgehungert und die Schnauze voll vom Strand und Sandflies (Jana zählte rund 40 aktive, juckende Mücken/Fliegen-Stiche) machten wir uns auf den Weg ins Outback.

Unser erster Stop war Sapphire, eine „Goldgräber-„, nein eigentlich Saphir-Gräber-Stadt. Echt urig, wie überall die Maschinen zum Graben und Buddeln umherstehen und alles ein wenig nach der Chance reich zu werden riecht. Wir besichtigten hier eine der größten Hand gegrabenen unterirdischen Minen und lernten auf einer 2-Mann-Tour alles über Saphir-mining und die Geschichte der Mine. Super interessant! Danach ließen wir es uns nicht nehmen und kauften für 20$ einen Eimer voll Dreck und entdeckten tatsächlich etliche kleine, wohl wertlose Steinchen. Dennoch konnte ich voll mitfühlen wie es sich als miner so anfühlt, die Chance zu wittern, schnell reich zu werden. Würde ich näher wohnen, würde ich mir eine Lizenz zum Buddeln kaufen… 🙂

Nach 2 Stunden bei 42°C in der Sonne, mit dem Tütchen Saphiren in der Tasche machten wir uns dann weitere 300 km ins Outback auf, mit dem Ziel Carnarvon national park. Die Maus verbietet mir, meine 19 best of Bilder hier rein zu packen, aber es waren halt auch 14 km Wanderung (bei 41°C) zu Aboriginal Höhlenmalereien, einem Moos-Garten, diversen Creek-Überquerungen und Felsschluchten mit Wasserfällen in denen es rapide kälter wurde. Wir sind uns beide einig, dass dieser Wanderweg der schönste ist, den wir bisher im Leben gesehen haben! Leider hatten wir hier auch nur 2 Nächte und mussten dann ja schon wieder weiter…

Nach etlichen hundert km – ich muss sagen Outbackfahrten in Australien sind langweilig. ABER ENTSPANNT (sofern man einen Tempomat hat) – endeten wir dann in Brisbane mit unserem geplanten Flug nach Neuseeland.