Tag 5: Hindutempel in Victoria

Der heutige Tag stand im Zeichen unseres Besuchs in der Hautstadt Victoria, durch welche wir in den vergangenen Tagen mehrfach bereits durch gefahren sind. Also früher morgens los um dort zugleich zu Frühstücken.

Die Stadt ist die Einzige auf Mahe, für welche auch ein Parkschein erforderlich ist. Auf dem großen Parkplatz angekommen gab es kaum noch freie Plätze. Wir wurden von Einheimischen eingewiesen und und wurde erklärt, wo wir das entsprechende Parkticket kaufen können. In einem Kiosk gegenüber! Als wir mit dem Parkschein zurück kamen, wurde für diesen Dienst auch ein Kleingeld erwartet. Angesichts der Strafe von 1.000 SCR haben wir das dann auch gerne gegeben.

Dann los zum Frühstück zur Glorious bakery. Drinnen sitzen mit Klimaanlage auf 16°C, uns war fast kalt. Frühstück war lecker und im Anschluss ging es direkt weiter zum großen Markt der Stadt. Direkt am Eingang gab es recht große, frische Fische. Mit der Nase hätte man diese auch gefunden. Sonst viel Obst, alles etwas unübersichtlich und z.T. ohne Preisangaben. Felix kaufte eine riesen Avocado und konnte sogar noch ein bisschen handeln.

Während dessen begann es mal wieder stark zu regnen. Deshalb hielten wir uns weiter im Markt auf. Im ersten Stock gab es noch etliche Läden mit Kleidung und Souvenirs. Dann sind wir im Regen noch weiter um den Block durch die Stadt, irgendwie mehrmals im Kreis. Einheimische haben wohl immer einen Regenschirm in der Tasche. Wir waren zumindest gefühlt die Einzigen ohne Schirm. Im Regen ging es dann zum Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Temple, der eigentlich zu dieser Zeit bereist geschlossen haben sollte. Da aber ständig Leute ein und aus gingen, sind wir auch hinein. Laut Regeln natürlich ohne Schuhe. Dort war gerade eine Zeremonie im Gange. Wir vermuten in eine Hochzeit geplatzt zu sein, aber dies schien niemanden zu stören. Am Ausgang wollte dann ein sehr netter Inder unbedingt ein Foto mit mir machen. Weshalb gerade von mir, kann ich nicht sagen. Haben uns noch kurz unterhalten und dann weiter im Regen.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kamen wir noch an einer Eisdiele vorbei und gönnten uns noch ein Eis. Den Nachmittag verbrachten wir noch in der Unterkunft und am Pool. Außerdem wurden weiter Karten gespielt.

Tag 4: Fledermaus und Kokosnüsse

Der neue Tag startet wieder mit gemütlichen Frühstück auf unserer Terrasse. Allerdings standen an diesem Tag in unserer Unterkunft Arbeiten des Gärtners an. Da es keinen Rasenmäher zu geben scheint, hat dieser die gesamte Rasenfläche mit den Kantentrimmer „gemäht“ und außerdem Pflanzen und Hecken geschnitten, was doch recht laut war.

Jana hat es vom gestrigen Tag im Bezug auf Sonnenbrand am meisten erwischt und hat dem entsprechend einen Tag zu Hause eingelegt. Felix und ich sind mit Kamera bewaffnet hinunter zu unserem Strand, an welchem wir an Tag 2 schon im Regen waren. Der Strand ist wirklich sehr lang. Zum Teil kann man nur auf dem Sand laufen, weil die Strandpromenade von verschiedenen Hotels und Apartments unterbrochen wird. Hier kamen wir auch in einen Bereich, in welchem wir den Altersschnitt doch stark angehoben haben. Es war heiß und sonnig. Da ich auch etwas „angebrannt“ war, bin ich kurzentschlossen mit T-Shirt schwimmen gegangen. Aufgrund der Temperaturen auch komplett egal, ob man bei 32°C mit nasser oder trockener Kleidung herum läuft.

Am Strand entschieden wir uns dann eine Kokosnuss zum Trinken zu kaufen und wurden am Stand von einer Federmaus überrascht. Die Betreiberin des Standes hat diese als Jungtier aufgezogen und die Federmaus flogt ihr nun auch unter freiem Himmel und begleitet sie überall hin. Hier entstanden auch großartige Fotos. Außerdem wollte die Maus mir meinen Hut klauen. 😀

Felix ist dann früher zurück und ich bin noch etwas am Strand geblieben und war nochmal schwimmen. Dort wurde ich von einem Einheimischen angesprochen, der wieder Bootstouren und auch Gras verkaufen wollte. Ich lehnte dankend ab. Wir sind dann noch ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass er mit einer deutschen verheiratet war und sechs Jahre in der nähe von Hannover gelebt hat. So klein ist die Welt…

Am Abend ging es dann ins Boat House zu einem Buffet und Cocktails. Alles sehr frisch und lecker.

Tag 3: Privatstrand mit Parkplatz

Nach dem Geld abheben am Geldautomaten (ATM), ging es an Tag 3 ohne Regen im Gepäck mit dem Auto zu dem Anse Royale Beach. Diesen Sandstrand können Steffen, Felix und ich wärmstens empfehlen: Es gibt Parkplätze direkt neben dem Strand. An dem Tag sogar direkt neben unserer Liegestelle. Perfekt! Bäume und Sträucher spenden Schatten, in den sich um die Mittagszeit auch einige einheimische Arbeiter legen. Das Wasser war wieder angenehm lauwarm und dieses Mal hatten wir Schnorchel-Equipment dabei, was Gold wert war! Was für eine Vielfalt in der schönen Unterwasserwelt – und dabei hatten wir an unserer Stelle gar keine Korallenriffe, sondern eher so Algengruppen. Ich allein sah mindestens 10 verschiedene Fischarten in allen möglichen Größen, Farben und Formen. Die Seegurke durfte auch nicht fehlen! 😀
Ich erfüllte mir einen lang ersehnten Wunsch, indem ich mich für eine kurze Weile mit dem Rücken ins flache Wasser, umgeben von Palmen und hellem Sand, chillte. :-))) (Wie sich später noch herausstellen sollte, waren diese 10 Minuten schon zu lang und mein Körper ganz schön verbruzzelt. – „Unbedingt regelmäßig eincremen!“ schrieb ich mir hinter die Ohren …)


Mittags holten wir uns noch Burger und Pommes bei Leo’s Food Bus direkt beim Strand. Die 4er-Bewertung konnten wir nicht recht nachvollziehen, aber es machte für den Moment satt.
Etwas gewöhnungsbedürftig waren die Geräusche von Geräten, die für die „Gartenarbeit“ (am Strand!) und Bauarbeiten genutzt wurden und ständig in unsere Ohren drangen. Im Gegensatz zu einem heroinsüchtigen (?) Typen, welcher Steffen um seine Wasserflasche und eine Zigarette bat, konnten wir die Geräusche einigermaßen ausblenden.
Auf jeden Fall hatten wir durch das lustige Treiben der verschiedenen Mr. Krebses am Beach unser Entertainment. 🙂

Die Rückfahrt war mal wieder spektakulär: Plötzlich wechselte ein entgegenkommender Truck auf unsere Fahrbahn und wir wussten nicht, was da gerade abging. Zum Glück wechselte er wieder zurück, denn er wich nur einem niedrighängenden Stromkabel und Ästen aus. Puh! Also, langweilig wird es bei der Fahrt nicht. Zum Glück fährt Steffen auf den Seychellen – und Steffen fährt einfach alles. (Danke an dieser Stelle!) 🙂

Abends ging es zu einem Restaurant mit einer nicht eindeutig kulinarischen Richtung. Irgendwie bekam jeder von uns eine andere Speisekarte (indisch, kreolisch und thailändisch). Auf jeden Fall schmeckte es sehr gut im Ocean Beach Restaurant und wir können besonders den Kellner hervorheben, welcher uns verriet, welcher Cocktail dort nicht schmeckt. ;-D

Tag 2: Monsun und Rum aufs Haus

Am zweiten Tag, nach einem gemütlichen Frühstück im Freien, konnten Steffen, Felix und ich endlich die ganze exotische Umgebung bei Tag genießen und die wunderschöne Vielfalt der Pflanzen und Vögel bestaunen. Hier, in Beau Vallon wachsen überall die typischen Pflanzen aus deutschen Wohnzimmern und man kann neonfarbene Vögel beobachten.


Trotz starkem Regen gingen wir runter zum Beach (und ja, wir wussten, dass wir diesen steilen Berg auch wieder hochlaufen mussten…!), wo sich neben relativ wenigen Touristen einige Einheimische aufhielten, um Fisch, Coconuts usw. zu verkaufen. Wir wählten einen schattigen Platz unter einem Baum aus, der keine Kokosnüsse nach uns werfen würde und gingen im warmen Meer schwimmen.

Plötzlich fing es wieder zu regnen an. (Wer hätte das gedacht?! Und überhaupt: Wer wollte unbedingt zur Regenzeit auf die Seychellen? ;-)). Aber das machte uns kaum etwas aus, da wir ja eh um die 30 Grad hatten. Und immer wenn es regnete, gingen wir ins Wasser. 😀 Nur unsere Sachen am Strand wurden immer nasser.
Da es hier etwas früh dunkel wird und die Öffnungszeiten der Restaurants nicht ganz so lang sind wie bei uns (mehr so 22 Uhr Schließzeit), gingen wir (NASS!) wieder unseren schönen, steilen Heimweg entlang.
Bei Dunkelheit wurden wir auf dem Weg zur Pizzeria von der Barking-Gang begrüßt. – Anscheinend ist es so üblich, dass die Hunde mit Bellen Fremde abwehren sollen, tun einem aber nichts.


In der Baobab Pizzeria erhielten wir sehr leckere Steinofenpizza und Pasta. Das Highlight des Abends war aber der Pizzeria-Besitzer: Er kam mit uns ins Gespräch und gab uns leckere Drinks aus. (Sich selbst übrigens auch. ;-)) Er erzählte interessante Sachen, angefangen von seinen italienischen Wurzeln, seiner Fischerfamilie auf Mahé bis hin zu seiner Meinung über die Seychellische Politik.

Tag 1: Ankunft in Mahé

Knapp 10 Stunden Flug mit Condor und schon sind wir da! Und trotz wenig Schlaf sind wir morgens um ca. 5:45 auf dem Flughafen in Mahé gelandet. Bei Ausstieg direkt die Temperaturen von 28°C und die hohe Luftfeuchtigkeit gespürt. Einmal Stempel in den Reisepass und dann ca. 20 min auf das Gepäck warten. Jana und ich mussten natürlich erstmal eine rauchen und wurden dabei direkt von einem Regenbogen begrüßt. In dieser kurzen Zeit hat Felix bereits seine SIM-Karte für die Seychellen, welche wir vorab im Rahmen der Einreisegenehmigung für 25 € gekauft hatten am Schalter im Flughafen geholt und auch unseren Mietwagen-Übergeber gefunden. Kurze Einweisung und schon war er wieder weg.

So standen wir da erstmal – mit Offline Karten, aber ohne GPS. Also die SIM-Karten in die Handys gefummelt und direkt online. Ich habe das Fahren im Rechtsverkehr übernommen, Felix die Navigation. Dieses Mal zum Glück ein Automatik, also kein Schalten mit Links. Dafür Blinker und Wischerhebel vertauscht. Ich sag mal so, ich habe sehr viel gewischt. 😀

Der Weg in die erste Unterkunft führte uns direkt durch die Hauptstadt Victoria und dann über schmale, hügelige Straßen, mit doch mehr Steigungen als wir dachten. Da wir noch keine genaue Info hatten, wann die Unterkunft fertig ist, sind wir zunächst etwas weiter gefahren und haben dann den ersten kleinen Supermarkt aufgesucht und Wasser etc. gekauft. Dann die Info: Unterkunft in Beau Vallon ist schon deutlich früher bereit. Unser Airbnb auf einem Berg, so steil, dass der Mietwagen im ersten Versuch nicht hoch kam und ich Anlauf nehmen musste.

Vor Ort durch Doris begrüßt und dann erstmal mit Auspacken und Einrichten beschäftigt. Wir haben uns zunächst alle aufs Ohr gelegt und ein paar Stündchen geschlafen. Immerhin waren wir, abgesehen von etwas Dösen beim Flug, ca. 30 Stunden wach. Danach ging es in zwei kleine Supermärkte zum Einkaufen. Wasser, Brot, Wein, Säfte und was man sonst so braucht.

Gegen Abend sind wir dann den Berg hinunter Richtung Strand und Restaurants. Der Trubel hat uns zunächst etwas erschlagen. Gehwege gibt es keine, die Menschen und auch wir laufen auf den Straßen. Zunächst etwas skurril, aber man gewöhnt sich daran. Uns war nicht ganz klar, was nun Bar, Restaurant oder nur Take-Away war. Wir entschieden uns für das Wooden House Cafe. Es gab Cocktails, Tuna-Curry und Bailys-Eis zum Nachtisch. Die Preise sind auf jeden Fall höher als bei uns.

Den Strand und auch die Landschaft konnten wir aufgrund der Dunkelheit noch nicht sehen, nur hören. Auf dem Rückweg sind wir dann Schnecken ausgewichen und haben erstmals den Weg zur Unterkunft bergauf bei 84% Luftfeuchtigkeit und 32°C gemeistert. Ich musste kurz Pause machen, sonst wäre ich umgekippt. Zu Hause dann erstmal in den Pool um abzukühlen. Dann noch gemütlich auf der Terrasse gesessen und erstmals den Takamka-Rum der Seychellen genossen. Trotz Zeitverschiebung hat das mit dem Schlafen dann gut geklappt.

Tag 11: Myli-Schlucht – Die Mühlen am Bach

Heute ging es für uns etwas in Landesinnere. Die Vielfalt der Insel mit Stränden auf der einen und Gebirgen auf der anderen Seite ist schon großartig. Nur einige Kilometer von unserer „Heimat“ in Rethymno entfernt befindet sich die Myli-Schlucht.

Vor einiger Zeit muss der Bach hier deutlich über die Ufer getreten sein. An einigen Stellen ist man sich nicht sicher, wo der Bach eigentlich verlaufen sollte. Auch die Holzbrücken sind zum Teil stark beschädigt und laut Schildern dürfen diese nur noch von 15 Personen gleichzeitig betreten werden.

Dem Bachlauf ins Tal folgend findet man viele Ruinen aus der venzinianischen Zeit. Diese kann sind nicht abgesperrt und können betreten werden, auch wenn der ein oder andere Holzbalken nicht mehr den stabilsten Eindruck macht. Man sieht regelrecht wie sich die Natur die Gebäude zurück holt.

Da es doch wieder recht warm war, und wir bei unserer Wanderung bergabwärts wusste, dass wir den Weg zurück zum Auto bis nach oben wieder beswältigen müssen, haben wir die Tour nicht komplett gemacht. Das war aber auch nicht notwendig, es war auch so sehr beeindruckend und ist eine absolute Empfehlung.

Wieder zu Hause angekommen machten Felix und ich uns ein letztes Mal auf zum Strand und sprangen wie glückliche Kinder erneut in den schönen Wellen herum. Felix probierte und optimierte hierbei sein „Salto mit-/in die Welle“.

Dem Abend ließen wir nach dem Essen im Asikiko zu Hause mit Ouzo und Skip-Bo ausklingen.

Tag 10: Rethymno Beach – längster Strand Kretas

Lecker, lecker! Heute holten wir uns viel lecker Zeug vom Bäcker. Was für eine Auswahl!!! Süßes und Deftiges, alles was das Herz bzw. der Magen begehrt. 😀
Nachmittags ging es dann in nur 10 min. zum Strand. Das Wasser hatte wieder eine super angenehme Temperatur (-> Chania)! Eigentlich bräuchte man gar nicht aus dem Wasser gehen und könnte ewig drin bleiben! Fischilies gab es hier leider nicht wirklich. (Tipp: Schnorcheln eher bei Elafonisi, Balos, Preveli)
Abends gingen wir in einen hippen Cocktailladen „Store 311“ und steigerten gleich mal den Altersdurchschnitt. Die Bar ist okay, aber es gibt vielleicht noch bessere.
Danach gingen wir sehr gut im „Sympligades“ Essen. -Ich bestellte einen ashtree (Olivenbaum), aber den wollten sie uns einfach nicht bringen! Stattdessen bekamen wir einen Aschenbecher (ashtray). ;D

Tag 9: Rethymno – Venezianische Festung

Mann, Mann, Mann – Was ist nur mit dem Service in den Supermärkten hier los?! Ich ging um die Ecke n bissl was Einkaufen und die Verkäuferinnen waren (wie in Chania auch) irgendwie unfreundlich. Naja, Hauptsache das Zeug bekommen, was wir brauchten …
[Kurze Info für Raucher: Steffens Tabak ist hier teurer als in Dtl., ich habe hier mehr Glück mit 1 Pck. Zig. = 4,60 statt 6,70 EUR.]
Wir machten uns am Nachmittag auf zur Fortezza von Rethymno – zur venezianischen Festungsruine aus dem 16. Jahrhundert, welches auf einer Landzunge liegt. Auf dem Gelände gibt es Herrenhäuser, Moschee, Kapelle, Munitionskammern und Lagerräume zu sehen. Das asymmetrische Gelände ist mit vielen Brunnen und Nadelbäumen gespickt. Man kann durch die Schießscharten und rundkuppeligen Wachtürme immer mal einen Blick auf das Festland und das Meer werfen. Wir raten dazu am späten Nachmittag oder wieder am Vormittag hinzugehen. -> bruzzel, bruzzel … (Eintritt: 1 Erw. = 4 EUR) Leider bekommt man Informationen zur Festung vermutlich nur aus dem Museum davor. Es gibt hier keine Erklärungstafeln an den Monumenten. Ich empfehle den Rundgang trotzdem weiter an Leute, die mal etwas Anderes außer dem Beach sehen wollen. 😉

Futter gab es abends im „To Rakodikeio“. 5 Sterne!

Tag 8: Preveli – Mücken im Paradies

Am heutigen Tag hieß es Abschied aus Chania nehmen. Also morgens früh den ganzen Kram gepackt und noch einmal ausführlich frühstücken. Für den Pool hat es zeitlich dann leider nicht mehr gereicht. Nach der Übergabe des Hauses ging es mit unserem 60 PS Panda wieder auf die Straße.

Als Zwischenziel vor der Ankunft in Rethymno haben wir uns Preveli Lake, bzw. Beach rausgesucht. Die Fahrt führte uns gegen Ende wieder durch enge Serpentinen, war aber im Vergleich zu Balos dann doch entspannter. Nach der Ankunft mussten wir erst einmal den Weg zum Strand bewältigen. Je nachdem welchen Aussagen man glaubt zwischen 300 und 500 Stufen hinab und später wieder nach oben. Wir haben nicht nachgezählt. Der Weg hat sich definitiv gelohnt. Unten angekommen fanden wir – wie die meisten – den Eingang zum Palmenwald nicht direkt und haben uns so über Stock und Stein auf der „falschen“ Seite den Fluss entlang geschlagen. Einfach traumhaft und wohl auch einzigartig in ganz Griechenland. Felix konnte endlich sein großes Ziel, mit den hierfür gedachten Schuhen durch einen Fluss laufen, verwirklichen. Bei mir wurden die Adidas Treter auf Wassertauglichkeit geprüft.

Am Strand angekommen suchten wir uns ein hübsches Plätzchen unter Bäumen im Schatten. Das Wasser war im Gegensatz zu den anderen Stränden nicht ganz so warm und der Strand ein Kiesstrand. Nachdem wir aus dem Wasser zurück waren berichtete uns Felix von KILLERMÜCKEN, die uns alle töten würden. Jana und ich waren da etwas entspannter. Ich versuchte mich als Künstler und was soll ich sagen. Ich denke das Foto sagt alles 😀

Nach dem Aufstieg (bestimmt 500 Stufen!) zogen wir weiter Richtung Rethymno und unserer neuen Unterkunft. Der Gastgeber Dimitris, der im übrigen sehr gut Deutsch springt da er mal in Freiburg gelebt hat, empfing uns herzlich. Die Unterkunft ist speziell und wohl schon einmalig. Ein über 5 Stockwerke verteiltes Haus aus dem 19. Jahrhundert was mit viel Liebe hergerichtet wurde. An der ein oder anderen Stelle muss man den Kopf einziehen. Dann weiter duschen und sich bereit für den ersten Abend in der Stadt machen.

Die Gasse sind sehr sauber und zumindest auf den ersten Blick etwas schöner hergerichtet als in Chania. Uns zog es durch die Altstadt runter an den Hafen. Die Auswahl an Restaurants ist auch hier wieder erschlagend. Durch einen kleinen Fehler bei checken über Google Maps landeten wir an dem Tisch eines Restaurants, welches alle Kriterien für einen Fail bot. Gepolsterte Stühle, Speisekarte mit billigen Fotos und an der Torutistenmeile am Hafen. Also aufgestanden und weiter. In der Altstadt fanden wir dann ein Restaurant welches nur in höchsten Tönen empfohlen werden kann, das „To Rakodikeio“. Sehr freundlich und tolles Essen zu kleinen Preisen. Bei der Frage nach einem Aschenbecher zauberte der Kellner diesen innerhalb einer Sekunde aus seiner Schürze. Nach dem traditionellen Raki und einigen Süßspeisen machten wir uns auf den Heimweg.

Tag 7: Chania – letzter Tag

An unserem letzten Tag in Chania gingen wir noch mal zum Wellenreiten an den Strand bzw. zu dem, was davon noch übrig war. Darum haben die Kreter also Haken an der Strandmauer! Damit ihre Handtücher und Zeugs nicht so nass wird wie unseres. 😉

Abends gingen wir zu einem Bistro („Demek“) direkt am Wasser und schlürften gemütlich Cocktails. Als wir angetrunken genug waren, gingen wir noch mal zu unserem Lieblingsrestaurant vom ersten Abend. 🙂