Tag 7: Chania – letzter Tag

An unserem letzten Tag in Chania gingen wir noch mal zum Wellenreiten an den Strand bzw. zu dem, was davon noch übrig war. Darum haben die Kreter also Haken an der Strandmauer! Damit ihre Handtücher und Zeugs nicht so nass wird wie unseres. 😉

Abends gingen wir zu einem Bistro („Demek“) direkt am Wasser und schlürften gemütlich Cocktails. Als wir angetrunken genug waren, gingen wir noch mal zu unserem Lieblingsrestaurant vom ersten Abend. 🙂

Tag 6: Balos – windy paradise

Heute fuhren wir schon am Vormittag los zu einem der bekanntesten und schönsten Strände Kretas. Und das ist er auch! Ab 13 Uhr kommen immer mehr Schiffe mit Touristen an. Also, echt früh dort aufschlagen. Außerdem bekommt man um 10 Uhr noch ganz einfach einen Parkplatz. Die Anfahrt ist wirklich happig: 10 bis 20 km/h durch Steinschotter und Bodenwellen. Vom Parkplatz der Fußmarsch auch noch mal ein gutes Stück und sollte mindestens mit festen Sandalen betreten werden.
Der Ausblick auf die Bucht ist wirklich toll und auch dort angekommen, waren die Strände bezaubernd anzuschauen.
Hier kann man wirklich mal eine Liege und Sonnenschirm mieten (5 €/ Liege). Die Sonne bruzzelt schon heftig. Da es hier echt windig werden kann, kann ich nur empfehlen, vorher mal nachher der Windgeschwindigkeit zu gucken. Der Sand beißt auf der Haut.

Abends gingen wir im Restaurant „Taverna Strata“ sehr, sehr gut Essen.

Tag 4 + 5: Chania und Umgebung

Nach einem schönem Frühstück mittags am Pool, gingen wir runter zum Strand und – oh wie nice – heute gab es Wellen! 😀 In den Fluten hatten wir richtig Spaß und keiner von uns ging unter. 😉
Richtig cool war auch abends das Bilder machen vom Leuchtturm und Hafenpromenade bei Sonnenuntergang. Hier blieben wir einige Zeit und fanden eine neue, kretische Freundin (Bild). 🙂 Die Hündin wich uns einige Zeit nicht von der Seite, rannte zum Schluss dann aber einem Pärchen hinterher, die treulose Tomate!

Kurze Anmerkung zum Restaurant „Salis“: Nicht empfehlenswert.
Essensmenge und Service stimmte nicht.

Am Tag darauf fuhren wir zu einer kleineren Schlucht namens „Therisos Gorge“. Leider war kaum Wasser zu sehen, aber wir gingen etwas in den Bergen spazieren. Hier gab es einige Ziegen. Man hörte sie durch ihre Glocken um den Hals von Weitem. Auf dem Rückweg war der Weg durch Zäune versperrt. Anscheinend gehörte das Gebiet einem Hirten, der uns versehentlich einschloss. Die Zauntore konnte man aber recht leicht öffnen und wir kamen zurück.
Abends ging es zum ersten Mal seit langer Zeit gescheit Essen im „Ela“.

Tag 3: Παραλία Ελαφονήσι

Nachdem es am Vorabend doch etwas später wurde, begannen wir den Tag sehr gemütlich. Möglicherweise stand das im Zusammenhang mit den Raki am Tag zuvor. Beim Frühstück fällten wir den Entschluss heute den Elafonissi Strand im Südwesten der Insel zu besuchen. Da die Sonne tagsüber wirklich heftig brutzelt, war die späte Uhrzeit zur Abfahrt gar nicht so schlecht.

Die Fahrt selbst war schon etwas abenteuerlich. Die ersten 30 km „Autobahn“ oder etwas ähnliches lehrten uns, dass Fahrbahnmarkierungen nicht unbedingt eine Aussagekraft besitzen. So fährt man hier nach Möglichkeit immer so weit rechts, dass links noch Fahrzeuge überholen können. Die durchgezogene rechte Linie befindet sich dann meist mittig unter dem Fahrzeug.

Im weiteren Verlauf wurde die Strecke allerdings immer enger. Fahrbahnmarkierungen existierten nicht mehr, zum Teil musste man anhalten, wenn Fahrzeuge entgegen kamen, da einfach nicht genug Platz war. Auch Spitzkehren und Steigungen im 1. Gang ganz es zur Genüge. Das ganze vermittelte ein bisschen Rally Feeling, aber man fährt ja vernünftig 😉

Ein weiterer Vorteil der späten Anreise: Viele Leute waren schon auf dem Heimweg, weshalb die Parkplatzsuche problemlos verlief. Der Strand selbst ist riesig und am „Eingang“ mit vielen touristischen Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet. Wir suchten uns ein Plätzchen etwas weiter abseits. Das Wasser war traumhaft klar und erneut angenehm warm. Jana probierte die auf dem Weg erworbene Taucherbrille um Schnorcheln. Hier kamen etliche verschiedene Fischarten zum Vorschein, klein und groß, unsichtbar und farbenprächtig. Sehr schön anzusehen.

Mit zunehmendem Aufenthalt wurde der Wind immer stärker. Man wurde zeitweise regelrecht Sandgestrahlt, was dazu führte, dann man Abends selbst nach dem Duschen immer noch irgendwo sandig war. Der „Sandsturm“ konnte uns aber nicht davor abhalten bis zum Sonnenuntergang zu bleiben. Hierbei entstanden wunderschöne Fotos. Der rosa Sand, eine besondere Eigenschaft des Strandes zeigte sich dann auch mehr oder weniger.

Im Dunklen ging es durch die Rally Strecke zurück, diesmal mit Felix am Lenkrad. Mehrfach gaben die Führungsfahrzeuge unter dem Druck der Verfolger auf und ließen sich freiwillig zurückfallen :D. Gegen 22 Uhr waren wir zurück in Chania, alle kurz Duschen und zum Essen in die Stadt. Unsere Befürchtung um diese Zeit kein Restaurant zu finden bestätigte sich nicht. Während wir in Schottland die Erfahrung machen mussten um 21 Uhr nichts mehr zu bekommen, verhält sich dies auf Kreta komplett anders. Nach uns, um ca. 0:00 kamen noch Gäste zum Essen. Aufgrund der Erfahrungen der Vortage verzichteten wir dieses Mal auf die Vorspeisen, trotzdem waren am Ende alle satt.

Um 1:30 wieder zu Hause angekommen ging es dann auch schnell ins Bett, alle fertig vom Tag und der insgesamt doch 4 Stunden dauernden Fahrt.

Tag 2: Chania – Strandbesuch und die ersten Flugversuche der Jana W.

Erstmal chillig in den Tag starten: von der Terrasse aus, mit Blick auf Kiefern, Limettenbäumchen und Eukalyptus. -Moment! Eukalyptus?! Hm, dachte die gibt es doch in Australien?! Ach so, von Piraten oder so eingeschleppt worden (wie so viele Pflanzen hier). -Na dann …
Mittags gab es Frühstück mit typisch griechischen Köstlichkeiten, wie etwa „Kalitsoúnia“ aus einem Café “ 51 Street Café“ nebenan.
Übrigens nerven die Mücken hier ein klein wenig rum (9 Mückenstiche in 20 min!), deswegen liegen hier so viele Anti-Mosquito-Sachen im Haus … Zum Glück hat Steffen auch sein „Mücken-Bruzzel-Gerät“ dabei!
Felix und Steffen gingen Einkaufen in einem größeren Supermarkt „Sklavenitis“ nicht weit von hier. Hier gibt es so ziemlich alles, auch Kosmetika, Haushaltsutensilien und Bäckerstand – nur keine Sklaven.

Am Nachmittag dann gingen wir zum Strand von Chania. Juchu! 😀 Es handelt sich hier um einen Sandstrand und das klare Wasser hat eine angenehme Temperatur. (Sonnenschirm nicht vergessen!)
Am Strand und im Meer gibt es einige dunkelgrün/ schwarze Algen, die aber nicht weiter stören.
Auf den Fall kann man hier mit der Jana lustige Dinge machen,
zum Beispiel sie durch die Luft werfen, so dass sie dann mit dem Rücken schön aufm Wasser aufklatscht. Ein Kreter/ Grieche versuchte uns bei der Wurftechnik zu helfen, aber … Ich bin einfach zu alt für diesen Shit! 😉

Abends ging es mal wieder zum Futtern an den Hafen runter. BTW: Fanden wir auf dem Weg zum Hafen runter einen Park mit Schildkrötenbecken „Park of Piece & Friendship“.
Hier könnten wir dann öfter mal langgehen. 🙂 Leider konnte das Restaurant „Taverna Enetiko“ dem vom ersten Tag nicht ganz das Wasser reichen, aber war gut (4*).
„Daheim“ angekommen und um den Tag abzuschließen, machte Steffen (wie fast immer) seinen Pool-Jumper, um sich noch mal abzukühlen.

Tag 1: Chania – Hund, Katz und … Zikade am Pool

Nach einem kurzen Sprint zum Bus am Morgen – bei Steffen ging es gemächlicher zu – bekamen wir ganz genehm unseren Anschlusszug zum FF Flughafen.
Der Security-Check verlief relativ reibungslos und überhaupt ging dieses ganze Drumherum mit nur Handgepäck viel schneller. -Top!

Mit ein bisschen Verspätung kamen wir in Chania an und uns fiel gleich auf, dass zumindest hier in der Küstengegend quasi ein Dauerlüftchen geht,
so dass die Hitze (30 Grad) echt erträglich ist. Ergänzung Steffen: „Solang man sich nicht bewegt!“
Pflanzenliebhaber wir mir fallen gleich die ganzen (großen) exotischen Pflanzen auf, die wir in Dtl. im Winter reinholen müssen und hier einfach so frei herum-wachsen können. -Schmacht!
Auf jeden Fall bekamen wir super schnell unseren kleinen FIAT vom Autoverleih direkt neben dem Flughafen. Hier gefiel uns schon, dass die griechischen (Tschuldigung! kretischen ) Angestellten Scherze mit uns machten und
einfach locker drauf waren. 🙂 Nice war auch, dass Steffen das Auto nach Chania zum Airbnb fuhr und Felix nebendran dann während der Fahrt die Verkehrs-regeln googelte und erklärte. Zum Beispiel haben beim Kreisverkehr die Autos Vorfahrt, welche in diesen hineinfahren wollen. -Hä? Ergo, im Kreisel dann anhalten und Autos reinlassen? Hilfe! Am besten geht man mit dieser Regeln um, indem man diese wie Steffen direkt missachtet. 😉

Martha, unsere Airbnb-Host, empfing uns herzlich in unserem nice Häuschen mit Pool (!!!) :D, das wir für die nächsten 6 Tage gemietet hatten. Martha war dann wieder weg und wir gleich mal an/ in den Pool. Schon cool, so ein Pool!       N Paar Runden so tun Als-ob-Schwimmen, Chillen und Weinschorle mit dem Wein trinken, den wir von Martha geschenkt bekommen hatten.
Noch n bisschen Chillen auf der Terrasse vorne (Wir müssen zwischen Vorne und dem Garten mit Pool hinten abwechseln, sonst wird es langweilig. ;))
und n Paar Vokabeln reindrücken, die wir beim Restaurantbesuch nachher gleich mal anwenden könnten. -Dachte ich. Aber HaHa! Schön wär’s gewesen.
Trotz Google-Übersetzer-Sprachausgabe sind manche Wörter aber einfach kaum auszusprechen!

Abends machten wir uns auf in die City und runter zum Venezianischen Hafen (Der sah nicht so aus irgendwie, aber okay.). Wow! Was für eine Touri-Meile: Shop an Shop! Es war eigentlich Sonntag und lt. App sauwenig los,
aber mir persönlich war das schon too much an Menschenmenge. Aber gut, der Sonnenuntergang mit Leuchtturm war eine schöne Entschädigung. 🙂

Auffällig ist übrigens, dass hier echt viele Griechen leben/ Urlaub machen.
Vielleicht vergleichbar mit deutschen Touristen auf Sylt oder so. Puh! Die Auswahl an Restaurants in Chania ist einfach so groß, dass wir schon etwas suchen mussten, bevor wir ein schönes Restaurant mit Flair gefunden hatten.
Unsere Wahl fiel auf „Kalderini“, ein Lokal mitten in der Altstadt von romantischen Gässchen umgeben. Das Essen war hier schon mal supi!
Das fanden die herumlaufenden Katzen übrigens auch. 😉 Einen Hund wollten wir später übrigens auch mitnehmen, aber irgendwie wollte der nicht…
Den Rest hat uns dann der Verdauungs-Raki gegeben. (Hier auf Kreta wird RAKI, nicht Ouzo getrunken!) Leicht beschwingt gingen wir nach Hause und uns viel auf, dass das Rumgezirpe der Zikaden weg war. Wir wurden nämlich von einem Meer von denen in Empfang genommen – und zumindest ich dachte, dass dieses Meer von Gezirpe niiiieee wieder aufhören würde.

Los Angeles: Warner Bros, Hollywood und Beverly Hills

Die letzten 2 Tage in LA ließ ich es langsamer angehen. Ursprünglich hatte ich die Idee den Universal Studios Freizeitpark zu besuchen, mit Jurassic Park und Harry Potter Fahrten. Nachdem ich dann aber die Preise ($200 mit express lane) gesehen habe und gelesen habe, das die meisten Fahrten wohl 4D Simulator Fahrten sind und dort überdurchschnittlich viele Leute kotzen war mir klar: Nix für Felix, dem in VR schon bei Bewegungen übel wird! Also entschied ich mich für die Warner Bros Studios Tour. Diese ging 2 Stunden durch die doch etwas betagten Studios. Ich finde die $65 war es nicht wert. Vielleicht $30 und nochmal $10 wenn man Big Bang Fan ist: Das war mein Highlight auf der Tour! Ich konnte direkt an den 2 Wohnungen und dem Aufzug dazwischen vorbei laufen! Leider Bilder verboten 🙁

Der Rest der Tour, mit Bildern, waren Fake-Gebäude mit Fake-Ziegelsteinwänden, viele Kostüme und Batman Autos. Ganz cool aber viel zu langatmig und ohne tiefere Einführung in „So wird hier gefilmt“. Mehr „So sieht es aus wenn hier nicht gefilmt wird.“. Dennoch, ihr kennt die Kuss-Szene aus Spiderman? Das war in Bild 4:

Um 12 Uhr rum war die Tour dann vorbei und ich hatte den Rest des Tages für „Hollywood“. Also kurz zum Wahrzeichen Aussichtspunkt. Paken unmöglich: Foto beim „Fahren“ (Stop&Go). Weiter nach…. hmmm hier auf Google Maps ist „Psycho House“, sieht zu verkommen aus um kostenpflichtig zu sein, mal gucken. Runter vom Highway und, ups, jetzt bin ich im Parkhaus vom Universal Studios Park. $25 bitte. Wenden is nich. Ah verdammt! Naja, da ist ja noch diese Movie-Einkaufs-Restaurant-Meile vor dem Park. Mach ich die. Auf der Meile neben dem Kino war eine fette Leinwand auf der das Deutschland Spiel lief, gerade die letzten 5 Minuten gesehen. Purer Zufall. TOOOOR. Viele Leute haben gejubelt. Wie cool is das denn 🙂 So, wie ist das jetzt. Nach der unklaren Beschreibung der Dame beim Parkplatz Ticketschalter und einer Nachfrage im Kino was auch hier gelegen ist: Ja, ich bekomme $20 vom Parkticket wieder wenn ich ins Kino gehe! Deadpool 2 kostete $18,75 – Also wenn ich jetzt um 14 Uhr einen Kinofilm anschaue bekomme ich dafür $1,25? Deal! Leider muss ich zugeben: Viele der Witze habe ich nicht verstanden. Oft mein Problem wenn ich Filme in Englisch sehe. Dennoch: Cooler Film! Cooles Erlebnis hier in USA – in Hollywood – ins Kino zu gehen. Ausklingen ließ ich den Tag dann auf dem Walk of Fame. Oder eher shame? Weil viel mit Glamour und Fame war hier nicht. Viel mit Tourie-Shop hinter Tourie-Shop, gedrängelt von Touries und Obdachlosen und viel viel dreck und immer das Aroma von Kacke in der Nase  – kennt man ja aus San Francisco.

Den Sonntag verbrachte ich dann gemütlich in der Gegend um das AirBNB und lief rüber zu dem Original Farmer’s Market mit lauter Fress-Ständen aneinandergereiht mit Tischen dazwischen. Hier wäre ich glaube ich öfter als Anwohner! Nach einem Frühstück ging es dann weiter zu diesen natürlichen Teer-Gruben mit Museum mitten in einer Stadt. Was wie warum Teer und Asphalt mit Erdöl zu tun haben weiß ich leider immer noch nicht. Da haben es die Amis nicht so: Erklären. Warum auch? Will ja keiner wissen! Hauptsache hier sind tote Tiere im Teer. Das ist genug Info! Etwas Info über die Knochen und wie diese ausgegraben und präpariert werden gab es. Die Schädel im letzten Bild sind übrigens von Dire Wolfs: Die Wölfe aus Game of Thrones!

Ab ins AirBNB und Heimflug! Langsam bin ich auch echt voll von Erlebnissen und Eindrücken! Sind ja 3 Wochen zum Verarbeiten vor der nächsten Reise 😉

Route 66 über Joshua Tree NP nach LA

Der Grand Canyon war der letzte Zipfel meiner ungeplant geplanten Reise und der „Heimweg“ nach Los Angeles stand vor der Tür. Etwas müde des Campings und da ich auch bei meiner online Suche in LA keinen ordentlichen Campingplatz gefunden habe, buchte ich mir ein AirBNB für Freitag bis Montag. 300€ die ich nun doppelt ausgeben werde… Naja, Lehrgeld: Immer den Anfang und das Ende der Reise etwas vorplanen/buchen!

Da es aber 7 Stunden Fahrt waren habe ich mir die Strecke eingeteilt und eine letzte Nacht im Joshua Tree Nationalparkt ausgesucht. Der Park liegt etwa auf halber Strecke mitten in der Wüste. Bei der Wetteraussicht von Tags 44°C und Nachts runter auf angenehme 25°C entschied ich mich die Fahrt so weit wie möglich zu strecken und es so wie auch schon im Death Valley zu machen: Spät rein, früh raus! Also was tun auf der Fahrt quer durch die Wüste? Ah! Die Route 66 verläuft hier doch etwas geschlängelt neben dem neuen Highway! Und einen Tipp für eine kleine Western-Stadt hab ich von einer deutschen Familie im Grand Canyon ja auch bekommen. Auf der doch sehr einsamen Route 66 hatte ich dann die Idee eine Aufnahme mit der Drohne zu machen. Im Schatten des Autos sitzend versuchte ich mein Glück. Aber irgendwie wollte die Hummel 2 nicht so wie ich… Kurz darauf meldete sie sich mit „Hauptcontroller Fehler“ und ich rief sie sofort zu mir zurück…. Oh oh. Macke oder bei >40°C im Schatten einfach zu heiß? Werde ich daheim rausfinden… Ich konnte es im Schatten gerade so aushalten. In der Sonne. UFF! Nicht mehr als ein paar Minuten!

Im Städtchen Oatman auf der Route 66 angekommen erwarteten mich neben vielen parkenden Autos und lauter Tourie-Shops auch ein wenig Western Flair und jede Menge Esel 🙂 Aber wenn nicht jemand Futter hingeschüttet hat standen diese wie ausgestopft im Schatten auf den Wegen. Warum auch bewegen bei der Temperatur? Doofe Menschen! Aber durchaus ein lustiger kleiner Ort. Na, dann unterstützen wir diesen doch mal und gehen in einem der 2 Restaurants was essen. Ein leckerer Western-Burger wurde es… Irgendwie bin ich doch im USA Lifestyle angekommen: Burger, Burger und mehr Burger!

Mit gefülltem Magen und nach 2 großen Gläsern kaltem Tee ging es dann weiter und nach ein paar Stunden Fahrt kam ich zusammen mit dem Sonnenuntergang im Joshua Tree Nationalpark an. Erwartet hatte ich bis 23 Uhr noch 30°C. Aber hey, es war super angenehm und nach meiner obligatorischen Sicherheits-Runde – man will schließlich wissen ob um einen herum Vergewaltiger, Amis mit Knarren oder sonstige Party-People campen – traf ich auf ein deutsches Paar, welches die Tour genau andersrum machte. Sie unterrichtet Flüchtlinge in Deutsch und er ist Polizist. Na super! Dann ist der Spot hier schonmal sicher 🙂 Nach ein paar Bier und dem erste mal, dass ich auf der Tour etwas angetrunken war ging es dann auch um 22 Uhr ins Bett. So schnell wie ich eingeschlafen war wachte ich um 0:30 auch wieder auf. Irgendwer trippelte, schrie und heulte abwechselnd nach Mami und dann wieder in total ernstem, nüchternen Tonfall nach seinen Freunden. Alles in einem Englisch, welches ich kaum verstehen konnte. Irgendwas mit er sitzt jetzt hier und er liebt diesen riesen Felsen (Ja, ich auch, der sollte mir im Morgen schatten spenden!) und dann immer hin und her zwischen heulen, wütend auf sich selbst, wütend seine Freunde rufen, etc. Der Typ war auf jeden Fall auf einem echt fiesen Trip! „Ab in die Wüste und Drogen schmeißen.“ -> Sicher eine SUPER IDEE! Nicht wissend wo genau der Typ steht und wie der drauf ist – teilweise sehr sehr wütend klang er! – hielt ich mich an meinem Autoschlüssel mit dem roten PANIC Knopf (Alarmanlage an) fest und versuchte kein Geräusch zu machen… Nach etwa einer Stunde lief er weg, zu seinen 3 Freunden. Kam dann aber wütend wieder. Doch kurz darauf kam dann auch sein Kumpel und hatte ihn mit Hunderten von „Hey m8, I love you!“ von seinem Horrortrip runtergebracht. Mittlerweile gegen 2 schlief ich dann wieder ein.

Die scheiß Nacht hielt mich aber nicht davon ab wieder um 6 auf den Beiden zu sein und ein paar kleinere Wanderungen in diesem Park zu machen. Lustig wie diese großen Yucca-Bäume, wie der Volksführer Josua, ihre Arme in den Himmel strecken – daher auch ihr Name.

Aber es wurde dann doch sehr sehr schnell sehr sehr heiß und so fuhr ich wieder raus aus dem Park. Beim herausfahren durfte ich dann dieses mal auch den Eintritt von $35 berappen! Insgesamt war ich jetzt $5 unter dem Annual Pass. Also… nächstes mal einfach kaufen das Teil… Im ersten Ort gab es dann auch einen Laden mit großen SHOWER Schild und nach 4$ für 7 Minten Wasser fühlte ich mich wieder wesentlich besser! So konnte ich dann auch nach LA fahren und bevor ich im AirBNB einchecken kann noch etwas in der Stadt mitnehmen! Ich fuhr an den Venice Beach den man sicher aus Spielen wie GTA oder aus Film und Fernseh kennt: Strand mit Rummelplatz, Mucki-Buden und jeder Menge Fleischbeschau auf Rollerblades. So kannte ich es zumindest. Well, es war trüb. Keine blauen Strand-Bilder heute. Und von diesen Roller-Girls und den krassen Mucki-Buden Typen die ich aus Youtube kenne nichts zu sehen. Heutzutage dominieren Touries auf Elektro-Scootern. War aber auch lustig anzusehen wie manche Leute zu zweit auf den Rollern standen. Ein Paar, er am Fahren und lenken, sie vor ihm mit dem Handy in der Hand. Wie ist hierfür das Jugendwort? Roll-Smombie (Smartphone Zombie)?

Nach knapp 10 Meilen zu Fuß machte ich mich dann auf ins AirBNB. 3 Nächte mit Dusche und ohne den üblichen „wo penn ich heute“-Stress!

Hoover Dam und Grand Canyon

Nach einem lazy morning auf dem Lake Mead Campingplatz, so heißt der gestaute Colorado River / Der Damm-See vorm Hoover Dam, fuhr ich rüber zu eben diesem gigantischen Bauwerk. Erstmal $10 fürs Parken und dann nochmal $15 für eine Tour zu den Turbinen. Aber hat sich gelohnt! Man guckt erst einen kleinen Film und läuft dann durch Katakomben, sieht eines der 4 Rohre und letztendlich die Turbinen selbst. Ich habe mal die Schematik hier mit rein. Das ganze Teil funktioniert so: Die 4 seltsamen Türme vorne sammel das Wasser, jagen es durch 4 dicke Rohre (eins im Bild unten) und verteilen es dann in je 4 kleinere Rohre (kleiner = mehr Druck) welche dann zu den Generatoren gehen. Das ganze ist fair aufgeteilt in 8 auf Nevada Seite und 8 auf der von Arizona. Laut Video versorgt das Teil ~1 Million Menschen mit Strom. Aktuell laufen aber nur die 1/2 (leuchtende Lampen oben am Generator) weil die Hauptaufgabe ist nicht die Energieerzeugung sondern Überflutungen abzufangen und Wasser für die umliegende Region bereitzustellen. Interessant finde ich wie niedrig das Damm-Level ist. Wahrscheinlich ist Las Vegas und alles hier drumrum in 50 Jahren eine Geisterstadt… Wer weiß…

Auf jeden Fall ein sehr erstaunliches Bauwerk und auch über den Bau lernt man bei der Tour so einiges. Mitunter dass die Arbeiter damals so 4$ am Tag verdient hatten, was damals echt gut war. Oder dass zur Kühlung von dem Beton lauter Rohre eingebaut wurden durch welche permanent Wasser floss: Ein riesen Wärmetauscher sozusagen.

Nach dem Damm ging es weiter gen Grand Canyon und ich suchte mir einen Campingplatz eine Stunde entfernt aus. Das erste Mal mit warmer Dusche UND Internet! WOW! Direkt die nächste Nacht hinterher gebucht! Zeit ist aktuell eins meiner kleinsten Probleme – Ich war doch echt schnell, ja zuuuu schnell unterwegs.

Am nächsten Morgen um 6:30 Uhr wieder los und ab zum Canyon. Vielleicht klappt das mit dem Eintritt ja wieder. Um kurz nach 7 am Gate. Denkste. Scheinbar stehen die Arizonaner früher auf als die Kalifornier. Also $35 geblecht und erstmal zu dem Wanderweg ohne Menschen den ich mir im Internet vorher ausgesucht habe. Mit einer Schüssel Müsli in der Hand die INJURY & DEATH Warnungen gelesen. Hmmm, nicht maintained der trail. Damals von Mienenarbeitern angelegt. Naja, ich guck mir das mal an… Eigentlich wollte ich bis auf dieses Hufeisen, das 2. Bild „Horseshoe Mesa“. 5km und 700m runter. Klang machbar. Der Weg an sich war auch ganz ok. Ja, es ging steil runter und ein falscher Schritt und man ist tot. Aber so ist das halt. Aber es war weitaus weniger rutschig (eigentlich gar nicht) als der im Yosemite Park. Nach einer halben Stunde vorsichtigen Abstiegs sah ich dann vor mir wie verdammt weit es noch weiter geht. PUUUH! Und ich scheine hier echt KOMPLETT ALLEINE zu sein. Außerdem sollen es so um die 40°C heiß werden und ich weiß nicht wie lange ich hoch brauche. „Ach Mist. Ich breche den Pfad ab und mach die Tourie Nummer oben!“ Auf dem Weg hoch kam mir ein Mädel – auch alleine – entgegen. Hmpf. Wär ich doch nicht der einzige Mensch auf dem Pfad und jemand könnte Hilfe holen wenn was passieren sollte. Aber ne, jetzt war ich schon wieder so weit hoch… Ich brauchte 30min runter und 45min hoch. Und fuhr zum Visitor Center. Mittlerweile nach 10 Uhr bereute ich die Entscheidung SO RICHTIG. Siehe Bild 4! Aber: Keine 200m den horizontalen Wanderweg weiter waren es dann doch nur noch eine Handvoll Leute. Diese Amis und Chinesen ey… Raus ausem Auto, Foto machen, rein ins Auto. Google meint ich wäre 3h zu Fuß unterwegs gewesen. Das stimmt nicht. Ich bin fast den ganzen South Rim Pfand entlang bevor die Hitze doch echt schlimm wurde. Ab dann in ich doch auch wie 1 echter Tourist mit dem Shuttlebus von Point zu Point. Ja doch, auch dort waren ein paar schöne Aussichten dabei! Siehe die letzten 4 Bilder. Und auch wenn die Fotos das kaum einfangen können: Das konnte es das Auge vor Ort auch nicht. Es sah für mich aus wie eine gigantische 2D Fototapete. Man kann hier einfach nicht einschätzen wie weit das eigentlich ist!

Dennoch: Ich glaube der Horseshoe Pfand wäre machbar gewesen. Ich muss zugeben: So sehr ich „laufen“ ja hasse und Radfahren bevorzuge: Eine Wanderung in solch einer Gegend mit Zelt dabei und unten übernachten hätte durchaus auch mal was! Vielleicht auf der nächsten Tour Mausie?! 😉

Las Vegas und Valley of Fire

In Las Vegas hatte ich ein billiges Hotelzimmer für $65 die Nacht. Erstaunlich groß mit 2 Zimmern und sogar mit Pool war es doch das komfortabelste was ich die Woche hatte. Dennoch: Sicher hab ich mich hier nicht gefühlt. Die Rezessionen sprachen dann doch mal von aufgebrochenen Autos und auch die anderen Gäste… Nunja. Nächstes mal doch für $200 ins Bellagio! Nach etwas relaxen am Pool, während ich auf mein Zimmer warte, dem Versuch nochmal ne Runde zu pennen und nachdem ich mich endlich, nach 2 Tagen ohne Dusche und mit bestimmt 6 Lagen Mix aus Sonnencreme und Scheiß vom Death Valley, frisch machen konnte bin ich dann so gegen 18 Uhr in die Stadt der Sünde rein gelaufen. Ich bin fast den kompletten Strip einmal rauf und runter und war in etwa 4 oder 5 Hotel-Casinos & Einkaufszentren. Es ist anders als ich es mir vorstellte: Ich dachte es gibt Hotels und es gibt Casinos. Aber dass jedes Hotel sein eigenes Casino im EG hatte wusste ich bisher nicht. Im Vergleich zu dem in Melbourne waren die aber alle eher winzig. Jedes hatte genau die selben Automaten und nur ein Handvoll Roulette und Karten-Tische. Das war in Melbourne anders. Wie alles in Australien größer. Mehr „Auswahl“.

Die Stadt selbst polarisiert ja sehr stark: Es gibt Leute die lieben sie und es gibt Leute die hassen diese übertriebene, dekadente und künstliche „Scheiße“. Ich fand es eigentlich ganz interessant und denke auf einem Junggesellenabschied oder einem Firmenmeeting – wie wir es in San Francisco hatten – kann man hier echt richtig, RICHTIG Spaß haben. Vorausgesetzt mal will ein paar Dollar los werden 😉 (und dafür besoffen ins Bett).

Ich dennoch hatte an dem Abend so überhaupt GAR KEINEN Bock auf Konsum. Es gab unendlich Restaurants, unendlich Cocktails und Bier-Stände. Alles sah lecker aus. Aber ich hatte weder hunger (schließlich hatte ich an dem Tag schon ein Müsli und 2 Scheiben Käse-Paprika-Toast) noch den Bock alleine zu saufen. Immerhin eine 4$ Cola gönnte ich mir. Auf alleine zocken – ja, man könnte selbst entscheiden wo/wie lange/wie viel ohne dass jemand genervt neben dran steht, ohne dass mein seine „Strähne“ unterbrechen muss – war mir aber irgendwie auch nicht. Und ich hatte ja auch schon in Melbourne $100 in 10 Minuten gelassen. Es gab auch mindestens zwei Arcade „Hallen“ mit Flippern und lustigen Spielbuden Automaten. Auch einen Guitar Hero Arcade an dem ich etwas verweilte und ein paar Songs anderen Leuten zuschaute. Auf den hatte ich dann noch mit am meisten Bock. Aber solo für $1 pro Song? Näh. Ich hab das Spiel daheim kostenlos! Und Leute die mit zocken? Well, alle, ALLE waren dort als Gruppe oder eher noch: Als Pärchen unterwegs. Nach ein paar Stunden wurde ich immer genervter von Pärchen, von bekifften, von betrunkenen Leuten, von fetten Ami-Tussies die sich in viel zu enge Kleider pressen (wer will denn sowas sehen???), von Typen die mir Kärtchen von Nutten zustecken wollten, von diesen „Opfern“ die rauchend wie Zombies am Einarmigen Bandit saßen und von Ami-Slang-Blabla aus jeder Ecke. Letztendlich fand ich eine Parkbank direkt vor dem Exkalibur-Casino – wohl zwischen Valet Parkdeck und Straße – an dem keine Menschen waren. Endlich mal Ruhe! Nun saß ich da und dache darüber nach was ich hier eigentlich gerade mache. Immerhin konnte ich meiner Freundin daheim schreiben wie scheiße es allein in der Partystadt Vegas ist und nach ein paar verdrückten Tränen merkte ich, dass ich knapp dran bin um den Vulkanausbruch vorm Mirage zu sehen. Also runter schlucken und auf geht’s! Ein letztes Ziel für den Abend und dann doch schon um 11 ins Bett. Wie lahm! Die Google Maps Prognose mit 33 Minuten zu Fuß rechnete nicht MILLIONEN VON CHINESEN UND BESOFFENEN AMIS mit ein. Ellbogen vor und Gas! 5 Minuten vor der letzten Show war ich dann da. Ja und hat sich gelohnt: Eine Mischung aus beleuchteten Wasser- und Flammenwerfern (letztere leuchten von selbst) simulieren einen Vulkanausbruch. Das ganze geht dann so 5 Minuten. Sehenswert! Etwas aufgemuntert doch noch was cooles gesehen zu haben bin ich dann nochmal ins Mirage rein, holte mir einen Serious Strawberry für $7 beim Starbucks und überlegte ob ich nicht doch kurz an einem Kartentisch Platz nehmen will. Aber das Publikum. Ne. Ich fand niemanden der sympatisch aussah. Weder von den Dealern – Die gucken alle als haben sie MEGA FREUDE an ihrem Job – noch an den Spielern. Chinesen, aufgetakelte Pärchen, graue Haare, oder aufgepumpte Ami-Machos.

Also ab ins Bett. Las Vegas… Mit ner Gruppe zum Party machen: Gerne. Als Paar vielleicht auch – wobei ich nicht sicher bin was man dann hier will? Wenn man komplett irre ist und denkt mit spielen reich werden zu können: Ab hin da. Aber alleine? Nope.

Am nächsten Morgen ging es dann verhältnismäßig spät los Richtung Valley of Fire. Keine gute Idee. Es waren irgendwas über 35°C und UV Index EXTREM. Ich verstehe woher der Name kommt: Nicht von den roten Steinen, sondern von dem FEUER was von oben, unten, der Seite – eigentlich von ÜBERALL auf einen brennt! Ich ließ mich aber dennoch nicht davon ab fast jeden der „kurzen“ 1 mile hiking trails zu machen. Und es hat sich auch gelohnt. Eine fette Eidechse und jede Menge rote oder andersfarbige Steine. Ein Freund meinte „rote Steine halt… meh“. Maus meinte „Der Hit! Musste sehen!“. Ich muss zugeben: Ja doch, Steine halt, aber besser als Bäume halt. Ein paar der doch sehr bunten Formationen lockten mich dann trotz der 35°C näher an sich ran. Ich scheine mehr ein Stein-Fan als ein Baum-Fan (Sequoia) zu sein 😛 – wobei letztere immerhin Schatten spendeten. Aber Steine bieten auch mehr Chance auf Eidechsen, Schlangen und Spinnen. 😉

Total verschwitzt und mit den bekannten 6 Lagen Sonnencreme freute ich mich auf den kostenlosen Campingplatz den ich in der WikiCamps App fand. 30 Minten fahrt stand ich vor dem Lake Mead. Ja, schön! Aber… Was machen die fetten schwarzen Allrad RAM Karren hier? Was machen ne handvoll Typen hier und ne handvoll da? Was macht die offene Sporttasche mit Klamotten und Bikini daneben auf dem Boden fernab vom See, fernab von Autos? Nope. Das war evt einer der Momente wo alleine reisen sicherer als in ner Gruppe sein kann. Man traut sich weniger und fährt ganz nach: Better be safe than sorry und hau hier schnell wieder ab! Also doch nochmal ne Stunde fahrt zum nächsten Government Campingplatz für $20 die Nacht. Letztendlich war dieser auch kostenlos wein der Empfangsbereich neu zementiert wurde. Cool 😀 Ab in See, leider keine Dusche. Abendessen und ab ins Bett. Morgen dann zum Grand Canyon oder so…